Landwirtschaftskammern stimmen
 GAP-Verhandlungen ab

 

erstellt am
14. 06. 17
13:00 MEZ

Deutschland und Österreich finden gemeinsame Linie
Krems/Wien (lk-oe) - Namhafte Vertreter der deutschen sowie der österreichischen Landwirtschaft stimmten in Krems die Linie der Landwirtschaftskammern vor den Verhandlungen zur neuen Gemeinsamen EU-Agrarpolitik ab. Dadurch sollen die Interessenvertretungen beider Länder mehr Schlagkraft für den Verhandlungsprozess erlangen. Zudem konnten sich die deutschen Gäste von den agrarischen Besonderheiten Österreichs im Rahmen von Betriebsbesichtigungen überzeugen. Die Teilnehmer kamen aus allen Bundesländern Österreichs und nahmen gemeinsam mit Delegierten aus den deutschen Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein und Bremen am Treffen teil.

Abstimmung auf allen Ebenen

"Die neue Gemeinsame Agrarpolitik muss so ausgerichtet sein, dass sie flächendeckend, wettbewerbsfähig, nachhaltig und bäuerlich bleibt. Das ist das vorrangige österreichische Ziel. Wir sind uns mit unseren deutschen Kollegen einig, dass es wichtig ist, dass auch in Zukunft ein Zwei-Säulen-Modell bestehen bleiben muss. Aber auch der Besonderheit landwirtschaftlicher Märkte muss in der neuen GAP Rechnung getragen werden. Einerseits fordern wir mit den sogenannten 'Flexitools' Marktmaßnahmen, die unseren Bäuerinnen und Bauern künftig mehr Sicherheit geben sollen. Andererseits muss auch der Faktor Herkunft - als Sicherheit für die Konsumenten - noch mehr Gewicht bekommen. In Österreich versuchen wir bereits mit der Initiative 'Unser Essen: Gut zu wissen, wo's herkommt' in den Großküchen des Landes für mehr Transparenz auf den Speisekarten zu sorgen", erklärte dazu LK Österreich-Präsident Hermann Schultes.

"Die Unterstützung der Betriebe aus der GAP bleibt unerlässlich, um die Wirtschaftskraft und die Wertschöpfungspotenziale in ländlichen Räumen zu erhalten und zu stärken", betonte der Präsident des Verbandes der Landwirtschaftskammern in Deutschland, Johannes Frizen. Weiter: "Zusammen mit den Direktzahlungen sind die Finanzmittel aus der zweiten Säule unerlässlich, um die vielfältigen Herausforderungen einer multifunktionalen Landwirtschaft insbesondere im Umwelt- und Klimaschutz bewältigen zu können. Dabei werden Bildung und Beratung weiterhin eine wichtige Rolle behalten, um die Betriebe in den Prozessen der Weiterentwicklung zu unterstützen."

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.lk-oe.at

 

 

 

 

 

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