Land Kärnten intensiviert Wirtschafts-
 Kooperationen mit Exportpartner China

 

erstellt am
31. 10. 18
13:00 MEZ

LR Zafoschnig: Zusammentreffen von Regierungs- und Wirtschaftsvertretern beim China Businessforum in Kärnten - Basis für Kooperation mit Provinz Guizhou gestärkt - Tourismus, Investitionen, Logistik und eMobilität Schwerpunktthemen des Forums
Klagenfurt (lpd) - „Mit dem China Businessforum in Kärnten setzen wir ein klares Signal dafür, dass China für Kärntens Außenhandels-beziehungen der wichtigste Exportpartner der heimischen Wirtschaft mit enormen Zukunftspotential ist. Für den Wirtschafsstandort Kärnten, für unser Tourismusland, für die Unternehmerinnen und Unternehmer bietet das Forum eine einzigartige Chance, international Kooperationen zu intensivieren, wirtschaftliche Beziehungen zu knüpfen, die Zusammenarbeit in touristischen Bereichen weiter zu forcieren und den Logistikstandort Kärnten durch starke Partner weiter auszubauen“, so Wirtschaftslandesrat Ulrich Zafoschnig am 30. Oktober beim ausverkauften China Businessforum in Pörtschach, mit insgesamt rund 500 Teilnehmern, darunter 100 Vertretern aus Wirtschaft, Politik und der Verwaltung Chinas.

Es sei eine große Auszeichnung für das Land Kärnten, dass der Bundesländerdialog durch die chinesische Delegation in Kärnten ausgerichtet werde. Dies sei das Ergebnis der intensiven Pflege der Beziehungen zu China seitens des Landes Kärnten. „China ist derzeit der wohl spannendste und dynamischste Markt weltweit. Als Land mit der höchsten Einwohnerzahl und mit einem gigantischen Markt, hat China ein überdurchschnittliches Entwicklungspotenzial - besonders im globalen Wettbewerb. Umso wichtiger ist es für Kärnten, seine Beziehungen zu China weiter zu intensivieren“, so Zafoschnig.

Welche Bedeutung der chinesische Markt für den Wirtschaftsstandort Kärnten habe, belegen die Rekord-Exportzahlen der Außenwirtschaft. „Die Kärntner Exportwirtschaft hat in jüngster Vergangenheit eine Entwicklung aufgenommen, die zu einem Außenhandelsüberschuss von über einer Milliarde Euro geführt und in der sich China als einer der wichtigsten Märkte etabliert hat“, zeigt Zafoschnig die Relevanz des chinesischen Marktes für die heimische Wirtschaft auf.

In einer Zeit der globalen Umbrüche und Handelsbeschränkungen seien verlässliche Partner der wichtigste Erfolgsfaktor. „Eine stabile Beziehung zu China ist eines meiner zentralen Anliegen als Wirtschaftslandesrat. Es freut mich daher besonders, dass wir heute die Kooperation zwischen Kärnten und der touristisch aufstrebenden Provinz Guizhou weiter intensivieren konnten“, so Zafoschnig, der heute den Grundstein für eine weitere Partnerschaft legte. Die Zahlen bestätigen, dass der Trend des Reisens in China, besonders in Hinblick auf die Reisetätigkeit der Frauen rasant steigen. “Für das Tourismusland Kärnten müssen wir dafür schon heute die Weichen stellen, um als Reisedestination attraktiv und weiter erfolgreich zu sein. Die Kooperation mit Guizhou ist dazu ein wichtiger Schritt“, so Zafoschnig.

Neben dem Export und dem Tourismus biete das China Businessforum auch im Logistik-Bereich und für eMobilität viele Möglichkeiten, den chinesischen Vertretern eine Gesamtschau aller Aktivitäten zu präsentieren, sich auszutauschen und weitere wichtige Handelsbeziehungen zu knüpfen. „Kooperationen zwischen China und Kärnten sind eine Win-Win-Situation für beide Länder, ob wirtschaftlich, touristisch oder in Hinblick auf den Ausbau der Logistik in Kärnten“, so Zafoschnig.

     

Im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung empfing LHStv.in Gaby Schaunig am 31. Oktober eine chinesische Wirtschaftsdelegation rund um Botschaftsrat Chang Liu.
Die Delegation besucht Kärnten im Rahmen des „China Businessforum 2018“, das gestern in Pörtschach über die Bühne ging. Dabei trafen sich chinesische und österreichische Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung unter dem Thema „Chinese Megatrends“, um mögliche Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten in beiden Ländern auszuloten. Im Fokus standen dabei drei „Megatrends“: die Neue Seidenstraße, die Olympischen Spiele 2022 in Peking sowie die Entwicklung im Bereich der „Smart Cities“.

Technologiereferentin Schaunig begrüßte die chinesische Delegation auch im Namen des Landeshauptmanns sehr herzlich in den Empfangsräumen der Kärntner Landesregierung. „Gerade im Zeitalter der Digitalisierung wird der Handschlag und die direkte Kommunikation zwischen Menschen immer wichtiger“, erklärte Schaunig.

Botschaftsrat Chang Liu bedankte sich sehr für den Empfang in der Kärntner Landesregierung. „Das China Businessforum schlägt eine Brücke zwischen China und Kärnten. Derzeit sind die Beziehungen zwischen Österreich und China die besten in ihrer Geschichte. Unsere Beziehungen befinden sich auf einer neuen Ebene, und zwar auf der Ebene der freundschaftlich getragenen, strategischen Partnerschaft. Unsere bilateralen Beziehungen haben sich gerade in den letzten Monaten sehr stark entwickelt“, so Chang Liu.

„Das Handelsvolumen zwischen unseren beiden Ländern beläuft sich bereits auf 6,4 Milliarden US-Dollar, das ist ein Anstieg von 20 Prozent“, informierte der Botschaftsrat. Man setze sich dafür ein, diese wirtschaftlichen Beziehungen und Kooperationen weiter zu intensivieren. „Kärnten spielt für die bilateralen Beziehungen zwischen China und Österreich eine sehr wichtige Rolle. Wir sind gerne bereit, mit ihnen enger zu kooperieren und mehrere Projekte umzusetzen und diese strategische Partnerschaft näher zu gestalten“, so Liu.

Schaunig betonte im weiteren Verlauf der Gespräche vor allem Kärntens Lebensqualität und seine hohen Umweltstandards. Diese verbinde man mit einem starken Industriebereich und einem starken Technologie- und Forschungsbereich. Es gebe daher sehr viele Anknüpfungspunkte zwischen China und Kärnten. Gerade die kürzlich festgelegten Investitionen von Infineon in den Standort würden deutlich machen, dass Kärnten auch im Bereich der Hochleistungselektronik sowie Informations- und Kommunikationstechnologie über besondere Stärken verfüge.

Die Mitglieder der Kärntner Delegation, bestehend aus Gilbert Isep, Udo Tarmann, Albert Kreiner und Walter Prutej, stellten im weiteren Verlauf die Assets und Stärken Kärntens als Wirtschafts- und Investitionsstandort vor. So sei Kärnten ein besonders günstiger Verkehrsknotenpunkt, der an die Seidenstraße angebunden sei und über direkte Zugänge zu den Häfen in Koper, Triest und Venedig verfüge. Kärnten sei somit ein perfekter Eingangspunkt für chinesische Betriebe nach Europa. Auch im Energiebereich sei Kärnten vorbildhaft aufgestellt und verfüge über 53 Prozent Erneuerbare Energie. So biete die Kelag als Landesenergieversorger zu 100 Prozent grüne Energie an. Gerade im Bereich der Errichtung und des Betriebs von Kleinkraftwerken und im Anlagenbau verfüge Kärnten über eine hohe Expertise. Das „China Businessforum 2018“ habe zudem das hohe gegenseitige Interesse zwischen Kärnten und China eindrucksvoll unter Beweis gestellt, erklärten die Delegationsmitglieder.

„Ich hoffe, dass sie sehr viele positive Eindrücke von Kärnten gewinnen konnten“, erklärte Schaunig. Die Mitglieder der chinesischen Delegation absolvieren am Nachmittag Betriebsbesichtigungen und besuchen den Pyramidenkogel als touristisches Highlight.

 

 

 

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