Köstinger/Faßmann: "Wir machen
 heimische Schulmilch leistbarer"

 

erstellt am
11. 09. 18
13:00 MEZ

Schulmilch und Schulobst fördern gesunde Ernährung und stärken landwirtschaftliche Betriebe.
Wien (bmnt) - Das EU-Schulmilchprogramm und das EU-Schulobst und -gemüseprogramm wurden im Schuljahr 2017/18 zum EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch zusammengelegt, um die Abwicklung zu vereinfachen und den Nutzen weiter zu steigern. Rund 4.000 österreichische Schulen und Kindergärten nehmen teil, für das heurige Schuljahr stehen rund vier Millionen Euro zur Verfügung. Davon profitieren rund 300.000 Kinder und Jugendliche in ganz Österreich, denn sie sparen pro 250ml Becher Milch rund 10 Cent. „Das EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch bringt doppelten Nutzen: Es fördert gesunde und bewusste Ernährungsgewohnheiten, setzt aber auch wichtige Impulse für die heimische Landwirtschaft. Wir müssen unseren Kindern so früh wie möglich vermitteln, wie wichtig Regionalität und ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein sind“, betont Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger.

Ab diesem Schuljahr wird zusätzlich die „Trinkmilch-Aktion“ gestartet, bei der Schülerinnen und Schüler der ersten Volksschulklasse zu Schulbeginn für kurze Zeit kostenlos das Schulmilch-Programm testen können.

„Es ist wichtig, die Schülerinnen und Schüler schon früh für bewusste und gesunde Ernährung zu begeistern. Mit dem EU-Schulprogramm für Gemüse, Obst und Milch gelingt es uns, gesunde und regionale Lebensmittel in die Klassenzimmer zu bringen. Wir bieten damit unseren Schülerinnen und Schülern sowohl kostengünstige als auch hochwertige Lebensmittel an, die – so hoffen wir – einen positiven Beitrag für das Ernährungsverständnis der Kinder und eine künftige gesunde Ernährung bewirken werden“, so Bildungsminister Heinz Faßmann.

Schulmilchkoffer als Botschafter der Landwirtschaft
Das Programm vermittelt zudem Kenntnisse über die landwirtschaftliche Produktion, Produktvielfalt, Regionalität und Saisonalität – zum Beispiel durch einen von der Agrarmarkt Marketing entwickelten „digitalen Milchkoffer“. Dieser beinhaltet ausgezeichnete Lernmaterialien zum Thema Milchproduktion für alle Schulstufen, weiters Arbeitsblätter, Filme, Postervorlagen sowie ein Handbuch für Pädagoginnen und Pädagogen. Insgesamt 3000 Exemplare werden an österreichischen Schulen durch die Schulmilchproduzenten verteilt. So erfahren die Kinder nicht nur, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist, sondern auch, wie viel Arbeit in hochwertigen Lebensmitteln steckt.

Regionale Qualitätsprodukte
Regionalität spielt bei der Umsetzung des Programms in Österreich eine große Rolle, da überwiegend nur heimisches Obst und Gemüse gefördert wird. Schulmilchprodukte wie Konsummilch, Sauer- und Buttermilch, Naturjoghurt, aber auch Kakao, Fruchtjoghurt und Fruchtmilch, werden zum Großteil von Direktvermarkterinnen und Direktvermarktern aus der Region täglich frisch hergestellt und über kurze Transportwege angeliefert – was wiederum ein Beitrag zum Klimaschutz ist. „Rund 85 Prozent der Schulmilchlieferanten sind Hofmolkereien, die ihre selbst produzierte Milch verarbeiten. Die flächendeckende Schulmilchversorgung durch regionale bäuerliche Lieferanten ist weltweit einzigartig“, so Köstinger.

Begleitende Maßnahmen wie Verkostungen und Ausflüge zu landwirtschaftlichen Betrieben unterstützen die vergünstigte Abgabe von Obst und Gemüse, Milch und Milcherzeugnissen zusätzlich.

 

 

 

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