Kasachstans Botschafter Kairat Sarybay in Kärnten

 

erstellt am
29. 09. 17
13:00 MEZ

Empfang durch LR Holub und LT-Präsident Rohr – Energiegespräche zwischen Kärnten und Kasachstan
Astana/Wien/Klagenfurt (lpd) - Der Botschafter Kasachstans in Österreich, Kairat Sarybay, war am 28. September in Kärnten. In der Kärntner Landesregierung wurde er von Landtagspräsident Reinhart Rohr (in Vertretung von Landeshauptmann Peter Kaiser) und Landesrat Rolf Holub willkommen geheißen. Begleitet wurde er vom Gesandten Valerij Sitenko. Weitere Gäste waren Peter Sandriesser, Kärntens Honorarkonsul für Kasachstan, und Fachreferent Stefan Merkac (Büro LR Holub). Zum anschließenden Informationsaustausch gekommen waren auch Firmenvertreter aus dem Umwelt- und Energiebereich aus Kärnten. Der Botschafter trug sich auch in das Gästebuch des Landes ein.

„Es ist mir eine große Ehre, Sie in Kärnten zu begrüßen“, sagte Rohr und bekundete seitens des Landes großes Interesse an weiteren Kontakten und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Kärnten und Kasachstan. Hervorgehoben wurden der Kooperationsvertrag zwischen Kärnten und Kasachstan sowie der Besuch der Kärntner Wirtschaftsdelegation der Expo 2017 in Kasachstans Hauptstadt Astana, an der auch LH Kaiser und LR Holub teilgenommen haben. „Wir hoffen, dass die wirtschaftlichen Beziehungen durch die direkten Gespräche verstärkt werden“, sagte Rohr.

Der Landtagspräsident war auch in Astana und sagte, dass er tief beeindruckt sei von dieser Stadt und ihrer rasanten Entwicklung. Rohr wies auf viele wirtschaftliche und technologische Stärken Kärntens hin und sagte, dass etwa Digitalisierung und alternative erneuerbare Energien auch vor dem Hintergrund des Klimawandels und im Interesse der Nachhaltigkeit forciert werden müssten.

Der Botschafter unterstrich die guten Beziehungen zu Österreich und Kärnten und sagte, dass die Expo 2017 ein großer Erfolg gewesen sei- auch für die Energiewende. Er plädierte dafür, die gemeinsamen Chancen auszubauen. Dabei sollten die bürokratischen Wege verkürzt werden. Kasachstan müsse seine Industrie ausbauen und die Transportinfrastruktur reformieren. Er danke der Landesregierung sowie auch NRAbg. Christine Muttonen und insbesondere Honorarkonsul Sandriesser herzlich für die vielfältigen Engagements im Interesse der Kooperation beider Länder, so der Botschafter.

Energielandesrat Rolf Holub wies auf die seit Ende 2016 bestehende Kooperationsvereinbarung zwischen Kärnten und Südkasachstan hin und informierte, dass im Energiebereich bereits einige Umsetzungsschritte gesetzt worden seien. „Die Kärntner Energiewirtschaftsdelegation konnte bei ihrem Besuch im Juli in Kasachstan wichtige Kontakte knüpfen und wertvolle Aufträge lukrieren“, so Holub. So habe das Unternehmen Weissenseer ein Musterhaus in Astana gebaut und gemeinsam mit Kärnten Solar per Photovoltaik-Anlage energieautark gestaltet. In Zukunft sollen von den beiden Unternehmen 200 solcher Häuser in Kasachstan errichtet werden. GREENoneTEC wiederum plane eine Produktionseinheit in Kasachstan, zudem loten weitere Kärntner Windkraftunternehmen derzeit Umsetzungsmöglichkeiten aus: „Die Wirtschaftskontakte konnten verstärkt werden und Kärntner Unternehmen profitieren direkt von den Investitionen Kasachstans in die Energiewende“, so Holub. Kasachstan stehe derzeit bei 1 Prozent Erneuerbaren Energieträgern: „Entsprechend groß sind die Investitionsmöglichkeiten vor Ort“, so der Energiereferent.

Die Gespräche in der Landesregierung drehten sich vor allem um die Umsetzung der Energiewende, die in Kärnten sehr erfolgreich verlaufe: „Mit unseren Vorzeigeunternehmen und unserem Know-how im Erneuerbaren Energiebereich ist Kärnten ein wichtiger Partner für Kasachstan. Biogas, Sonnenkraft, Windenergie sowie Passivhausbau waren die zentralen Themen der heutigen Gespräche“, so Holub. Zudem werden vom Land Kärnten sechs „Energie-Stipendien“ an junge Kasachinnen und Kasachen zur Verfügung gestellt, damit gelinge der Wissenstransfer noch besser. Botschafter Sarybay, der bei seinem Kärnten-Besuch die Unternehmen GREENoneTEC und Kioto Solar besuchte, betonte die Bedeutung der Kooperationsvereinbarung zwischen Kärnten und Kasachstan, der den direkten Austausch in Sachen Energiewende ermögliche.

 

 

 

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