ASFINAG: Neubau der zweiten Röhre des
 Karawankentunnels mit großem Festakt gestartet

 

erstellt am
19. 09. 18
13:00 MEZ

Vollausbau inklusive Sanierung des Bestandstunnels erfolgt bis Anfang 2026
Klagenfurt/St. Jakob im Rosental/Wien (asfinag) - Mit einer traditionellen symbolischen Sprengung durch Tunnelpatin Ulrike Wehr startete die ASFINAG am 18. September den Neubau der zweiten Röhre des Karawankentunnels auf der A 11 Karawanken Autobahn. Zahlreiche Ehrengäste – angeführt von Landeshauptmann Peter Kaiser, Landtagsabgeordnetem Gernot Darmann in Vertretung von Bundesminister Hofer, DARS-Vorstand Tomaz Vidic sowie Landesrat Martin Gruber – kamen zum Festakt, zu dem auch die Bevölkerung aus der Region geladen war, direkt vor dem Nordportal des Tunnels. Von diesem aus wird in den kommenden Jahren der 4,4 Kilometer lange österreichische Teil dieses Tunnels errichtet. Die slowenische DARS wird aufgrund eines Einspruchs gegen die Vergabe ihres Tunnelteils erst etwas später starten.

DARS-Vorstand Tomaz Vidic versicherte aber, „dass wir trotz des Einspruchs alles tun werden, um so schnell wie möglich ebenfalls mit dem Bau beginnen zu können, wir hoffen bereits im Dezember“. Abgeordneter Gernot Darmann zeigte sich „sehr zufrieden, dass in Kärnten auch von der ASFINAG so viel investiert wird. Aber ganz zufrieden darf man als Politiker ja nie sein.“ Landeshauptmann Kaiser bezeichnete den Tag als „wahren Freudentag für alle Verkehrsteilnehmer und für die Wirtschaft, für die diese Investition ein enormer Impuls ist“.

Der Vollausbau bringe „in erster Linie mehr Verkehrssicherheit, aber natürlich auch eine spürbare Entlastung für die vor allem im Sommer stark frequentierte Strecke“, sagte die ASFINAG-Vorstandsdirektorin Karin Zipperer. Und ASFINAG-Vorstandsdirektor Klaus Schierhackl zeigte sich erfreut, „dass eine leistungsstarke ARGE als Bestbieter zum Zug kommt und auch die EU dieses Projekt mit einer großen Förderung unterstützt.“

Bereits 2015 begann die ASFINAG mit den Vorbereitungsarbeiten beim Nordportal. So wurde bis Herbst 2017 die Zulaufstrecke zum Tunnelportal inklusive einer 350 Meter langen Brücke errichtet. Bis Ende 2021 werden die österreichischen 4,4 Kilometer nach der Österreichischen Tunnelbauweise (also mittels Sprengung und Bagger) aus dem Berg herausgebrochen sein. 1,44 Millionen Tonnen Gestein fallen dabei an. Die zusätzlichen Fluchtwege (Querstollen) alle 350 Meter werden parallel zum Tunnelvortrieb bereits ebenfalls errichtet. Der Tunneldurchschlag soll 2022 erfolgen, im Anschluss folgen der Innenausbau sowie die Ausstattung mit den modernsten Sicherheitseinrichtungen. Die Verkehrsfreigabe der Neubauröhre ist für Frühjahr 2024 vorgesehen. Nach Sanierung der 1991 eröffneten Bestandsröhre – voraussichtlich von Frühjahr 2024 bis Anfang 2026 – wird diese wichtige Strecke voll ausgebaut sein und den hohen ASFINAG-Anforderungen hinsichtlich Verkehrssicherheit entsprechen.

Wesentliche Daten und Fakten:

  • Durch den Vollausbau wird die Kapazität des Karawankentunnels deutlich erhöht. Für die Lenkerinnen und Lenker bedeutet das künftig keine Staus und keine längeren Wartezeiten mehr bei Ein- und Ausreise.
  • Zwei moderne Tunnelröhren garantieren auch die höchstmögliche Sicherheit für alle – die Sicherheitsausrüstung des Karawankentunnels wird auf dem technisch höchsten Niveau sein.
  • Die neue Tunnelröhre hat eine exakte Länge von 7.948 Metern
  • davon entfallen auf österreichisches Gebiet 4.402 Meter
  • Die ASFINAG investiert in diesen Vollausbau inklusive aller Vorarbeiten in Summe 192 Millionen Euro, der reine Tunnelneubau bedeutet für ASFINAG und DARS eine Gesamtinvestition von 320 Millionen Euro

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.asfinag.at

 

 

 

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