Stöger: Maßnahmen für mehr soziale
 Gerechtigkeit rasch umsetzen

 

erstellt am
21. 02. 17
13:00 MEZ

Sozialminister drängt auf Einführung des Mindestlohns und der Beschäftigungsaktion 20.000
Wien (bmask) - „Arbeitsplätze, gerechte Entlohnung und Qualifizierung der ArbeitnehmerInnen sind die wirksamsten Mittel, um Armut zu verhindern“, betont Sozialminister Alois Stöger anlässlich des Internationales Tages der sozialen Gerechtigkeit. Der kürzlich vom Sozialministerium herausgegebene Sozialbericht hat verdeutlicht, dass Österreich in einigen Bereichen nach wie vor Aufholbedarf hat. Das zeigt sich unter anderem an den insgesamt 300.000 Working Poor, jenen Menschen, die trotz Arbeit nicht genug verdienen, um ihr Leben zu bestreiten. „Wir müssen die Maßnahmen, die wir im neuen Regierungsprogramm verankert haben, schnell umsetzen. Dazu gehört insbesondere der Mindestlohn von 1.500 Euro für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – egal in welcher Branche sie arbeiten“, begrüßt Stöger das Vorhaben der Sozialpartner, die bis Ende Juni einen Stufenplan für einen flächendeckenden Mindestlohn erarbeiten werden.

Zudem verweist Stöger auf die Umsetzung der Beschäftigungsaktion 20.000 die schon in den kommenden Monaten starten wird. Durch die Förderung von 20.000 Arbeitsplätzen im Bereich der Gemeinden, gemeinnütziger Trägervereine und Sozialökonomischer Betriebe (SÖB) erhalten jene ArbeitnehmerInnen, die über 50 Jahre alt sind und seit über einem Jahr nach einer Arbeit suchen, eine neue Perspektive. „Langzeitarbeitslosigkeit trifft insbesondere ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mit der Beschäftigungsaktion 20.000 werden wir die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe halbieren und setzen damit gleichzeitig einen wichtigen Schritt gegen Altersarmut in Österreich“, erklärt Stöger. Die Vorbereitungen für die Einführung der neun Pilotregionen laufen bereits. Flächendeckend soll die Beschäftigungsaktion 20.000 ab 2018 zur Verfügung stehen.

Sozialministerium schafft 30.000 zusätzliche Ausbildungsplätze
Im Jänner ist auch die Qualifizierungsoffensive des Sozialministeriums gestartet, durch die insgesamt 30.000 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden. Darunter fallen etwa die ab heuer geltende Ausbildungspflicht bis 18 Jahre, die Ausbildungsgarantie bis 25 Jahre sowie die Wiedereinführung des Fachkräftestipendiums. „Eine gute Ausbildung ist eine wichtige Grundlage für die Chancen am Arbeitsmarkt. Deshalb stellen wir mit der Qualifizierungsoffensive sicher, dass alle Jugendlichen einen Bildungsabschluss erwerben. Und wir geben allen, die bereits im Berufsleben stehen, mit dem Fachkräftestipendium die Möglichkeit weitere Qualifikationen zu sammeln“, so Stöger.

 

 

 

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