St. Pölten wird „Die lernende Stadt“

 

erstellt am
20. 04. 18
13:00 MEZ

St. Pölten (stadt) - St. Pölten hat sich auf den Weg gemacht, um sich zu einem Modell und zu einer zugkräftigen Marke als Bildungsstandort zu entwickeln. Der dafür initiierte Masterplan Bildung wird auf der Substanz des im Herbst präsentierten „Weißbuch Bildung“ aufsetzen. Arbeitsgruppen werden Erfahrungen und Ideen aus dem Lehrbetrieb ebenso wie aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft sammeln. – „Wir werden den Begriff der Bildung über die Schulen hinaus breit fassen!“ kündigte Bürgermeister Matthias Stadler am 19. April bei der Auftaktveranstaltung „Die lernende Stadt“ im Landestheater NÖ in St. Pölten an.

Experten wie Erfolgsautor und Regierungsberater Andreas Salcher, engagierte Fragen aus dem Publikum, ein nahezu gefülltes Landestheater NÖ in St. Pölten: Die Auftaktveranstaltung zur Masterplan-Initiative „Die lernenden Stadt“ machte den Stellenwert des Themas Bildung für den künftigen Lebens- und Wirtschaftsstandort St. Pölten deutlich.

Von der Substanz zur Vision
Die Ergebnisse des Weißbuchs Bildung zusammenfassend, verwies der Bildungsbeauftragte der Stadt, Josef Kolarz-Lakenbacher, auf die „Substanz der Bildungshauptstadt St. Pölten“: Leitkompetenzen in Bereichen wie der Bahntechnologie sowie Gesundheit und Soziales, dazu durchgängige Bildungspfade über ein breit gefächertes Bildungsangebot. Und als Vision für den Bildungsstandort: „Die Voraussetzungen, um Meisterschaft und Mastership, Anwendungswissen und Lehre fruchtbar miteinander zu verschränken.“ Die Rahmenbedingungen für künftige Generationen stehen für Bürgermeister Matthias Stadler auf dem Spiel, der den „Kompetenzdschungel zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und Privaten“ in der Bildung kritisiert: „Wir werden den Begriff der Bildung breit fassen und neue Potenziale heben, indem wir uns am Standort St. Pölten über Systemgrenzen hinweg verständigen!“

Während Bildungsexperte Andreas Salcher die entscheidende Rolle von Bildungsfreude und sozialen Kompetenzen unterstrich, zollte Peter Skalicky als ehemaliger Rektor der TU Wien Anerkennung dafür, dass der Masterplan-Ansatz in St. Pölten nicht dem „Akademisierungs- und Diplomierungswahn“ folge.

Der Weg zum Masterplan
Zahlreiche Anmeldungen zu den vier Arbeitsgruppen schufen die angepeilte breite Basis für die Entwicklung des Masterplans. Jeweils geführt von pronouncierten VertreterInnen aus Bildung und Wirtschaft werden die Arbeitsgruppen bis zum Herbst Erfahrungen und Ideen einbringen. Eine Steuerungsgruppe gemeinsam mit Vertretern der Stadt wird die Ergebnisse in der Folge konsolidieren und in konkrete Prioritäten, Initiativen und Maßnahmen für den Bildungsstandort St. Pölten über die kommenden 10 bis 15 Jahre übersetzen. Für das Frühjahr 2019 ist die öffentliche Präsentation des Masterplans „die lernende Stadt“ vorgesehen.

 

 

 

Weitere Informationen:
http://www.st-poelten.gv.at/Content.Node/buergerservice/Weissbuch_Bildung.at.php

 

 

 

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