Salzburg legt Kompromissvorschlag
 im Konflikt um Fluglärm vor

 

erstellt am
10. 03. 17
13:00 MEZ

Stöckl: Deutsche Anrainer werden bei Starts deutlich und in Randzeiten komplett entlastet Hoffe auf Zustimmung der deutschen Seite
München/Salzburg (lk) - Im Konflikt mit den Bayern um den Fluglärm beim Salzburger Flughafen haben sich die beiden Eigentümer Land und Stadt Salzburg (vertreten durch Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Bürgermeister Heinz Schaden) jetzt auf ein gemeinsames Konzept verständigt. "Die österreichischen Mitglieder des Technischen Ausschusses haben ein modifiziertes Pistennutzungskonzept vorgelegt, das zwischenzeitlich auch aus raumordnungstechnischer Sicht mit der Stadt Salzburg abgestimmt wurde und aus meiner Sicht einen sehr schlüssigen und tragfähigen Kompromiss darstellt. Auch die vom Fluglärm betroffenen Anrainergemeinden Anif und Grödig sind damit einverstanden. Der Kompromissvorschlag wird jetzt der deutschen Seite vorgelegt und ich hoffe sehr stark, dass er die entsprechende Zustimmung erfährt. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Technischen Ausschusses, bei Flughafen-Prokurist Rudolf Lipold und den Mitgliedern des Bürger- und Bürgerinnenbeirates Salzburger Flughafen, allen voran den beiden technisch sehr versierten Mitgliedern Günter Oblasser und Hermann Lutzenberger, für das Engagement und die geleistete Arbeit", sagte Flughafen-Aufsichtsratsvorsitzender Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl am 10.03.

Das modifizierte Konzept sieht vor, dass - unter den entsprechenden flug- und wettertechnischen Voraussetzungen - die Starts jener Flüge nach Süden verlagert werden, die bislang deutsches Gebiet unmittelbar überflogen hätten. Zusätzlich sollen neue Flugrouten geschaffen werden, die einerseits direkte An- und Abflüge über die Tauern aus Süddestinationen ermöglichen und die von Freilassing immer wieder andiskutierten "Circle-Anflüge" von Norden über die Stadt Salzburg auf ein Minimum reduzieren würden. In den Randzeiten (6.00 bis 7.00 Uhr und nach 21.00 Uhr) sollen keine Starts über deutsches Gebiet erfolgen.

"Der Kompromissvorschlag entlastet also die deutschen Anrainer bei den Starts sehr deutlich und in den kritischen Randzeiten sogar komplett und bringt auch wesentliche Verbesserungen bei den Anflügen. Damit haben wir ganz klar untermauert, dass wir ernsthaft eine für beide Seiten gute Lösung wollen und rechnen damit, dass unsere Bemühungen, mit denen wir bis an die Grenzen des für uns Möglichen gegangen sind, auch von der deutschen Seite entsprechend anerkannt werden und die Durchführungsverordnung endgültig vom Tisch ist", so Stöckl.

 

 

 

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