FMA-Erhebung zu Fremdwährungskrediten
 im 4. Quartal 2016

 

erstellt am
31. 03. 17
13:00 MEZ

FX-Kreditvolumen privater Haushalte 2016 um rund € 3 Mrd. oder 12,5% zurückgegangen
Wien (fma) - Das aushaftende Volumen an Fremdwährungskrediten (FX-Kreditvolumen) an private Haushalte ist 2016 wechselkursbereinigt um € 2,96 Mrd. oder 12,5% zurückgegangen. Allein im 4. Quartal betrug der Rückgang € 780 Mio. oder 3,6% gegenüber dem Vorquartal. Damit konnte das an private Haushalte aushaftende FX-Kreditvolumen seit Verhängung des Neuvergabe-Stopps im Herbst 2008 und den begleitenden Maßnahmen zur Begrenzung des Risikos bei den bestehenden Krediten wechselkursbereinigt um € 27,59 Mrd. oder 60,2% gesenkt werden. In absoluten Zahlen haften aber nach wie vor FX-Kredite an Private im Gegenwert von € 21 Mrd. aus; zum Höchststand 2011 waren dies € 38,8 Mrd. Dies geht aus der Erhebung der FMA zur Entwicklung der FX-Kredite im 4. Quartal 2016 hervor.

„Unsere nachhaltige Strategie zur Begrenzung des Risikos aus Fremdwährungskrediten für private Haushalte greift. 160.000 Familien können heute ruhiger schlafen, weil sie bereits aus der Fremdwährungsfinanzierung ausgestiegen sind. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit den österreichischen Kreditinstituten auch für die noch verbliebenen 110.000 Haushalte angemessene Maßnahmen zur Begrenzung des Risikos umsetzen werden“, so die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller. Es sei der FMA dabei besonders wichtig, Ausstieg und Risikobegrenzung ohne Erschütterung des Vertrauens in den Finanzplatz Österreich zu erreichen.

Der Fremdwährungsanteil an allen aushaftenden Krediten an private Haushalte entsprach Ende 2016 14,5%, und war somit 2,4 Prozentpunkte niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gegenüber dem Höhepunkt des FX-Kreditbooms, wo dieser Anteil bei 31,8% lag, konnte er damit mehr als halbiert werden. Zum Jahresultimo 2016 entfiel mit 96,2% der Großteil des FX-Forderungsvolumens auf Schweizer Franken und der Rest beinahe zur Gänze auf Japanische Yen.

Seit Anfang 2008 hat der Schweizer Franken bis 30. Dezember 2016 um 54,1% aufgewertet und pendelte sich im vierten Quartal 2016, nach Aufhebung des Mindestkurses von 1,20 im Jänner 2015, zwischen 1,0687 und 1,096 ein.

 

 

 

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