St. Pöltner Altlast „Glanzstoff Spinnerei“
 wird um 1,4 Mio. Euro saniert

 

erstellt am
21. 06. 18
13:00 MEZ

Pernkopf zum Vorsitzenden der Österreichischen Altlastensanierungs-Kommission gewählt
Wien/St. Pölten (nlk) - Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf wurde am 20. Juni in der Kommissionssitzung des Österreichischen Altlastensanierungsfonds als Vorsitzender wiedergewählt. Seit 2009 leitet Pernkopf dieses Bundesgremium, das jährlich rund 35 Millionen Euro Fördermittel für die Sanierung von Boden- und Grundwasserverunreinigungen genehmigt. Die Mittel stammen aus den Altlastensanierungsbeiträgen, allein in der gestrigen Sitzung wurden Sanierungsvorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 25 Millionen Euro bewilligt.

Für Niederösterreich wurde die Sanierung und Sicherung der Altlast „Glanzstoff Austria – Spinnerei“ in St. Pölten mit einem Fördervolumen von 1,1 Millionen Euro und einem voraussichtlichen Gesamtaufwand von 1,4 Millionen Euro genehmigt. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Industriestandort, bei dem es durch den jahrzehntelangen Betrieb zu Grundwasserverunreinigungen mit Zink gekommen ist. Im Zuge des Projekts wird das Areal nun fachmännisch umschlossen und drainiert. Die Detailplanungen können damit nun starten, die Sanierungsmaßnahmen können dann voraussichtlich im Mai 2021 starten und werden bis Herbst 2022 dauern. Große Teile der ehemaligen Fabrik wurden bereits vor rund 15 Jahren saniert, weitere Teilbereiche werden im Moment noch von Experten untersucht.

LH-Stellvertreter Pernkopf: „Mit der Sanierung der alten Spinnerei machen wir einen wichtigen Schritt für die Umwelt und zur Entwicklung dieses für die Stadt St. Pölten wichtigen Gebiets. Damit kann aus dem ehemaligen Industriekomplex ein hochwertiges Zukunftsgebiet für die Landeshauptstadt werden. Das ist besser, als auf der Grünen Wiese zu bauen, verkürzt Wege und stärkt das Zentrum.“

Die Kommission in Angelegenheiten der Altlastensanierung bewertet im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus die Förderansuchen von Gemeinden und Betrieben und besteht aus Vertreterinnen und Vertreter der Länder, Gemeinden und Städte sowie Interessensvertretungen Zu Pernkopfs Stellvertretern wurden die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima sowie der Nationalratsabgeordnete Walter Rauch gewählt.

„Die Umweltförderung des Bundes ermöglicht zügige Sanierungen und ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz des Grundwassers als Trinkwasserreserve. Ich gratuliere Stephan Pernkopf sehr herzlich zur Wahl und freue mich auf die Zusammenarbeit“, betont Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.

Pernkopf: „Ein gesunder Boden und sauberes Grundwasser sind wesentliche Grundlagen für die hohe Lebensqualität in Österreich. Mit den Mitteln der Altlastensanierung können wir einen großen Beitrag leisten, bestehende Umweltgefährdungen zu beseitigen und eine intakte Umwelt für nachfolgende Generationen zu sicher.“

In Niederösterreich gibt es derzeit insgesamt 83 Altlasten, von denen bereits 51 saniert wurden. Bei 32 Altlasten laufen derzeit die Planungen für Sanierungsmaßnahmen. Das größte laufende Sanierungsprojekt in Niederösterreich betrifft die ehemalige Alu-Schlackedeponie bei Wiener Neustadt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.noel.gv.at

 

 

 

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