Weniger Unfälle und Verletzte von Jänner bis Juni 2017

 

erstellt am
20. 09. 17
13:00 MEZ

Bei Verkehrstoten niedrigstes Halbjahresergebnis seit 1961
Wien (statistik austria) - Von Jänner bis Juni 2017 ereigneten sich auf Österreichs Straßen 17.017 Verkehrsunfälle, bei denen 21.528 Personen verletzt wurden. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 sank die Zahl der Unfälle um 1,1% (-183), jene der Verletzten um 1,0% (-212), wie aus vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria hervorgeht. Die Zahl der Verkehrstoten (170) sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 bzw. 10,5%. Damit liegt das bislang niedrigste Halbjahresergebnis der ab 1961 einheitlich geführten Unfallstatistik vor. 120 (71%) der insgesamt 170 Todesopfer kamen durch Unfälle auf Freilandstraßen ums Leben, 50 (29%) in Folge von Unfällen im Ortsgebiet.

Weniger Unfälle als in der vergleichbaren Vorjahresperiode gab es lediglich im April 2017 (-13,2%) sowie im Februar (-6,7%), wobei der Rückgang im Februar bei Berücksichtigung des Schalttages 2016 geringer ausfiele (-2,0%; am 29. Februar 2016 ereigneten sich 93 Unfälle mit 109 Verletzten und einem Todesopfer).

Mehr Unfälle in vier Bundesländern
In vier Bundesländern stieg die Zahl der Unfälle, wobei die prozentuell höchsten Zunahmen in Tirol (+12,3%) bzw. im Burgenland (+8,4%) gemeldet wurden. In diesen beiden Bundesländern gab es auch bei der Zahl der Verletzten die höchsten Anstiege. In Salzburg und in der Steiermark beträgt das Plus bei Unfällen jeweils weniger als 2%.

Die Zahl der Todesopfer reduzierte sich in Tirol sowohl absolut als auch prozentuell am stärksten (-8 Todesopfer; -42%). Weniger Verkehrstote gab es im 1. Halbjahr 2017 auch in Oberösterreich (-7), in der Steiermark und in Wien (je -5) sowie in Kärnten (-2).

Weniger getötete Radfahrer, Pkw-Insassen und Fußgänger
Im 1. Halbjahr 2017 wurden insbesondere weniger Radfahrer getötet (9 gegenüber 21 im 1. Halbjahr 2016; -12), es kamen auch weniger Fußgänger (31; -4) durch den Straßenverkehr ums Leben. 78 Personen (-10) verunglückten in Pkw tödlich, das sind 46% aller Verkehrstoten. Zweitgrößte Gruppe (24%) sind mit 41 Getöteten (+9) Aufsassen einspuriger Kraftfahrzeuge.

Weniger Alkoholunfälle und dabei Verletzte, aber mehr Todesopfer
Die Zahl der Unfälle mit alkoholisierten Beteiligten ging um 4,1% auf 1.026 zurück, jene der dabei Verletzten um 5,9% auf 1.305. 19 Personen, gegenüber sieben im Vorjahreszeitraum, wurden bei Alkoholunfällen getötet. Diese Zahl unterliegt einer hohen Schwankungsbreite (2014: 21, 2015: 10) und hängt stark von Einzelereignissen ab.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zur Statistik der Straßenverkehrsunfälle finden Sie auf unserer Webseite. Daten zu den Straßenverkehrsunfällen 2013 bis 2016 finden Sie u. a. auch in der "Interaktiven Verkehrsunfallkarte", die jährlich aktualisiert wird.

 

 

 

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