Vernissage "sync"

 

erstellt am
12. 03. 18
13:00 MEZ

Cornelia Hofstädter und Marion Reisinger – Ausstellungsbrücke, Regierungsviertel St. Pölten
St. Pölten (ausstellungsbrücke) - In der von 22. März bis 6. Mai 2018 laufenden Ausstellung präsentiert die Ausstellungsbrücke im Landhaus St. Pölten die Künstlerinnen Cornelia Hofstädter und Marion Reisinger. Im Titel "sync", der sich aus dem griechischen syn (zusammen) und chronos (Zeit) zusammensetzt, betonen die Künstlerinnen den Moment des zeitlichen Aufeinanderabstimmens. Zur Ausstellung spricht Günther Oberhollenzer, Kurator der Landesgalerie Niederösterreich.

Cornelia Hofstädter, geboren in Baden, lebt und arbeitet in Baden und Wien. Sie studiert bei Prof. Judith Eisler an der Universität für angewandte Kunst in Wien Malerei und Animationsfilm, absolviert parallel ein Biologiestudium und studiert derzeit Humanmedizin. Im Zentrum ihres künstlerischen Interesses steht der Kontrast zwischen naturwissenschaftlichen Fakten (Form, Funktion, Regulation) und dem Wesen des Emotionalen. Dabei sollen diese unterschiedlichen Ebenen nicht im Gegensatz stehen, sondern einander ergänzen. Es entstehen zumeist Serien. Eine Zelle, die kleinste Einheit des Lebens, ist ein offenes System, welches im Stoffaustausch mit seiner Umwelt steht, sich ernährt und vermehrt (DNA: Verdopplung und Teilung) - die Zelle als Grundeinheit bis hin zu Zellverbänden, die als Teil eines Organismus eine bestimmte Funktion übernehmen. Im Vordergrund steht dabei eine ständige Abwechslung der verschiedenartigen Herangehensweisen - logisch und intuitiv - um in Bildidee und Form schichtweise zu erfassen, was sich hinter dem und im Lebendigen verbirgt. Durch den Prozess des ständigen Überarbeitens entstehen Zeichnungen und übermalte Werke, die diesem Hin- und Herwechseln zwischen der wissenschaftlichen und der künstlerischen Perspektive entsprechen.

Marion Reisinger, geboren in Tulln an der Donau, aufgewachsen am Wagram in NÖ, lebt und arbeitet in Linz, wo sie an der Kunstuniversität Malerei und Grafik bei Ursula Hübner und Kulturwissenschaften studiert. Die Künstlerin versteht Malerei als Prozess. Von der narrativen Erzählweise kommend, gilt ihr Interesse immer mehr dem Moment zwischen Figuration und dem Formalen. Geometrische Schatten auf Fliesen, lineare Muster oder organische Strukturen an Hausfassaden, Öllachen, das dumpfe Rauschen und die Unschärfe eines Film-Stills, feiner Sprühregen auf einer schmutzigen Autoscheibe und andere Alltagsphänomene können als Ausgangsgedanke für eine Herangehensweise dienen, möchten aber nicht abgebildet werden, sondern lediglich in den Bildfindungsprozess miteinfließen, der großteils intuitiv erfolgt. Meist kleinformatig, mitunter aber auch in Großformaten, arbeitet sie ausschließlich in Öl auf Leinwand, Papier und Holz. Die meisten Arbeiten entstehen nebeneinander und oft über einen langen Zeitraum. Serien gibt es keine, jedoch haben viele Bilder eine Verbindung zueinander. So können in diversen Ausstellungskonzepten durch unterschiedliche Anordnungen verschiedene Bezüge zueinander hergestellt werden. Jedes Werk beansprucht allerdings auch Singularität. In der Ausstellung sind Arbeiten aus den Jahren 2015 bis 2018 zu sehen.

 

 

 

Weitere Informationen:
http://www.marionreisinger.com
http://www.ausstellungsbruecke.at
Allgemeine Informationen:
http://www.noel.gv.at

 

 

 

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