Großhandelspreise Strom: 39 % teurer als im Vorjahr

 

erstellt am
10. 10. 18
13:00 MEZ

Österreichischer Strompreisindex auf höchstem Stand seit Juni 2013
Wien (energy agency) - Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt im November das vierzehnte Monat in Folge. Insgesamt befindet er sich damit auf dem höchsten Stand seit Juni 2013. Gegenüber dem Vormonat Oktober 2018, in dem die Strompreiszonentrennung in Kraft trat, beträgt der Anstieg 4,5 %. Im Vergleich zum November des Vorjahres liegt der ÖSPI um 39 % höher. Bezogen auf das Basisjahr (2006 = 100) erreicht der ÖSPI für den November 2018 einen Indexstand von 85,32 Punkten.

Der Grundlastpreis (Index 89,23 Punkte) steigt gegenüber dem Vormonat um 4,5 % und im Jahresvergleich um 40,1 %. Der Spitzenlastpreis (Index 77,02 Punkte) weist im Monatsvergleich ein Plus von 4,2 % und im Jahresvergleich ein Plus von 36,6 % auf.

Der ÖSPI erfasst nur das Produkt Strom (Strom-Großhandelspreise) und berücksichtigt keine Netzgebühren, Steuern oder Abgaben. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf.

Methodik
Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energiebörse EEX (European Energy Exchange) in Leipzig berechnet. Grundlage des ÖSPI sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises. Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen Stromlieferung, auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen.
Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die Ausgangsbasis für den Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.

Über den Österreichischen Strompreisindex ÖSPI©
Die Österreichische Energieagentur Austrian Energy Agency veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008 auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) als unabhängiges Informationsservice für Stromanbieter und StromabnehmerInnen. Der ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.

 

 

 

Weitere Informationen:
http://www.energyagency.at/

 

 

 

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