Oberösterreich erhält neues Spitzenforschungszentrum

 

erstellt am
01. 06. 17
13:00 MEZ

… für Symbiotic Mechatronics mit Gesamtbudget von 48 Mio. Euro
Linz (lk) - Oberösterreich erhält ein neues COMET K2 Kompetenzzentrum für Spitzenforschung: Symbiotic Mechatronics steht für einen neuen Forschungsansatz, durch den Maschinen autonom und intelligent agieren sollen. Eingereicht wurde das Projekt von einem Team der Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) und Mechatronik Professoren der Johannes Kepler Universität unter der Federführung von Dipl.-Ing. Dr. Johann Hoffelner (Wissenschaftlicher Geschäftsführer, LCM). Es wurde nun von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG bzw. Wirtschafts- und Infrastrukturministerium mit einer Laufzeit von vorerst vier Jahren und einem Gesamtbudget von 48 Millionen Euro genehmigt. „Die Förderzusage für das COMET K2-Zentrum LCM Center for Symbiotic Mechatronics ist ein Meilenstein in der oberösterreichischen Forschung. Das neue K2 Kompetenzzentrum wird einen massiven Innovationsschub auslösen und den Technologiestandort OÖ weiter stärken“, zeigt sich Forschungsreferent Strugl über die Fördergenehmigung des Bundes erfreut. „Nach der jüngst erfolgten Förderzusage für die Innovationswerkstätte von CAP.future in der Tabakfabrik Linz war unser Bundesland damit einmal mehr erfolgreich im Bemühen um eine wesentliche Bundesunterstützung für seine Forschungs- und Technologiepolitik“, unterstreicht Strugl.

Das neue Zentrum wird im Jänner 2018 starten und ist in die Linz Center of Mechatronics GmbH integriert. Symbiotic Mechatronics ist ein neues Konzept, um die Herausforderung der industriellen Zukunft zusammen mit nationalen sowie internationalen Industrie- als auch wissenschaftlichen Partnern zu meistern. „Monatelange Arbeiten an einem neuen innovativen, zukunftsweisenden Konzept und die Festlegung der Forschungsschwerpunkte für das neue Zentrum haben sich nun ausgezahlt“, freut sich GF Hoffelner. Symbiotic Mechatronics ist ein neuartiges Paradigma für mechatronische Systeme, ein perfektes Zusammenspiel zwischen mechatronischen Systemen ihren Komponenten und deren physischer, digitaler und menschlicher Umgebung”, erklärt er weiter.

„Die Linz Center of Mechatronic GmbH spielt eine sehr wichtige Rolle für die oberösterreichische Industrie und hat sich in den vergangenen Jahren durch viele innovative technologische Entwicklungen ausgezeichnet. Das Land Oberösterreich steuert in den nächsten vier Jahren in Summe acht Millionen Euro zur Finanzierung des COMET K2 Kompetenzzentrums bei. Die weitere Forschungsarbeit am Zentrum wird zu einem massiven Innovationsschub in strategisch wichtigen Segmenten für Oberösterreich beitragen und den Technologiestandort Oberösterreich weiter stärken“, betont LH-Stv. Strugl.
„Als zentraler wissenschaftlicher Partner und Miteigentümer der Linz Center of Mechatronics GmbH freuen wir uns über die Zusage zum neuen K2-Zentrum. Ich danke allen Beteiligten, die den Antrag über viele Monate umfassend vorbereitet und intensiv begleitet haben. Das K2-Zentrum ist ein essenzieller Baustein unserer Strategie, auch international weiter technischer Schrittmacher zu sein“, erklärt JKU-Rektor Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas. „Die JKU ist Innovator, die Mechatronik klar eine unserer Kernkompetenzen, die wir am Puls der Zeit stetig weiterentwickeln. Das LCM ist in Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen anerkannt, mit klarem Blick in die Zukunft“, so Rektor Lukas.

„Mit der massiven Firmenbeteiligung sind die Zentren im COMET-Programm als Vorzeigemodelle einer effizienten Forschungskooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Sinne eines intensiven Technologietransfers zu betrachten. In der koordinierenden Rolle der UAR konnte man das enorme Engagement der Konsortien – insbesondere der wissenschaftlichen Partner sowie der Unternehmen – sehen. Wir freuen uns sehr über den großen Erfolg“, so DI Dr. Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer der Upper Austrian Research GmbH die an der Linz Center of Mechatronics GmbH beteiligt ist.

„Heuer konnten wir zusammen mit unserem Projektpartner Salvagnini, für das Projekt ‚Digitaler Zwilling‘ eine Nominierung für den Hermes Award erreichen. Das ist der internationale Preis für Leitinnovationen, der jährlich auf der Hannover Messe Industrie von der deutschen Bundesregierung vergeben wird“, erwähnt Dipl.-Ing. Gerald Schatz, Geschäftsführer LCM.

Symbiotic Mechatronic Zentrum
In Zukunft werden die Optimierung und der Betrieb von technischen Systemen und deren Interaktion mit veränderlichen Umgebungen ermöglicht. Dazu bedarf es effizienter Modelle und hochentwickelter numerischer Methoden. Die Systeme erfassen ihre Umgebung und kommunizieren mit relevanten Nachbar-Systemen. Sie schätzen die Auswirkung ihrer Entscheidungen ab. Innovative Antriebe setzen diese virtuellen Entscheidungen dann in realen Prozessen um. Das Ziel ist es, neue Anwendungsmöglichkeiten und die Mehrwertgenerierung in verschiedensten Branchen zu verbessern. Dabei wird ein symbiotischer Ansatz verfolgt, der den gegenseitigen Nutzen eines Systems, seines menschlichen Nutzers und der physischen und digitalen Umgebung maximiert. Symbiotische Mechatronik ist ein Designansatz, der über den Tellerrand der klassischen mechatronischen Systeme hinaus denkt und dabei jegliche Umgebungsfaktoren miteinbezieht.

Die 48 Mio. Euro Gesamtbudget setzen sich aus 16 Mio. Euro Bundesunterstützung, 8 Mio. Euro Förderung vom Land OÖ und weiteren 24 Mio. Euro von am Projekt beteiligten Unternehmen zusammen.

Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft
Die Linz Center of Mechatronics GmbH ist Forschungs- und Entwicklungspartner von österreichischen und internationalen Betrieben für Lösungen im Bereich (autonomer) Systeme und Komponenten, sowie für die Weiterentwicklung von Produktionsprozessen. LCM schließt als F&E Dienstleistungsunternehmen typische Lücken zwischen Wissenschaft & Forschung und sorgt so für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. Basis ist die Mechatronik, eine hochentwickelte Technologie, welche die Bereiche Mechanik, Elektronik, Informationstechnologie und Automatisierung auf Prozess-, System- und Komponentenebene integriert.

 

 

 

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