Neues Gesetz: Mehr Aufträge für unsere Landwirte

 

erstellt am
23. 03. 18
13:00 MEZ

Neues Vergabegesetz als Chance für die Bauern / Ministerin Elisabeth Köstinger und Landesrat Josef Schwaiger bei Salzburger Land-Ei
Wien/Salzburg (lk) - Die zwei verstehen sich - und das liegt nicht nur an den gemeinsamen Ressorts. Die neue Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger, stattete Agrarlandesrat Josef Schwaiger am 23. März einen Besuch ab. Hauptthema: Das neue Bundesvergabegesetz, das noch im Frühling verabschiedet werden soll. "Eine große Chance für unsere Landwirte, denn die Neuerung sieht vor, dass jetzt alle Lebensmittel regional ausgeschrieben werden können. Heißt konkret: Große Betriebe wie zum Beispiel die Landeskliniken können ausschließlich auf heimische Produkte zurückgreifen", fasste Schwaiger zusammen. Unsere Bauern "packen" das, sind gut aufgestellt, wie der Besuch beim Vorzeigebetrieb Salzburger Land-Ei zeigte.

4,5 Millionen Euro. Die geben die Salzburger Landeskliniken pro Jahr für Lebensmittel aus. Das neue Bundesvergabegesetz ermöglicht Großbetrieben ausschließlich auf heimische Lebensmittel zu setzen. "Das ist nicht nur für unsere Landwirte ein Vorteil und sichert ein erfolgreiches Wirtschaften, sondern auch für die Konsumenten. Produkte, bei denen man genau weiß, wo sie herkommen, sind immer begehrter, ein begrüßenswerter Trend", betonte Schwaiger als er zusammen mit der neuen Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus einen der vielen Salzburger Vorzeigebetriebe in Seekirchen besuchte. Dort werden auf dem Hof der Familie Mösl die Salzburger Land-Eier sortiert und verpackt, ein Erfolgskonzept. Und ein Beleg, dass unsere Bauern das Land versorgen können, wie Bundesministerin Elisabeth Köstinger bei ihrem Antrittsbesuch im Flachgau fand. "Wir müssen mit den Besten und nicht mit den Billigsten konkurrieren. Die Menschen in Österreich möchten Lebensmittel in Top-Qualität. Unsere Bauern sorgen dafür und das muss belohnt werden." Und die Ministerin rechnete vor: "2,5 Millionen Österreicher nehmen ihre Mahlzeiten in den Kantinen zu sich. 85 Prozent der Konsumenten wollen wissen, wo diese Mahlzeit herkommt." Schwaiger und Köstinger sehen in dieser Hinsicht noch viel Potenzial in Salzburg. Der Landesrat fasste zusammen: "Vor wenigen Jahren war es zum Beispiel in den Landeskliniken oberste Priorität, billig einzukaufen, egal wo die Lebensmittel herkamen. Man hat umgedacht, jetzt kommen fast 62 Prozent aus der Region." Aus Niederösterreich und Kärnten weiß man: Es wird dadurch auch nicht eklatant teurer, "dafür kommen Wirtschaftskreisläufe in der Region in Schwung", so Köstinger.

18 Millionen Eier pro Jahr aus Salzburg
Gemeinsam vermarkten die 14 Mitgliedsbetriebe ihre Produkte, genau sind das 18 Millionen Eier. Vier Millionen davon gehen direkt über die Genossenschaft an den Lebensmitteleinzelhandel, so dass jeder Salzburger zu heimischen Produkten greifen kann. "Die restlichen 14 Millionen werden von unseren Mitgliedern selbst vermarktet, durch den Ab-Hof-Verkauf, an die Gastronomie, Direktzustellungen und so weiter", rechnet Christoph Buttenhauser von der Genossenschaft vor. Jetzt vor Ostern bekommen die Eier zusätzlich Farbe, genau sind es 400.000, die von den Kindern dann gesucht werden oder zum Eierpecken dienen, auf jeden Fall aber von höchster Qualität sind. Die eigenen Sortier- und Verpackungsbetriebe in Seekirchen und auch in Annaberg am Betrieb Bergland-Ei garantieren die optimale Wertschöpfung für die Bauern.

Heimische Produkte auf dem Ostertisch
"Die Landwirte müssen Nischen finden, um erfolgreich wirtschaften zu können. Die Eierproduktion ist so eine Möglichkeit, denn es könnten mehr aus Salzburg kommen, da gibt es noch Potenzial", weiß Landesbäuerin Elisabeth Hölzl. "Gerade jetzt zu Ostern appelliere ich an alle, ihren Festtisch mit heimischen Produkten zu decken. Wir leben in einem Schlaraffenland, haben das Beste vom Besten dank unserer Bauern vor der Haustüre, das sollten wir genießen und auch unterstützen", so Hölzl, die auch auf die Schlüsselrolle der Bäuerinnen bei der Pflege der vielen Osterbräuche hinwies, denn dass sei "wichtig für die ganze Familie und für ein schönes Fest".

 

 

 

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