Land Vorarlberg und ADA starten Entwicklungs-
 zusammenarbeitsprojekt in Burkina Faso

 

erstellt am
30. 10. 18
13:00 MEZ

LR Rauch: Know How aus Vorarlberg zum Aufbau von Kompetenz in Burkina Faso
Burkina Faso/Wien/Bregenz (vlk) - Das Land Vorarlberg und die Austrian Development Agency (ADA) starten ein großes Entwicklungszusammenarbeitsprojekt in Burkina Faso. „Das Projekt soll zu einem verbesserten Zugang zu qualitativ hochwertigen Ausbildungsmöglichkeiten und mehr Arbeitsplätzen im Bereich „Erneuerbare Energien“ beitragen“, informierte Landesrat Johannes Rauch am 29. Oktober bei der Vertragsunterzeichnung in Wien gemeinsam mit ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter und dem burkinischen Botschafter in Österreich Dieudonné Kéré.

„Vorarlberg verfügt über viel Erfahrung und Kompetenz im Bereich der Berufsbildung und der erneuerbaren Energie. Dieses Know-How bringen wir nun gezielt in Burkina Faso ein und tragen dort nachhaltig zur Verbesserung der Lebensumstände bei“, betont Landesrat Rauch. Im gesamten Landesgebiet von Burkina Faso soll in den beruflichen Gymnasien (Lycées Professionnels) eine neue, qualitativ hochwertige Fachrichtung „Erneuerbare Energie“ eingeführt werden. In den kommenden drei Jahren Jahren (bis Ende 2021) werden dafür ingesamt 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. 90 Prozent davon werden vom Land Vorarlberg getragen. Erstmalig wird dabei ein Projekt in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in einer Land-Bund-Kooperation umgesetzt. „Es ist die richtige Kooperation im richtigen Sektor. Alle Strategien des Landes Burkina Faso sind auf Nachhaltige Energien ausgerichtet“, ergänzt der burkinische Botschafter in Österreich SE Dieudonné Kéré.

Neben dem Land Vorarlberg ist die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, Kooperationspartner. Burkina Faso ist seit 1992 ein Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Obwohl das Land in der westafrikanischen Sahelzone in den letzten 20 Jahren – etwa in den Bereichen Grundschulbildung und Trinkwasserversorgung - Fortschritte gemacht hat, lebt fast die Hälfte der 17 Millionen EinwohnerInnen unter der Armutsgrenze. „Die Verbesserung der Ausbildung und die Steigerung der Produktivität gehören zu den größten Herausforderungen des Landes. Mit unseren Projekten schaffen wir Hilfe zur Selbsthilfe und somit Perspektiven für die Menschen vor Ort“, sagt Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency (ADA) und weiter: „Den thematischen Fokus, in Kooperation mit dem Land Vorarlberg, auf die Berufsbildung im Bereich Erneuerbare Energien zu setzen, ist daher goldrichtig!“

Partner auf Vorarlberger Seite sind die Pädagogische Hochschule Vorarlberg in Feldkirch, die FH Vorarlberg in Dornbirn sowie die HTL Bregenz. In einer ersten Phase erfolgt die Zusammenarbeit mit rund 20 Lehrpersonen und rund 180 Schülerinnen und Schülern an den vier Partnerschulen vor Ort. „Auch rund 300 Klein- und Mittelbetriebe im Bereich Photovoltaik sind mit an Bord“, so der Landesrat.

 

 

 

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