KAV-Pflegewohnhäuser stellen
 die Palliativversorgung neu auf

 

erstellt am
20. 06. 18
13:00 MEZ

Bis 2025 wird ein umfassendes Aus- und Fortbildungsprogramm die höher qualifizierte palliative Versorgung sicherstellen – Bitte Sperrfrist bis 13 Uhr beachten
Wien (rk) - Im Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) wurde jetzt das Projekt HPCPH (Hospiz und palliative care/Palliativversorgung im Pflegeheim) nach einem zweijährigen Aus- und Fortbildungsprozess erfolgreich abgeschlossen. Am 20. Juni überreichte der Dachverband Hospiz Österreich dem Pflegewohnhaus die Abschluss-Urkunde.

„Nach dem Pflegewohnhaus Meidling und dem Geriatrienzentrum Floridsdorf ist dies nun schon das dritte ausgebildete Haus. Damit liegen wir mit unserem Zeitplan voll im Plan: Bis 2025 soll in allen Geriatriezentern und Pflegewohnhäusern des KAV bzw. dann der Wien Kliniken eine systematisierte und strukturierte Palliativkultur entwickelt und zertifiziert sein“, kündigt die Direktorin der KAV-Teilunternehmung Pflegewohnhäuser & Geriatriezentren (TU PWH) Susanne Drapalik an.

Der Mensch und nicht dessen Krankheit stehen im Mittelpunkt
Hospiz und Palliativversorgung ist die ganzheitliche Betreuung eines schwer erkrankten bzw. rund um die Uhr pflegebedürftigen Menschen. Dabei steht nicht die Krankheit im Mittelpunkt, sondern der Mensch in seiner schicksalhaften Lebenssituation. „Der Dachverband Hospiz Österreich ist mit der Umsetzung beauftragt. Das Ziel: Alle Pflegewohnhäuser und Geriatrienzentren – elf Häuser mit rund 3.000 Bewohnerinnen und Bewohnern – werden so Sensibilität im Bereich Palliativversorgung sowie palliativpflegerisches und palliativmedizinisches Wissen entwickelt haben. Das setzt voraus, dass sich mindestens 80 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Berufsgruppen im Bereich Palliativversorgung qualifiziert haben“, sagt Direktorin Drapalik. Nicht zuletzt bedürfe die Betreuung etwa von chronisch Kranken, deren Lebensende naht, einer besonderen Sensibilität, auch gegenüber den Angehörigen.

Neue Qualitätsstandards in der palliativen Grundversorgung
Schon bisher wurde die Palliativversorgung in den KAV Pflegewohnhäusern und Geriatriezentren in hoher Qualität durchgeführt. Mit der neuen Fortbildung und dem neuen Organisationsentwicklungsprozess schaffen die KAV-Häuser neue Qualitätsstandards und erweiterte Ablaufprozesse in der palliativen Grundversorgung. „Unter Einbeziehung aller MitarbeiterInnen durch das Palliativteam haben wir Strukturen festgelegt, die den Bewohnerinnen und Bewohnern ein gutes Leben, weitestgehend selbstbestimmt, ermöglichen. Die Menschen sollen sich in unserem Haus bis zuletzt wohl, geborgen und gut betreut fühlen“, erläutert die leitende Direktorin des Pflegewohnhauses Rudolfsheim- Fünfhaus, Hildegard Menner.

In die Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser des KAV kommen die Menschen in einem schlechten Gesundheitszustand, sind mitunter multimorbid, sind auch sehr häufig an Demenz erkrankt. Was die KAV-Häuser aber von Pensionistenheimen am deutlichsten unterscheidet: Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche werden in den Häusern medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen angeboten. Darüber hinaus bieten zwei der KAV-Pflegewohnhäuser als einzige Einrichtungen in Wien die Betreuung für Langzeitbeatmete an.

 

 

 

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