Startschuss für Schulcampus Lienz

 

erstellt am
14. 12. 16
11:00 MEZ

Lienz/Innsbruck (lk) - Von der Schule bis zur Universität – in Lienz entsteht ein österreichweit einmaliges Bildungszentrum, das neben dem Polytechnikum einen Neubau für das Mechatronikstudium sowie die Erweiterung der bestehenden privaten HTL und die Modernisierung der Tiroler Fachberufsschule Lienz umfasst. Dadurch können SchülerInnen des Polytechnikums mit Einblick in die Fachberufsschule und die HTL eine Ausbildung beginnen und mit einem Bachelor oder Master abschließen.

Kostenpunkt: Rund elf Millionen Euro
Am 13.12. fasste die Tiroler Landesregierung den Grundsatzbeschluss zur Neuerrichtung, welche einen Kostenaufwand von rund elf Millionen Euro vorsieht. „Wir investieren hier nicht nur in die Bildung unserer Kinder, sondern wollen eine Kaderschmiede für Mechatronikingenieurinnen und -ingenieure ins Leben rufen, die dem internationalen Vergleich standhalten wird“, ist LH Günther Platter überzeugt. Mit 5,5 Millionen Euro übernimmt das Land Tirol den Löwenanteil der Kosten aus Mitteln des Impulspakets, weitere 3,5 Millionen Euro stellt die Abteilung Hochbau des Landes zur Verfügung. „Damit stellen wir sicher, dass die Umsetzung rasch erfolgt“, erklärt LH Platter. Die weitere Finanzierung erfolgt durch den Bund und die Stadt Lienz.

Realisierung in zwei Bauabschnitten
Die Umsetzung des Projekts der Architekten fasch&fuchs aus Wien erfolgt in zwei Schritten: Der erste Bauabschnitt umfasst den Erweiterungsbau der PHTL sowie den gemeinsamen Neubau der Leopold-Franzens-Universität (LFUI) und der Privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT) inklusive gemeinschaftlich nutzbaren Flächen. Bereits Ende September 2017 sollen SchülerInnen und StudentInnen die Räumlichkeiten nutzen können. Der zweite Bauabschnitt betrifft den Neubau vom Polytechnikum sowie Adaptierungs- und Erweiterungsmaßnahmen der Fachberufsschule.

Den Architekten ist es gelungen, alle vier Bildungseinrichtungen miteinander zu verbinden, ohne die jeweilige Selbstständigkeit vermissen zu lassen. Der neue Campus öffnet sich zur Isel hin und befindet sich somit in einem Naherholungsgebiet von Lienz.

Schon über die Hälfte der Osttiroler Pflichtschulen kooperieren mit Nationalpark Hohe Tauern
Mit dem Bildungszentrum Kals am Großglockner hat LHStvin Ingrid Felipe am Freitag im Nationalparkhaus Matrei in Osttirol eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Damit besuchen schon über die Hälfte der Osttiroler PflichtschülerInnen Bildungseinrichtungen, die mit dem Nationalpark zusammenarbeiten. Auf spielerische Art und Weise werden von ExpertInnen den Kleinsten im Kindergarten und auch den Großen in der Hauptschule und Neuen Mittelschule die Natur und die Arbeit des Nationalparks näher gebracht. „Die Osttiroler Schulen sind mit diesen vielen Kooperationen ein absolutes Vorbild. Und gemeinsam mit den Kindern lässt sich die nachhaltige Entwicklung der Natur und der Gesellschaft am besten erarbeiten“, sagt Ingrid Felipe. Das Bildungszentrum Kals ist mit 89 SchülerInnen die 18. Nationalparkschule in Osttirol und auch in bildungspolitischer Hinsicht ein Vorbild für schularten- und schulstufenübergreifendes gemeinsames Lernen.

 

 

 

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