Sobotka: Österreich hilft bei Bewältigung
 der schweren Waldbrände in Chile

 

erstellt am
03. 02. 17
13:00 MEZ

Santiago de Chile/Wien (bmi) - Bereits elf Todesopfer sind den schweren Waldbränden in Chile zum Opfer gefallen. Nach einem Hilfsersuchen der Chilenischen Regierung an die Europäische Union, stellt Österreich durch das Innenministerium mit Material und Ausrüstung für die Brandbekämpfung zur Verfügung. Durch die derzeit hohen Temperaturen von über 40°C diesen Sommer in Südamerika, dem heißesten seit 100 Jahren, ist Chile seit Dezember 2016 mit massiven Waldbränden konfrontiert. Von den mehr als 60 aktiven Waldbränden sind zahlreiche außer Kontrolle geraten. Die Behörden gehen gegenwärtig von ca. 366.520 Hektar verbranntem Land und mehr als tausend zerstörten Haushalten aus, tausende Personen wurden in Notunterkünften untergebracht. In den betroffenen Gebieten leben ca. 4,7 Millionen Menschen, was einem Viertel der chilenischen Bevölkerung entspricht. Der Katastrophennotstand wurde in Teilen des Landes ausgerufen.

Im Rahmen des Hilfsersuchens Chiles an die Europäische Kommission wurde auch um Aktivierung des Europäischen Katastrophenschutzverfahrens gebeten. Seitens Österreichs wurde ein österreichischer Experte für ein europäisches Koordinierungsteam nominiert, er befindet sich derzeit in Warteposition für seine Entsendung.

Das chilenische Hilfsersuchen umfasst Löschflugzeuge, Brandbekämpfungsspezialisten sowie feuerwehrtechnische Sachleistungen.

"Das Innenministerium als für die internationale Katastrophenhilfe verantwortliches Ressort hat unverzüglich auf diesen Hilfsaufruf reagiert", sagte Innenminister Wolfgang Sobotka. "Über den Katastrophenhilfemechanismus der Europäischen Union wurden von Österreich 13 Tonnen technische Löschmittel angeboten und von Chile sofort angenommen. Dieser Akt der Solidarität ist für Österreich nicht nur selbstverständlich sondern auch ein transparenter Beitrag zur Völkerverständigung."

Nach Annahme des Hilfsangebotes (das unter anderem 11.000 Liter synthetisches Mehrbereichsschaummittel, 21 Brandbekämpfungswerkzeuge und 60 Rückentragespritzen enthält) werden diese Hilfsgüter derzeit per Flugfrachtverkehr nach Chile transportiert und den Hilfskräften vor Ort übergeben. Die Kosten für den Transport der Hilfsgüter werden zur Hälfte von der Europäischen Kommission finanziert.

Das Innenministerium organisiert und finanziert diese internationale Katastrophen- hilfemaßnahme im Rahmen seiner Zuständigkeit für die internationale Katastrophenhilfe und das Staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM).

 

 

 

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