Schramböck: Fördermodell FISA weiter auf Erfolgskurs

 

erstellt am
14. 05. 18
13:00 MEZ

Evaluierung der wirtschaftlichen Filmförderung durchwegs positiv - Wertschöpfung und Sichtbarkeit des Produktionsstandortes Österreich international stark erhöht
Wien (bmdw) - Das Fördermodell „Filmstandort Austria“ (FISA) des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort konnte bei der kürzlich durchgeführten externen Evaluierung erneut mit einer starken Performance überzeugen. Seit der Einführung im Jahr 2010 hat sich das Fördermodell kontinuierlich zu einem wesentlichen Bestandteil der österreichischen Förderlandschaft entwickelt, so das Ergebnis. „Die Filmwirtschaft und ihre nachgelagerten Dienstleistungen sind ein wichtiger Wirtschafts- und Imagefaktor für Österreich. Jeder Euro Förderung durch FISA führt mittlerweile zu 5,65 Euro an zusätzlichem Umsatz für die österreichische Filmwirtschaft“, so Wirtschaftsministerin Schramböck.

Durch die gesetzliche Absicherung der Fördermaßnahme im Filmstandortgesetz 2014, konnte die Planungssicherheit nachhaltig verbessert und der Produktionsstandort für den internationalen Markt interessanter gestaltet werden. Diese Maßnahme und das durch FISA gestiegene jährliche Gesamt-Produktionsbudget tragen maßgeblich zur Auslastung und Stabilisierung der österreichischen Filmwirtschaft bei, so der Evaluierungsbericht. Die von FISA geförderten Filme erreichen mehr Besucherinnen und Besucher in Europa als in Österreich selbst. Besonders erfolgreich war die Aufnahme von Serviceproduktionen (internationale Produktionen) in den Kreis der Förderungsempfänger. Jeder ausgegebene Förder-Euro von FISA führt bei Serviceproduktionen zu 8,3 Euro Gesamtausgaben in Österreich, etwa für Sicherheit, Technik, Logistik, Catering etc. So hat etwa der Dreh des James Bond Filmes „Spectre“ im Jahr 2015 bei 800.000 Euro FISA-Förderung Gesamtausgaben von 15,8 Millionen Euro in Österreich ausgelöst. „Internationale Großproduktionen suchen sich ihre Drehorte nach vielen Faktoren aus. Österreich punktet hier neben seiner attraktiven und vielfältigen Kulisse vor allem durch das hohe Niveau der Firmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Blockbuster wie James Bond, Mission Impossible oder so genannte Bollywoodfilme präsentieren den Standort vor einem Millionenpublikum und lösen wichtige Wertschöpfungsimpulse in den jeweiligen Regionen aus“, so Schramböck.

FISA fit für zukünftige Herausforderungen
Die Evaluierung gibt auch Empfehlungen für zukünftige Weichenstellungen. So sollen in Zukunft unter anderem die administrativen Abläufe weiter optimiert werden und das Erfolgsmodell der Serviceproduktionen weiter ausgebaut werden. „Wir wollen weiter am Puls der Zeit bleiben. Gerade die Filmwirtschaft befindet sich durch Streamingdienste in einem gewaltigen digitalen Umbruch. High-End TV Produktionen liegen im Trend und bieten großes Potential für den österreichischen Produktionsstandort“, erläutert Schramböck.

Laut Filmwirtschaftsbericht erzielen 2.300 Unternehmen der österreichischen Filmwirtschaft jährlich Umsätze in Höhe von EUR 921 Millionen bei 7.900 Beschäftigten. Ein wesentlicher Bereich innerhalb der Filmwirtschaft ist die Herstellung von Kino- und TV-Produktionen, da dieser etwa drei Viertel der Unternehmen mit je 60 Prozent an Umsätzen und Beschäftigten auf sich vereint. FISA – Filmstandort Austria ist das Förderprogramm des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort zur Unterstützung von Kinofilmproduktionen. Es werden österreichische Produktionen, österreichisch-ausländische Koproduktionen und internationale Produktionen (Serviceproduktionen) im Rahmen der Herstellung unterstützt. Die Herstellungskosten müssen bei Spielfilmen mindestens 2,3 Millionen Euro und mindestens EUR 350.000.- bei Dokumentarfilmen betragen. Die Förderung ist mit einem Jahresbudget von 7,5 Millionen Euro ausgestattet. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme sind die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und Location Austria, eine Abteilung der ABA – Invest in Austria betraut. FISA hat zwischen 2011 und 2017 insgesamt 137 Projekte gefördert, davon 50 Dokus und 87 Spielfilme.

 

 

 

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