Weintaufe Österreich 2018: Erstmals zwei
 nationale Bacchuspreisträger

 

erstellt am
08. 11. 18
13:00 MEZ

Göttweig/Wien (öw) - Im prunkvollen Rahmen des Stiftes Göttweig fand am 7. November die diesjährige österreichische Weintaufe statt. Vom Stift selbst stammte auch der Wein, der von Abt Columban Luser auf den Namen „Respekt“ getauft wurde. Den begehrten Bacchuspreis erhielten in der nationalen Kategorie erstmals gleich zwei Preisträger: Niederösterreichs Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll und Wiens Altbürgermeister Dr. Michael Häupl. Der internationale Bacchuspreis ging an Karl Mair vom Pretzhof in Südtirol.

Segnung des herausragenden Jahrgangs 2018
Sommerliche Hitze und Trockenheit nach einem sehr warmen Frühling führten dieses Jahr zur frühesten Lese aller Zeiten. Trotz des außergewöhnlichen Wetters konnten laut letztem Erntebericht der Statistik Austria rund 3,2 Mio. hl Wein gewonnen werden. Nicht nur die Quantität ist mehr als zufriedenstellend, auch die Qualität stimmt, und das in allen Weinbaugebieten. Die Weine sind gehaltvoll bei moderatem Alkoholgehalt und ausgewogener Säure.

Der herausragende Jahrgang wurde nun im Zuge der Bundesweintaufe auch offiziell gesegnet. Stellvertretend für den gesamten Jahrgang weihte Abt Columban Luser in der prunkvollen Kirche des Stiftes Göttweig einen stiftseigenen, saftig-frischen 2018 Grünen Veltliner Messwein und taufte ihn auf den Namen „Respekt“. In Zeiten, in denen der respektvolle Umgang miteinander und mit der Natur immer häufiger in den Hintergrund trete, sei „Respekt“ ein Taufname mit Symbolcharakter, betonten die Bacchuspreisträger als Namensgeber.

Bacchuspreisträger aus Politik und Handel
Im Rahmen der Weintaufe wurde auch der begehrte Bacchuspreis für herausragende Verdienste um den österreichischen Wein vergeben. In der nationalen Kategorie erhielten gleich zwei ehemalige Polit-Granden die Auszeichnung: Niederösterreichs Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll und Wiens Altbürgermeister Dr. Michael Häupl.

Pröll habe einen „emotionellen und authentischen Bezug“ zum niederösterreichischen Wein, der ihn bereits ein ganzes Leben lang begleite. Schließlich stammt er aus einer Weinviertler Winzerfamilie. Entsprechend lag ihm die Unterstützung des niederösterreichischen Weinbaus während seiner Regierungstätigkeit ganz besonders am Herzen. Wie der Wein ist auch Pröll nach seiner 25-jährigen Laufbahn als Landeshauptmann untrennbar mit der Erfolgsgeschichte Niederösterreichs verbunden.

Auch Wiens ehemaliger Bürgermeister Michael Häupl war stets um die Pflege der traditionsreichen örtlichen Weinkultur bemüht. In keiner anderen Metropole weltweit wird heute derart bedeutsamer und hochwertiger Weinbau betrieben. Das Wiedererstarken des Weinbaus in Österreichs kleinstem weinbautreibendem Bundesland ist auch ein Verdienst Häupls. Während seiner Amtszeit erfuhr die Wiener Winzerschaft zahlreiche Impulse, so etwa die Einführung des Wiener Weinpreises oder des äußerst erfolgreichen Wiener Weinwandertags.

Der internationale Bacchuspreis ging an Karl Mair aus Südtirol für dessen unermüdlichen Einsatz für den österreichischen Wein. In seinem Pretzhof im Südtiroler Pfitztal vertreibt der leidenschaftliche Weinhändler neben hofeigenen Produkten auch ein bemerkenswertes Sortiment österreichischer Weine, das er in Pionierarbeit über viele Jahre hinweg der italienischen Top-Gastronomie näherbrachte. Als vielleicht wichtigster Importeur von österreichischem Wein nach Italien hat er somit einen zentralen Anteil am wachsenden Erfolg von Österreichs Weinen im südlichen Nachbarland.

 

 

 

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