Auftakt für großen steirischen
 Zukunftsprozess STEIERMARK 2030+

 

erstellt am
13. 11. 18
13:00 MEZ

Schickhofer: „Steirerinnen und Steirer müssen von den Entwicklungen der nächsten Jahre profitieren“
Graz (lk) - Wie wollen wir im Jahr 2030 leben? Wie sieht die Zukunft der Steiermark aus? Welche Themen werden unser Leben in der Steiermark in den kommenden Jahren und Jahrzehnten beeinflussen? Und vor allem: Was können wir tun, um globale Entwicklungen für die Steiermark zu nützen? Diese großen und wichtigen Zukunftsfragen wurden beim Auftakt des von Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer initiierten Zukunftsprozesses Steiermark 2030+ am Abend des 12. November im Messecenter Graz gestellt. Schickhofer stellte klar, dass die Steiermark gemeinsam vereinbarte Ziele für die nächsten Jahre und Jahrzehnte braucht, um den Wohlstand für Alle, sichere Arbeitsplätze, eine intakte Umwelt und ein gutes Zusammenleben abzusichern und unseren Kindern eine gute und sichere Zukunft zu garantieren: „Es geht darum, dass wir die modernen Technologien, die Digitalisierung und die Megatrends, die auch vor der Steiermark nicht Halt machen, für die Steirerinnen und Steirer nutzbar machen. Die Menschen in unserem Land müssen mehr von den kommenden Entwicklungen profitieren. Die neuen Technologien müssen die Lebensqualität verbessern, anstatt das Leben komplizierter zu machen. Das Wohnen muss wieder leistbarer und viel qualitätsvoller werden, beim Klimaschutz gibt es noch sehr viel zu tun und es gibt auch viele Steirerinnen und Steirer, denen es nicht so gut geht. Die Leute müssen etwas von der Veränderung haben“, so der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Der renommierte Zukunftsforscher Matthias Horx erläuterte in seinem Impulsvortrag die globalen Megatrends und die Auswirkungen auf die Steiermark: „Der gewaltige Megatrend der Urbanisierung scheint immer nur in eine Richtung zu drängen: Mehr Stadt, mehr Verdichtung, mehr Dichte-Stress und Beschleunigung. Während die Metropolen immer überfüllter werden, veröden ganze Landstriche, sterben Dörfer und veralten kleinere Städte. Verschärft die ,Metropolisierung‘ die sozialen Konflikte und führt in Zukunft zu einem neuen demographischen Klassenkampf? Nicht unbedingt. Jeder Trend hat einen Gegentrend! Während der Glanz des hyperurbanen seine Schattenseiten enthüllt, beginnt eine neue Phase der Dezentralisierung von Lebensräumen, in der neue Kooperations- und Lebensweisen entstehen.“

In der anschließenden Diskussion konnten Florian Hampel (GF Hage Maschinenbau), Katharina Schlager (CEO Andy Wolf), Michael Ortner (Vorsitzender der ÖH Universität Graz) und Christine Brunnsteiner (Obfrau des Vereins „Wir für Uns“) die Herausforderungen in den Bereichen Digitalisierung, Arbeit, Bildung und Zusammenhalt aus ihrer Sicht skizzieren. Die Klubobleute der steirischen Koalitionspartner von SPÖ und ÖVP, Hannes Schwarz und Karl Lackner, bekräftigten die Wichtigkeit des Gesamtprozesses für die Steiermark.

Der Zukunftsprozess „AUF LANGE SICHT - Steiermark 2030+“ ist der Prozess für die Erstellung der steirischen Landesentwicklungsstrategie für die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Nach einer detaillierten Analyse aller bestehenden Maßnahmen und Strategien werden ab Jänner 2019 Veranstaltungen in allen Teilen der Steiermark stattfinden um möglichst viele Steirerinnen und Steirer bei der Zeichnung des Zukunftsbildes der Steiermark einzubinden. Die Landesentwicklungsstrategie wird im Frühsommer von der Landesregierung beschlossen und geht in weiterer Folge in Umsetzung. „Im Jahr 2030 sollen alle Steirerinnen und Steirer ein glückliches Leben führen können. Wir brauchen Wohlstand für Alle in unserem Land, eine intakte Umwelt, sichere Arbeitsplätze und schönes, leistbares Wohnen. Unsere Aufgabe ist es, die Entwicklungen der nächsten Jahre aktiv zu beeinflussen, damit die Menschen in unserem Land davon profitieren. Im Jahr 2030 sollen die glücklichsten Menschen der Welt nicht in Norwegen, sondern in der Steiermark leben“, so Landeshauptmann-Stv. Schickhofer abschließend.

 

 

 

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