Grenzüberschreitendes Brückenfest:
 „Mir pfiffand uf’d Grenz!“

 

erstellt am
25. 06. 18
13:00 MEZ

Besonderes Fahrradfest auf der Grenzbrücke zwischen Höchst und St. Margrethen – LR Rauch: Radverkehr hört natürlich nicht an der Grenze auf
St. Margarethen/Höchst/Bregenz (vlk) -Seit zwei Jahren arbeiten die Gemeinden im St. Galler und Vorarlberger Rheintal intensiv für mehr Radverkehr imRahmen der Initiative „Velotal Rheintal“ zusammen. Das wurde jetzt so richtig gefeiert: Die Gemeinden Höchst und St. Margrethen luden am 24. Juni zu einem großen Fest auf der eigens für den KFZ-Verkehr gesperrten Grenzbrücke. Das Highlight: Ein neues Radbarometer zählt, wieviele Radfahrende – oder Velofahrende – auf dem neuen Radweg über die Brücke zukünftig unterwegs sind. „Radverkehr hört natürlich nicht an der Grenze auf“, betonte Mobilitätslandesrat Johannes Rauch.

„Die Zusammenarbeit mit dem St. Galler Rheintal ist mir dabei ein großes Anliegen und dass die beiden Gemeinden diese Initiative so aktiv aufnehmen, freut mich besonders“, sagte Landesrat Rauch: „Mein großer Dank gilt allen, die geholfen haben, dieses Fest zu realisieren. Die vielen Radlerinnen und Radler, die zum Fest gekommen sind, zeigen, was auch unsere Zählstellen täglich beweisen: Radverkehr ist längst kein Nischenprodukt mehr, sondern gehört für viele schon selbstverständlich zum Alltag dazu.“

Auch der Kanton St. Gallen unterstützt die Initiative, wie Marcel John, Leiter des Tiefbauamts berichtete: „ Alle Studien zeigen: Radverkehr braucht hervorragende Infrastruktur. Es war uns ein großes Anliegen im Zuge des Neubaus der Grenzbrücke auch die Infrastruktur für Radfahrende zu verbessern. Die beste Infrastruktur nutzt aber nichts, wenn niemand darauf fährt: Im Zuge des Projekts Velotal möchten wir daher Lust und Laune auf mehr Radverkehr wecken“.

Frequenzsteigerung erwartet
Bei der letzten Zählung 2016 waren pro Werktag 535 Radlerinnen und Radler über die Grenzbrücke unterwegs. Zukünftig sollen es mehr werden, und das für alle sichtbar: Das Velotal-Radbarometer zeigt für alle an, wieviele Radfahrende schon unterwegs waren.

„Ich bin sicher, das werden viele sein“, sagte der Höchster Bürgermeister Herbert Sparr: „Radverkehr ist bei uns im Ort ein zentrales Anliegen der Bürger und Bürgerinnen. Dabei fahren wir oft über die Brücke, z.B. zum Bahnhof St. Margrethen. Die Staatsgrenze merkt man auf dem Fahrrad kaum – kein Stau, keine Wartezeiten. Dieses Miteinander haben wir heute mit den vielen RadlerInnen gebührend gefeiert.“

Reto Friedauer, Gemeindepräsident von St. Margrethen ergänzte: „Von guten Veloinfrastrukturen profitieren wir alle. Mit dem Velo sind Ziele auf beiden Seiten des Rheins wunderbar erreichbar, flach, direkt und bequem. Das erhöht die Lebensqualität in unserem Tal: Denn wie viel Freude Velofahren macht haben wir heute eindrucksvoll erleben können.“

Hunderte Menschen feierten das gemeinsame Radfahren vor dem Zollplatz. Ein buntes Rahmenprogramm stand zur Verfügung, von Radshows, Radball, Kunstradeinlagen und breitem Kinderprogramm bis hin zu Konzerten der beiden Musikvereine.

Velotal Rheintal
Velotal Rheintal ist eine Initiative des Landes, des Kantons und der Gemeinden des Vorarlberger und St. Galler Rheintals. Ziel ist es, die Freude am Radfahren östlich und westlich des Rheins und vor allem grenzüberschreitend zu wecken und zu fördern.

Die Talebene im Rheintal bietet beste Voraussetzungen, um das Fahrrad zu nutzen – sowohl sportlich in der Freizeit als auch für die alltägliche Mobilität. Velotal Rheintal will auf das bereits bestehende Radwege-Netz hinweisen und dieses künftig verbessern und ausbauen. Seit 2017 läuft das Projekt unter dem Dach des Vereins Agglomeration Rheintal.

 

 

 

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