90-jähriges Jubiläum der Konzertvereinigung
 Wiener Staatsopernchor

 

erstellt am
11. 07. 17
13:00 MEZ

Wien/Salzburg (sf) - Im Jahr 1927 wurde der Chor durch den Chorsänger Viktor Maiwald gegründet. Nach dem Vorbild der Wiener Philharmoniker wollte der Wiener Staatsopernchor Chorliteratur unter Leitung der berühmtesten Dirigenten und Orchester auch außerhalb der Wiener Staatsoper aufführen. Schon das erste Konzert am 10. März 1927 wurde von der Presse als "ein musikhistorisches Ereignis" gerühmt. Unter der musikalischen Leitung von Franz Schalk und mit den Wiener Philharmonikern wurde Bachs h-Moll-Messe im Wiener Musikverein aufgeführt.

Es folgte eine fortwährende Zusammenarbeit mit den größten Dirigenten der Zeit: Arturo Toscanini, Hans Knappertsbusch, der 1937 das geflügelte Wort "hundertköpfiger
Kammersänger" für die Konzertvereinigung prägte, Karl Böhm: "Jeder Dirigent kann sich glücklich schätzen, der mit diesem Ensemble arbeiten darf!", Bruno Walter, Josef Krips, Leonard Bernstein, z. B. bei der aufsehenerregenden Zusammenarbeit mit dem Regisseur Lucchino Visconti bei Falstaff im Rahmen der Wiener Festwochen, Carlo Maria Giulini, Dirigent des ersten Allerheiligenkonzertes, Sir George Solti, der anlässlich des Mozartjahres im Wiener Stephansdom Mozarts Requiem dirigierte oder Zubin Metha, Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti, Franz Welser-Möst und viele andere.

Die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, ein autonomer Verein, hat ein unvergleichlich großes Repertoire. Sie ist in der Lage, Chorliteratur der Renaissance, der Klassik und Hochromantik bis hin zur Moderne stilsicher und in ausgezeichneter musikalischer Qualität aufzuführen und ist seit nunmehr 95 Jahren der erste Chor der Salzburger Festspiele.

Derzeit werden sie in Wien von Thomas Lang betreut, der auch die Matinee anlässlich des 90- jährigen Jubiläums am 19.11.2017 in der Wiener Staatsoper dirigieren wird, und in Salzburg von Ernst Raffelsberger, Chorleiter der Züricher Oper und Dirigent des Konzertes in der Wiener Hofburgkapelle am 1.11.2017.

Der Rückblick auf die letzten 90 Jahre zeigt eine unglaublich große Zahl an künstlerischen Höhepunkten sowohl in Oper als auch im Konzert und weist den Weg zu neuen, schönen Aufgaben für die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor.

Zum 50-jährigen Jubiläum schrieb Walter Hagen-Groll: Diesen Klangkörper zeichnet der immer wieder an sich selbst gestellte Anspruch aus, einer großen und alten Tradition gerecht zu werden. Tradition nicht als selbstgefälliger Rückblick auf eine große Vergangenheit, sondern als Qualitätsmarke, die durch ständiges An-sich-Arbeiten nie unterschritten, sondern stets überboten werden will.

Dieser Anspruch gilt auch 40 Jahre später und soll es auch weiterhin bleiben.

"Die Salzburger Festspiele sind glücklich mit den Sängerinnen und Sängern der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor ein Ensemble zu haben, das sich musikalisch und darstellerisch auf die besonderen Ansprüche der Salzburger Festspiele einlässt", freut sich Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele und selbst Trägerin der Clemens-Krauss- Medaille.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.salzburgerfestspiele.at

 

 

 

 

 

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