Rupprechter: Bestbieterprinzip bringt mehr
 heimische Lebensmittel auf die Teller

 

erstellt am
21. 02. 17
13:00 MEZ

Landesagrarreferenten tagen in Wien unter Tiroler Vorsitz
Wien (bmfluw) - Hochwertige heimische Lebensmittel sollen vermehrt in die Töpfe und auf die Teller von Schulen, Krankenhäusern, Pflegheimen und anderen öffentlichen Einrichtungen kommen. „Der Weg regionaler Produkte in die öffentlichen Küchen führt zum einen über gesetzliche Möglichkeiten, zum anderen über Information und Bewusstseinsbildung“, sind sich Bundesminister Andrä Rupprechter und die Mitglieder der unter dem Vorsitz von Tirols LHStv Josef Geisler tagenden Landesagrarreferentenkonferenz einig.

„Die Menschen schauen immer mehr drauf, wo ihr Essen herkommt. Diesen Trend zur Regionalität und Qualität gilt es zu verstärken, denn regionaler Konsum garantiert nicht nur Genuss sondern auch heimische Wertschöpfung und weniger CO2 Emissionen“, so Bundesminister Rupprechter.

Seit 2016 gilt bei öffentlichen Ausschreibungen von Fleisch, Milch, Butter, Eier, Gemüse und Obst schon das Bestbieter- statt dem Billigstbieterprinzip. Im neuen Arbeitsübereinkommen der Bundesregierung ist es gelungen, diesen Erfolg auf alle Lebensmittel auszuweiten. Derzeit ist der Gesetzesentwurf zur Vergaberechtsnovelle in Begutachtung und soll im Mai von der Regierung beschlossen werden.

Seitens der Länder wird die vereinbarte Verankerung des Bestbieterprinzips für alle Lebensmitteln äußerst positiv gesehen. „Aus unserer Erfahrung in Tirol wissen wir, dass neben den wichtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen auch bewusstseinsbildende Maßnahmen zum Erfolg führen. Entscheidend für die Verwendung hochwertiger regionaler Lebensmitteln sind Informationen über die Warenherkunft und deren Verfügbarkeit, die Erstellung von regionalen Produktkatalogen mit Bezugsangaben sowie eine intensive Betreuung der Großküchen“, erläutert Geisler.

Tirol hat im vergangenen Jahr über die Agrarmarketing Tirol eine Regionalitätsoffensive in öffentlichen Küchen gestartet. 110 Großküchen im öffentlichen Bereich wurden kontaktiert und über Bezugsquellen für heimische Produkte informiert. 90 Küchen sind dem Projekt „Bewusst Tirol“ beigetreten und haben einer Kontrolle ihres Lebensmitteleinkaufs durch die Agrarmarketing Tirol zugestimmt. „Auf Basis dieser Daten loten wir dann Verbesserungspotenziale sowohl auf Seiten der Einrichtungen als auch auf Angebotsseite aus“, erklärt Tirols Agrarreferent und gleichzeitig auch Obmann der Agrarmarketing Tirol Josef Geisler. Dabei gehe es beispielsweise um Verpackungsgrößen. Bei den Bundesländervertretern stößt die erfolgreiche Tiroler Regionalitätsoffensive auf großes Interesse.

Bilanz Frostentschädigung
Im Rahmen der Landesagrarreferentenkonferenz wurde auch Bilanz über die Unterstützungen nach den letztjährigen Frostschäden im Wein- und Obstbau gezogen. Auf 18.300 Hektar Obstkulturen und Weingärten kam es teilweise zu kompletten Ernteausfällen.

Die Entschädigungen im Obstbereich konnten bereits erfolgreich ausbezahlt werden. Nun folgt aufgrund der länger laufenden Frist zur Meldung der Schäden auch der Weinbereich. Gemeldet wurde ein Gesamtmittelbedarf von rund 23,35 Mio. €. Die Entschädigungen werden durch die Bundesländer voraussichtlich Mitte März 2017 ausbezahlt.

 

 

 

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