AIT holt internationales Bildverarbeitungsforum
 nach Wien

 

erstellt am
06. 09. 17
08:00 MEZ

Center for Vision, Automation & Control positioniert sich verstärkt als Player in der Bildverarbeitungsindustrie
Wien (ait) - Das European Machine Vision Forum ist eine jährliche stattfindende, zweitägige Veranstaltung der European Machine Vision Association (EMVA), in der sich Bildverarbeitungsindustrie und Forschung treffen, um voneinander zu lernen, sich über die neuesten Forschungsergebnisse zu informieren und Probleme von Anwendungen zu diskutieren. Die Teilnehmer kommen aus einer Vielzahl von europäischen Ländern, aber auch aus Übersee, beispielsweise USA, Israel und Brasilien.

Nach dem erfolgreichen Start des Forums in Heidelberg im vergangenen Jahr findet die Veranstaltung heuer vom 6. bis 8. September im Wiener Tech Gate statt. „Wir sind stolz darauf, Gastgeber eines internationalen Forums dieser Größe zu sein, bei dem unter dem Titel „Next Generation Vision Systems“ neue Anwendungsfelder im Bereich der Bildverarbeitung diskutiert werden“, sagt Andreas Vrabl, Head of Center for Vision, Automation & Control am AIT Austrian Institute of Technology.

Neben der Welcome Note von Head of Center Vrabl präsentieren zwei Scientists aus dem Geschäftsfeld High-Performance Image Processing ihre Forschungsschwerpunkte: Svorad Stolc (“Inline Computational Imaging for High-Performance Industrial Applications“) und Ernst Bodenstorfer (“Towards more flexible image sensors for multi-modal in-line image acquisition”).

Das AIT präsentiert sich beim Forum mit zwei Schwerpunktthemen: Der xposure Camera und dem Inline Computational Imaging. Mit einer Ausleserate von 600.000 Zeilen pro Sekunde ist die xposure Camera ein Meilenstein in Richtung ultraschneller und hochqualitativer Bildgebung. Die Sensor-Architektur besteht aus insgesamt 60 Zeilen und erlaubt Zeilenraten von 600 kHz für einzelne Zeilen, 200 kHz für RGB und eine Framerate von 10 kHz für alle 60 Zeilen. Das ermöglicht beispielsweise Aufnahmen mit einer Auflösung von 0,018 mm bei einer Transportgeschwindigkeit von 36 km/h. Damit werden selbst kleinste Haarrisse auf Oberflächen detektiert. Doch auch für Inspektionsaufgaben bei deutlich höheren Geschwindigkeiten kann der Sensor hervorragend eingesetzt werden – so ist etwa bei Geschwindigkeiten von 324km/h eine Bildauflösung von 0,15 mm erreichbar.

Computational Imaging ist ein schnell wachsendes neues Forschungsfeld, das neue Bilderfassungstechnologien mit intelligenten Algorithmen kombiniert. Ziel ist es, Bildinformationen zu extrahieren, die nicht durch konventionelle Bildverarbeitung abgeleitet werden können. Anstelle der Verwendung mehrerer Kameras nutzt unser Inline-Computational Imaging-Ansatz nur eine Multi-Linescan-Kamera, die gleichzeitig mehrere Objektansichten erfasst. Durch eine leistungsstarke rechnerische Verarbeitung der Lichtfelddaten ist es unter anderem möglich, Tiefeninformationen des Objekts abzuleiten.

 

 

 

Weitere Informationen:
http://www.emva-forum.org

 

 

 

 

 

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