Ohne Bus wär Schluss im öffentlichen Verkehr

 

erstellt am
31. 05. 17
13:00 MEZ

LSth. Rüdisser und LR Rauch: Land und Verkehrsverbund investieren in Vernetzung und Ausstattung von Stadt-, Land- und Ortsbussen
Bregenz (vlk) - Die Bahn ist das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in Vorarlberg, zugleich wurde schon sehr früh mit der Erschließung der Fläche durch Busse begonnen. Jährlich werden rund 67 Millionen Euro in das Linienbusangebot in Vorarlberg investiert, so Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Mobilitätslandesrat Johannes Rauch im Pressefoyer am 30.05.

"Vor allem für ländliche Gemeinden ist eine gute Erschließung durch den öffentlichen Verkehr wichtig, um als Wohn- und Wirtschaftsraum attraktiv zu bleiben", erläuterte Rüdisser. Die hohen Investitionen in das Busnetz gelten vor allem der weiteren Vernetzung, der Bedienungsqualität sowie der Qualität der Ausstattung der Flotte. Das Durchschnittsalter der eingesetzten Stadt-, Land- und Ortsbusse beträgt 4,5 Jahre. Dazu kommen infrastrukturelle Maßnahmen. "Damit der öffentliche Verkehr attraktiv bleibt, gilt es Nadelöhre auf den Straßen zu entlasten, um die Stau- und Fahrzeiten der Busse zu minimieren. Deshalb werden wir unsere Infrastrukturmaßnahmen zur gezielten Busbeschleunigung weiter intensivieren", kündigte Rüdisser an.

Landesrat Rauch verwies auf eine im Auftrag des Landes vom Verkehrsverbund erstellte Studie zur Bedienungsqualität und Erschließungsgüte im öffentlichen Verkehr. Daraus geht hervor, dass 98 Prozent der Vorarlberger Wohnbevölkerung eine ÖV-Haltestelle fußläufig erreichen können. Einen aktuellen Handlungsschwerpunkt sieht Rauch in der Optimierung der Verknüpfungen zwischen Bus und Bahn und mit anderen Verkehrsmodi wie Fahrrad, Carsharing usw.: "Wichtig sind ausreichende Zeitfenster, damit an der Haltestelle oder am Bahnhof der Umstieg von einem Verkehrsmittel in das andere geschafft werden kann."

Ein Beitrag zur Förderung der E-Mobilität wird durch die Anschaffung von Elektrobussen geleistet, so Rauch: "Bis 2020 sollen bereits 20 Linienbusse mit Elektroantrieb unterwegs sein." Und noch im Frühsommer soll es – wie in Feldkirch bereits der Fall – kostenfreies WLAN auch in den Stadtbussen in Bregenz, Dornbirn und Bludenz geben, gegen Jahresende dann auch in Landbussen. Einen neuartigen Weg geht der Verkehrsverbund bei der Bekämpfung von Schwarzfahrern. Insgesamt zehn Mobilbegleiterinnen und Mobilbegleiter haben neben der Fahrscheinkontrolle auch die Aufgabe, die Qualität der Mobilitätsdienstleistung, der Linienfahrzeuge und der Haltestellen zu kontrollieren und die Fahrgäste mit persönlichen Auskünften oder Hilfestellungen zu unterstützen.

 

 

 

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