Die Übergabe der Sammlung Essl an die Albertina

 

erstellt am
16. 02. 17
13:00 MEZ

Wien (albertina) - Die Sammlung Essl wird mit dem 16.02. offiziell der Albertina Wien übergeben. Damit beginnt ein neues Kapitel nicht nur in der Geschichte der Sammlung Essl, sondern auch in der Geschichte der Albertina. Zugleich ist die Übernahme einer der größten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst ein Meilenstein in der Geschichte der österreichischen Bundesmuseen.

Mit über 6.000 Werken zählt die Sammlung Essl weltweit zu den größten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst. Werkblöcke u.a. von Karel Appel und Arnulf Rainer, Franz West und Georg Baselitz, Maria Lassnig und Alex Katz, Erwin Wurm und Anselm Kiefer, VALIE EXPORT und Cindy Sherman sowie Fotografien von Andreas Gursky bis Candida Höfer prägen den einzigartigen Reichtum und das Profil dieser Sammlung.

2014 drohte die Sammlung in die wirtschaftlichen Turbulenzen der Unternehmensgruppe der Familie Essl zu geraten. Noch im selben Jahr konnte die Sammlung Essl unter Mitwirkung von Dr. Hans Peter Haselsteiner in eine neue Besitzgesellschaft eingebracht und damit in ihrer Existenz gesichert werden. Nun erfolgt mit der Dauerleihgabe (bis 2044) der Sammlung Essl an die Albertina die Übergabe an ein österreichisches Bundesmuseum.

„Mit dieser zukunftsweisenden Kooperation ist die Sammlung Essl für Österreich gesichert. Die bedeutendsten Werke zeitgenössischer österreichischer und internationaler Kunst ergänzen die Sammlungen der Bundesmuseen auf einzigartige Weise, das ist ein Gewinn für die Kunst und ein Gewinn für die Republik Österreich“, so Kulturminister Thomas Drozda.

„Mit der Albertina haben wir einen idealen Partner für die Zukunft der Sammlung gefunden“, freut sich Karlheinz Essl.

Klaus Albrecht Schröder: „Heute ist eine Sternstunde in der über 200-jährigen Geschichte der Albertina. Mit dieser Übergabe der Sammlung Essl an die Albertina wird für mich ein völlig neues Kapitel in der Geschichte dieses traditionsreichen Museums ebenso wie in der Geschichte der zeitgenössischen Kunst in Österreich aufgeschlagen.“

Stimmen aus der Kunstwelt zur Übergabe der Sammlung Essl
Georg Baselitz: „Ich bin der Sammlung Essl seit vielen Jahren eng verbunden – ebenso wie der Albertina. Dass nun diese beiden großen Sammlungen unter dem Dach der Albertina zusammengeführt werden, ist für mich geradezu ein Glücksfall: ich glaube, das gilt für viele Künstler und Künstlerinnen, die in der Sammlung Essl vertreten sind. Ich habe stets an Wien geglaubt und war sicher, man wird eine optimale Lösung für die Sammlung Essl finden.“

Eva Schlegel: „Ich bin begeistert! Die Entscheidung, die größte Sammlung österreichischer Nachkriegskunst im internationalen Kontext der Öffentlichkeit zu erhalten, ist für uns Kunstschaffende eine Sternstunde kulturpolitischer Weitsicht. Die Erhaltung dieses bedeutenden Archivs der Kunst durch Integration in eines der wichtigsten Häuser garantiert die Permanenz, das Vorbild und die Sichtbarkeit. Meine herzlichste Gratulation allen Entscheidungsträgern!“

Erwin Wurm: „Mit dem Besitz dieser Sammlung katapultiert sich die Albertina in die erste Riege der Museen zeitgenössischer Kunst. Es war mir immer klar, dass die Kunst unserer Zeit in der Bundeshauptstadt Wien mehrere Big Player vertragen würde. Diese Übernahme der Sammlung Essl durch die Albertina ist für mich ein mutiges Bekenntnis zur Gegenwartskunst.“

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.albertina.at

 

 

 

 

 

zurück

 

 

 

 

Kennen Sie schon unser kostenloses Monatsmagazin "Österreich Journal" in vier pdf-Formaten? Die Auswahl finden Sie unter http://www.oesterreichjournal.at