Transportaufkommen auf Österreichs
 Straßen 2017 um 4,1% gestiegen

 

erstellt am
18. 10. 18
12:30 MEZ

Wien (statistik austria) - Das von in- und ausländischen Güterkraftfahrzeugen auf Österreichs Straßen erbrachte Transportaufkommen betrug laut Statistik Austria 2017 insgesamt 509,9 Millionen (Mio.) Tonnen (t) und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 4,1% (489,6 Mio. t). Gleichzeitig nahm die Transportleistung im Inland mit insgesamt 41,6 Milliarden (Mrd.) Tonnenkilometern (tkm) um 6,6% zu (2016: 39,0 Mrd. tkm).

Relative Zuwächse beim Transportaufkommen im Transitverkehr am höchsten
Wie bereits im Vorjahr wurden auch 2017 in allen Verkehrsbereichen Zunahmen im Transportaufkommen registriert. Der Inlandverkehr, der mit insgesamt 71,7% bzw. 365,7 Mio. t den größten Anteil am Transportaufkommen ausmachte, stieg verglichen mit 2016 um 2,9% (+10,3 Mio. t). Die Zuwächse im grenzüberschreitenden Empfang (48,0 Mio. t) bzw. im grenzüberschreitenden Versand (42,2 Mio. t) betrugen gegenüber dem Vorjahr 5,6% (+2,5 Mio. t) bzw. 6,6% (+2,6 Mio. t). Den größten relativen Anstieg im Transportaufkommen verzeichnete 2017 der Transitverkehr (54,1 Mio. t) mit einer Zunahme um 9,9% (+4,9 Mio. t) im Vergleich zum Vorjahr.

Mehr als drei Viertel des gesamten Transportaufkommens (75,1% bzw. 383,1 Mio. t) entfielen 2017 auf in Österreich registrierte Güterkraftfahrzeuge. Während der Inlandverkehr in erster Linie von österreichischen Fahrzeugen (98,5% bzw. 360,3 Mio. t) durchgeführt wurde, fiel der von inländischen Fahrzeugen erbrachte Anteil im grenzüberschreitenden Empfang bzw. Versand mit 22,4% (10,7 Mio. t) bzw. 25,8% (10,9 Mio. t) geringer aus. Zum Transitverkehr trugen in Österreich registrierte Güterkraftfahrzeuge mit 2,2% (1,2 Mio. t) nur marginal bei.

Hinsichtlich der erbrachten Transportleistung im Inland war der Anteil der österreichischen Güterkraftfahrzeuge mit 44,2% (18,4 Mrd. tkm) niedriger als beim Transportaufkommen, was vor allem auf die längeren Fahrtstecken ausländischer Fahrzeuge im Transitverkehr zurückzuführen ist. Die 13,0 Mrd. tkm im Transit, die zu 99,0% von ausländischen Güterkraftfahrzeugen erbracht wurden, machten fast ein Drittel der gesamten Transportleistung aus.

Deutschland wichtigstes Versand- und Empfangsland für Österreich
Wie in den Vorjahren war Deutschland 2017 mit einem Transportaufkommen von 22,0 Mio. t bzw. einer Transportleistung von 2,2 Mrd. tkm das mit Abstand wichtigste Versandland für in Österreich empfangene Güter. Darauf folgten Italien (4,2 Mio. t bzw. 0,6 Mrd. tkm), Tschechien (4,2 Mio. t bzw. 0,5 Mrd. tkm), Ungarn (4,0 Mio. t bzw. 0,4 Mrd. tkm), Slowenien (3,3 Mio. t bzw. 0,5 Mrd. tkm), die Slowakei (2,5 Mio. t bzw. 0,4 Mrd. tkm) sowie Polen (2,1 Mio. t bzw. 0,4 Mrd. tkm). Das gesamte Transportaufkommen dieser sechs Länder lag zwar im grenzüberschreitenden Empfang mit insgesamt 20,1 Mio. t unter dem Wert für Deutschland, die Transportleistung fiel hingegen mit 2,9 Mrd. tkm höher aus.

Mit einem Transportaufkommen von 16,6 Mio. t bzw. einer Transportleistung von 1,8 Mrd. tkm war Deutschland auch das wichtigste Empfangsland für aus Österreich versendete Güter im Straßenverkehr. Weitere wichtige Länder waren Italien (6,5 Mio. t bzw. 1,0 Mrd. tkm), Ungarn (3,3 Mio. t bzw. 0,4 Mrd. tkm), Slowenien (2,6 Mio. t bzw. 0,5 Mrd. tkm), Tschechien (2,5 Mio. t bzw. 0,3 Mrd. tkm), Polen (2,2 Mio. t bzw. 0,4 Mrd. tkm), die Schweiz und Liechtenstein (2,1 Mio. t bzw. 0,2 Mrd. tkm) sowie die Slowakei (1,6 Mio. t bzw. 0,3 Mrd. tkm).

Mehr als ein Viertel des Transitverkehrs durch Österreich zwischen Italien und Deutschland
Der Transitverkehr zwischen Deutschland und Italien machte mit 14,0 Mio. t mehr als ein Viertel des Gesamttransits auf Österreichs Straßen aus. Der durch Österreich transitierende Versand aus Italien (15,2 Mio. t) ging dabei zu 49,1% (7,5 Mio. t) nach Deutschland. 3,6 Mio. t wurden nach Polen, 1,1 Mio. t nach Tschechien und 0,5 Mio. t nach Litauen transportiert.

Der Großteil des Versands aus Deutschland (14,1 Mio. t), der durch Österreich transitierte, ging zu 46,8% (6,6 Mio. t) wiederum nach Italien. Danach folgten Ungarn (1,7 Mio. t), Rumänien (1,3 Mio. t) und Slowenien (1,1 Mio. t) als wichtigste Empfangsstaaten von in Deutschland eingeladener Fracht.

Das Transportaufkommen aus osteuropäischen Staaten im Transitverkehr durch Österreich betrug 17,2 Mio. t. Mehr als ein Drittel davon (34,0% bzw. 5,9 Mio. t) wurde nach Italien versandt; weitere 28,7% bzw. 4,9 Mio. t gingen nach Deutschland sowie 6,0% bzw. 1,0 Mio. t nach Frankreich.

Ausländische Güter-Kfz: erstmals größtes Transportaufkommen durch polnische Fahrzeuge
Betrachtet man nur ausländische Güterkraftfahrzeuge auf Österreichs Straßen, so wurde 2017 das höchste Transportaufkommen (22,7 Mio. t) erstmals von in Polen registrierten Fahrzeugen erbracht. Deutsche Güterkraftfahrzeuge (21,5 Mio. t), die bislang die größten Mengen befördert hatten, wurden damit auf Platz zwei verdrängt. Danach folgten Fahrzeuge aus Ungarn (17,1 Mio. t), Slowenien (16,8 Mio. t) und Rumänien (10,5 Mio. t).

Die größten Transportleistungen im Inland entfielen mit 5,3 Mrd. tkm ebenfalls auf polnische Fahrzeuge, gefolgt von Slowenien (3,2 Mrd. tkm), Ungarn (3,0 Mrd. tkm), Rumänien (2,4 Mrd. tkm) und Deutschland (2,1 Mrd. tkm).

 

 

 

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