Oberhauser begrüßt zentrale Meldestelle
 für Betroffene von Hasspostings

 

erstellt am
25. 01. 17
13:00 MEZ

Wien (bmgf) - Frauenministerin Sabine Oberhauser begrüßt den Vorstoß von Staatssekretärin Muna Duzdar zur Einrichtung einer Melde- und Beratungsstelle für Betroffene von Hasspostings und Cybermobbing. "Gewalt im Internet wird viel zu selten dokumentiert und angezeigt. NutzerInnen wissen auch oft nicht, wohin sie sich wenden können. Die Meldestelle ist daher ein wichtiger Beitrag für mehr Zivilcourage im Netz und für eine bessere Unterstützung von Gewaltbetroffenen", so Oberhauser.

Hasspostings in sozialen Netzwerken nehmen zu, die dabei zu Tage tretende Aggression hat oft auch frauenverachtende Züge. "Es ist wichtig, zu verstehen, dass auch Gewalt gegen Frauen im Internet genau das ist: Gewalt gegen Frauen. Und Gewalt gegen Frauen akzeptieren wir nicht - ob offline oder online", betont Oberhauser. Das Team der Meldestelle wird zunächst mit zumindest fünf MitarbeiterInnen starten und Beratungsgespräche per Telefon, Chat oder auch persönlich durchführen. Wer Gewalt oder Mobbing im Internet beobachtet oder selbst davon betroffen ist, findet dort eine erste Anlaufstelle. Wenn ein Posting strafrechtlich relevant ist, leitet die Meldestelle dies an die Staatsanwaltschaft weiter. "Es geht darum, Betroffenen ein Handwerkzeug zu geben. Frauen sollen gestärkt werden, sich gegen Hassrede zu wehren. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Cyber-Gewalt und frauenverachtende Kommentare zu bekämpfen."

 

 

 

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