3 Jahre Ukraine-Krise: Caritas Nothilfe im Kriegsgebiet

 

erstellt am
04. 01. 17
13:00 MEZ

Auslandshilfe-Chef Christoph Schweifer berichtet aus der Ukraine: „Mehr als 700.000 Kinder in der Ostukraine leiden unter dem Krieg und der Kälte. Gemeinsam können wir helfen!“
Wien (caritas) - „Die Menschen in der Ukraine leiden nach wie vor unter den Kämpfen und den Zerstörungen, unter Versorgungsengpässen und Arbeitslosigkeit. Besonders hart trifft es jene, die in den Kleinstädten und Dörfern entlang der Kontaktlinie im Osten des Landes leben. Sie sind oft von der Außenwelt abgeschnitten und brauchen dringend unsere Hilfe“, so Caritas Auslandshilfe-Generalsekretär Christoph Schweifer bei einem Lokalaugenschein mit Außenminister Sebastian Kurz in der Ostukraine.

Seit Februar 2014 wurden in der Ukraine mehr als 9.500 Menschen getötet und mehr als 22.000 verletzt. 1,7 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. 1,1 Millionen Menschen sind in die Nachbarländer geflüchtet. Insgesamt sind mehr als fünf Millionen Menschen vom Konflikt betroffen. „Die gute Nachricht: Unsere Hilfe kommt an. Seit Ausbruch der Krise konnte die Caritas insgesamt 260.000 Menschen konkret helfen“, so Schweifer. „Das Ziel, das wir uns für 2017 gesteckt haben: Wir wollen 40.000 Menschen in Not mit unserer Hilfe erreichen. Gemeinsam mit unseren Partnern und mit der Unterstützung der Österreicherinnen und Österreicher ist diese Hilfe möglich.“

Not- und Winterhilfe für Menschen im Kriegsgebiet
„In vielen Dörfern und Städten entlang der Kontaktlinie wird nach wie vor jeden Tag gekämpft. Oft müssen die Kinder in der Schule in den Bombenschutzkeller flüchten, viele sind schwer traumatisiert. In sechs Schulen entlang der Kontaktlinie werden 180 Kinder mit psychosomatischen Symptomen und Traumata psychologisch betreut“, so Schweifer.

„Hier im Osten der Ukraine sind viele Häuser beschädigt und im Winter kaum zu heizen. Auch weil zahlreiche Fernwärme- und Wasserleitungen zerstört und konnten aufgrund des anhaltenden Konflikts und Verminungen nicht repariert werden konnten“, beschreibt Schweifer die Lage vor Ort. „Seit vergangenem Winter haben wir gemeinsam mit der Caritas Ukraine 450 Haushalte in Dörfern und Städten entlang der Kontaktlinie mit Heizmaterial und 60 Haushalte mit Öfen versorgt. In insgesamt 200 Häusern konnten wir kaputte Fenster erneuern. Dazu erhalten 300 Haushalte warme Decken für die eisigen Wintermonate.“

Vielerorts, wie z.B. im Norden Mariupols, im Osten von Kramatorsk oder in Lugansk, ist die Gesundheitsversorgung zusammengebrochen. Vor allem ältere Menschen, die mit einer Mindestpension von umgerechnet 50 Euro auskommen müssen, können sich Medikamente und Essen nicht leisten. „In 12 Dörfern und Kleinstädten in der Pufferzone werden 1200 PatientInnen mit Medikamenten, Hygieneartikeln und Rehabilitationsbehelfen versorgt“, so Caritas Auslandshilfe-Chef Schweifer. „Außenminister Sebastian Kurz setzt mit seinem Besuch und der Unterstützung der Gesundheitsversorgung in der Pufferzone durch die Austrian Development Agency (ADA) ein wichtiges Zeichen. Dank der Österreicherinnen und Österreicher werden wir die Menschen in der Ukraine auch in Zukunft nicht vergessen. Gemeinsam können wir Kindern in Not helfen. Danke für Ihr Engagement!“

So können Sie helfen
Für 20 Euro erhält eine Familie ein Lebensmittelpaket für einen Monat.
Für 25 Euro erhält eine Familie Heizmaterial für einen Monat.

Caritas-Spendenkonto
Erste Bank: IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560, BIC: GIBAATWWXXX Kennwort: Ukrainehilfe
Online-Spenden:
https://www.caritas.at/ukraine

 

 

 

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