Ledl-Rossmann: Bundesrat soll Sprachrohr
 für Verbesserungen im Pflegebereich sein

 

erstellt am
16. 02. 17
13:00 MEZ

Die neue BR-Präsidentin betont konstruktive und reflektierte politische Arbeit in der Länderkammer
Wien (pk) - "Die Zukunft der Pflege: schaffbar, sichtbar, leistbar!" Unter dieses Motto stellt Sonja Ledl-Rossmann ihre Präsidentschaft in der Länderkammer im ersten Halbjahr 2017. Ledl-Rossmann, selbst diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, rief ihre Kolleginnen und Kollegen Bundesrat dazu auf, mit ihr gemeinsam ein Sprachrohr für Pflegebedürftige und Pflegende zu sein, um Verbesserungen in diesem Bereich zu erzielen und ihn abzusichern.

In absehbarer Zeit stoßen wir an unsere Grenzen, mahnte Ledl-Rossmann politisches Handeln und einen notwendigen Systemwechsel ein, denn wenn man die Zukunft der Pflege gefährdet, dann verabschiede man sich von einem der zentralsten sozialen Werte. Ziel sei eine qualitätsvolle, würdevolle und auch leistbare Pflege für alle Menschen, die eine solche brauchen, so die Präsidentin. In diesem Zusammenhang lehnt Ledl-Rossmann jegliche Scheuklappen ab. Sie plädierte eindringlich dafür, ehrlich und professionell zu agieren und sich möglichst offen an neue Wege heranzuwagen. Das betreffe vor allem die Finanzierung, gefragt seien aber auch neue Modelle im Bereich Wohnen und Heime. Qualitätsvolle Pflege bedürfe zudem einer entsprechenden Ausbildung, sagte sie. Darüber hinaus gelte es, Menschen, die zu Pflegenden werden, möglichst von allem zu befreien, das sie zusätzlich belastet, ihnen vor allem stabile Rahmenbedingungen zu bieten.

Mit ihrer Arbeit wolle sie einen kleinen Beitrag dafür leisten, dass Österreich menschlich bleibt, betonte die Präsidentin, dass Qualität und menschliche Wärme auch jenen zuteil wird, die es sich schwerer leisten können.

Ledl-Rossmann sieht den Bundesrat als idealen Ort an, um für die Zukunft der Pflege entscheidende Impulse zu geben. Er stehe nicht ständig im Scheinwerferlicht der medialen Aufmerksamkeit, daher könne er sich ohne schlagzeilenträchtige Querschüsse inhaltlich auch jenen Themen widmen, die nicht ganz oben auf der politischen Agenda stehen. In diesem Sinne sei die Länderkammer auch unverzichtbar, da hier konstruktive und reflektierte politisch Arbeit passiere, die allen gut tue.

Die Bundesratspräsidentin bedankte sich auch herzlich bei ihrem Vorgänger Mario Lindner und würdigte dessen Engagement für digitale Courage eine Initiative, die vor allem für die Persönlichkeitsbildung von Bedeutung sei.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.parlament.gv.at

 

 

 

 

 

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