Land stellt "Salzburg 2050 Partnerbetriebe" vor

 

erstellt am
06. 12. 16
11:00 MEZ

Rössler: Bereits 14 Unternehmen erhalten Förderung für Klimaschutzmaßnahmen
Salzburg (lk) - Das Förderprogramm "Salzburg 2050 Partnerbetriebe" stößt auf große Resonanz: Bereits ein halbes Jahr nach der Vorstellung durch das Land Salzburg und die Wirtschaftskammer (WKS) haben 14 Firmen aus fast allen Bezirken des Landes konkrete Fördervereinbarungen unterschrieben. "Diese Unternehmen tragen in vorbildlicher Art und Weise zur Verwirklichung unserer Klima- und Energieziele bei", betonte Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler am 05.12. in einem Informationsgespräch.

Das Land hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 ein klimaneutrales und energieautonomes Bundesland zu sein. "Dieses ehrgeizige Ziel erreichen wir nur mit starken Partnern an unserer Seite. Daher freue ich mich besonders, dass wir schon jetzt 14 Partnerbetriebe gefunden haben, die uns aktiv im Klimaschutz unterstützen", so Rössler weiter.

"Salzburgs Unternehmen haben längst die Vorteile von Investitionen in den Klima- und Umweltschutz erkannt", stellte WKS-Präsident Konrad Steindl fest. "Das trifft besonders auf jene Unternehmen zu, die am Förderprogramm 'Salzburg 2050 Partnerbetriebe' teilnehmen und die man zu Recht als Vorbilder im betrieblichen Umweltschutz bezeichnen kann. Sie leisten Besonderes für die Erreichung der ambitionierten Landesziele der Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050."

Aber auch die Wirtschaftskammer selbst bekenne sich zu unternehmerischen Aktivitäten im Energie- und Umweltmanagement und hat das bereits 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima mit einem Beschluss im Wirtschaftsparlament deutlich gemacht. Das zeige sich nicht nur durch die Beteiligung der WKS am sehr erfolgreichen umwelt service salzburg, betonte Steindl: "Darüber hinaus haben wir heuer unter anderem bei Veranstaltungen unsere Mitglieder zum Beispiel über alternative Fahrzeugantriebe informiert. Im kommenden Jahr stehen bei der Premiere des 'WKS-Energietages' erneuerbare Energieträger im Mittelpunkt."

Förderungen wie das Partner-Programm des Landes würden es den Unternehmen erleichtern, in Umweltmaßnahmen zu investieren und dadurch sowohl ökonomisch als auch ökologisch erfolgreich zu sein, ist Steindl überzeugt.

Förderungen für Umweltmaßnahmen
Das neue Förderprogramm "Salzburg 2050 Partnerbetriebe" ermöglicht es den Betrieben, noch klimafreundlicher und energieeffizienter zu arbeiten. Gefördert werden verschiedene Maßnahmen im Klima- und Energiebereich, von der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage über Gebäudesanierungen bis zur Anschaffung von Elektroautos, um nur einige Beispiele zu nennen. Unterstützung erhalten die Unternehmen dabei vom umwelt service salzburg (uss), einer von Land, WKS, Salzburg AG und Lebensministerium getragenen Institution. Das umwelt service salzburg berät die Partnerbetriebe und schlägt ihnen sinnvolle klima- und energierelevante Maßnahmen vor. Setzt der Betrieb mindestens zwei Maßnahmen davon um, erhält er neben der Förderung des Bundes auch eine Förderung des Landes. Je nach Größe des Unternehmens kann diese bis zu 60 Prozent der Bundesförderung ausmachen. Im Gegenzug übernehmen die geförderten Betriebe die Ziele des Masterplans Klima & Energie 2020 in ihre Geschäftspolitik und machen dies auch öffentlich, beispielsweise auf ihrer Homepage.

"Gemeinsam mit unseren Beraterinnen und Beratern unterstützen wir die Salzburg 2050 Partnerbetriebe bestmöglich dabei, Energie und Ressourcen zu sparen. Ich freue mich, diese Betriebe durch umfassende Servicierung noch weiter motivieren zu können, den betrieblichen Umweltschutz voranzutreiben", so Sabine Wolfsgruber, Geschäftsführerin des umwelt service salzburg.

Geplant war es, zunächst zehn Betriebe in das Förderprogramm aufzunehmen. Aufgrund des großen Zuspruchs in der Salzburger Wirtschaft wurde nun mit 14 Unternehmen eine Partnerschaft bis zum Jahr 2018 abgeschlossen. Das Besondere dabei ist die heterogene Zusammensetzung der Partnerbetriebe, die ganz unterschiedliche Unternehmensgrößen und Branchenbereiche vorweisen.

Folgende motivierte Unternehmen werden das Land bei der Umsetzung der ehrgeizigen Klima- und Energieziele unterstützen:

Blizzard Sport GmbH / Mittersill
1945 gegründet mit Hauptsitz in Mittersill beschäftigt sich das Unternehmen mit der Herstellung von Ski und Skibindungen. Das Unternehmen setzt schon seit Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung um, wurde dafür mit dem umweltblatt salzburg 2016 ausgezeichnet und plant nun im Rahmen der Partnerschaft unter anderem die Errichtung einer PV-Anlage mit 400 kWp.

Geschäftsführer Helmut Exenberger: "Wir sind stolz darauf, Salzburg 2050 Partnerbetrieb zu sein, weil für uns einerseits Energieeffizienz ein klares strategisches Ziel ist, und weil wir auch aus emotionaler Überzeugung unseren Beitrag zu den globalen und Salzburger Klimazielen leisten möchten."

Hotel Lürzerhof GmbH / Untertauern
Johann Habersatter vom Wellnesshotel Lürzerhof ist das Thema Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen. Derzeit wird das Hotel thermisch generalsaniert, und beim Umbau wird sich das Hotel im Rahmen der Partnerschaft unter anderem der umweltfreundlichen An- und Abreise seiner Gäste widmen.

Bike & Snow Gasthof Lederer / Mühlbach am Hochkönig
Die Familie Koller plant für 2017 die Betriebsübergabe auf die junge Generation. Dabei soll mithilfe der Partnerschaft die thermische Sanierung des Gastronomie- und Beherbergungsbetriebes angegangen werden. Weitere Maßnahmen zur Abfallvermeidung sind ebenfalls geplant.

Gasthaus Maria Plain / Bergheim bei Salzburg
Der beliebte Traditionsbetrieb wird seit 1654 in der 15. Generation bewirtschaftet. Der junge Geschäftsführer Johannes Moßhammer plant derzeit die Umstellung des Heizsystems von einer alten Ölfeuerung auf eine moderne Biomasseheizung, die als Mikronetz mehrere Betriebsgebäude mit Wärme versorgen soll.

Moldan Baustoffe GmbH & Co KG / Kuchl
Das Großunternehmen mit Firmensitz in Kuchl ist ein traditionsreicher, regionaler Hersteller und Händler von natürlichen Baustoffen. Dieses Großunternehmen engagiert sich schon länger für Energieeffizienz und Ressourcenschonung und hat vor Kurzem erfolgreich die Einführung eines nach EN ISO 50001 zertifizierten Energiemanagementsystems abgeschlossen. Die Partnerschaft soll das Unternehmen bei der Umsetzung einiger Maßnahmen im Energieeffizienzbereich unterstützen.

Gasthaus und Restaurant Rupertigau / Wals
Das traditionelle Familienunternehmen plant eine thermische Sanierung und den Ausbau des Gastronomiebetriebs. In der Planungsphase konnte durch die Energieberatung im Rahmen der Partnerschaft schon die Umstellung des Heizsystems von einer Öl- auf eine Pelletsheizung erreicht werden. Weitere Maßnahmen bezüglich einer energieeffizienten Innenbeleuchtung und der thermischen Optimierung der Gebäudehülle sind geplant.

Hotel zur Post / Salzburg
Das Biohotel in der Landeshauptstadt wurde 1949 gegründet und wird von der Familie Maier betrieben. Das Unternehmen ist Vorreiter in puncto Nachhaltigkeit und Umweltschutz und setzt diese Firmenphilosophie konsequent um.

Geschäftsführer Georg Maier: "Über die Partnerschaft mit dem Land Salzburg haben wir bereits in unserem Gästehaus Villa Ceconi eine Ölheizung durch eine moderne und energieeffiziente Pelletsheizung ersetzt. Hier hat sich die gute und umfangreiche Beratung durch das umwelt service salzburg ausgezahlt. Angedacht ist es, demnächst ein Elektroauto für Dienstfahrten anzuschaffen."

GS Altotec GmbH / Koppl
Das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Koppl produziert vorrangig Aluminiumprofile und -bleche. Aufgrund des hohen Energieeinsatzes ist Energieeffizenz ein prioritäres Thema von Geschäftsführer Johann Itzlinger. Das Unternehmen plant über die Partnerschaft Salzburg 2050 unter anderem die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage mit 500 kWp.

Steiner Haustechnik KG / Bergheim
Das familiengeführte und mittelständische Unternehmen beliefert die Fachhandwerker mit innovativen Produkten, die es rund um die Haustechnik gibt. Für 2017 ist die Errichtung eines neuen Betriebsstandortes in Siggerwiesen geplant. Durch die Beratungen des umwelt service salzburg innerhalb der Partnerschaft konnte ein innovatives Heizkonzept realisiert werden.

Fahnen-Gärtner GmbH / Mittersill
Was 1945 in zwei Baracken in Mittersill als kleines Familienunternehmen begann, ist heute Österreichs größter Fahnenhersteller und Marktführer. Gerald Heerdegen, Geschäftsführer des Unternehmens, ist ständig bemüht, die Abläufe ressourcenschonender und effizienter zu gestalten. Über die Partnerschaft ist die Umsetzung einer Reihe von Energieeffizienzmaßnahmen geplant.

Tischlerei Schwab / Schleedorf
Das 1934 gegründete Familienunternehmen wird von Fritz Schwab geführt, dem der Klimaschutz sehr am Herzen liegt. Das Unternehmen arbeitet mittlerweile energieautark und erhielt für seine Bemühungen bereits zahlreiche Auszeichnungen.

ÖWD Security and Services GmbH & Co.KG / Salzburg
Das im Jahr 1906 gegründete Familienunternehmen hat Standorte in allen österreichischen Bundesländern und bietet im Privat- sowie Businessbereich zahlreiche Security- und Serviceleistungen an. Im Rahmen der Partnerschaft soll unter anderem der Energieverbrauch der Informationstechnik erheblich gesenkt werden.

Meiberger Holzbau GmbH & Co.KG / Lofer
Das Traditionsunternehmen aus Lofer beschäftigt sich mit der Umsetzung aller Wünsche des modernen Holzbaus. Geschäftsführer Walter Meiberger hat schon zahlreiche Ideen zur nachhaltigen Energieproduktion umgesetzt und über die Partnerschaft sollen weitere, wie zum Beispiel die Anschaffung eines Elektroautos und der Bau einer weiteren Photovoltaikanlage, realisiert werden.

GFB & Partner Unternehmensberatung GmbH / Zell am See
Das Pinzgauer Beratungsunternehmen verfügt über langjährige Erfahrung in der Strategieerstellung und Projektbegleitung im Bereich der Erneuerbaren Energieträger und der Energieeffizienz. Die Partnerschaft mit dem Land Salzburg ergänzt ideal die Unternehmensphilosophie des Geschäftsführers Roland Haslauer. Im Rahmen der Kooperation soll unter anderem erreicht werden, dass der Betriebsstandort in Zell am See nahezu energieautonom wird.

 

 

 

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