Wichtige Unterstützung für
 verantwortungsbewusste Wintersportler

 

erstellt am
12. 12. 18
13:00 MEZ

LH Wallner und LR Gantner: Lawinenwarndienst und Bergrettung sind unverzichtbare Sicherheitspartner
Bregenz (vlk) - Mit dem Eintreffen des Winters sind in den Bergen erhöhte Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein geboten. Der Lawinenwarndienst mit tagesaktuellen Informationen sowie die Mitglieder der Bergrettung Vorarlberg mit ihrer genauen Ortskenntnis und prompten Einsatzbereitschaft sind wichtige Sicherheitspartner für alle, die in freier Natur Sport treiben oder Erholung suchen. "Diese Leistungen sind unverzichtbar. Zugleich muss aber die Eigenverantwortung aller, die im alpinen Raum unterwegs sind, eingefordert werden", betonte Landeshauptmann Markus Wallner im Pressefoyer am 11. Dezember.

Sicherheitslandesrat Christian Gantner bekräftigte diesen Appell. Er verwies auch auf das Verbot des Schifahrens im Wald abseits gekennzeichneter Pisten und Routen. Dabei stehe nicht nur die Sicherheit der Wintersportlerinnen und Wintersportler im Vordergrund, sondern auch der Schutz der Natur. "Das Abfahren durch den Wald und über Aufforstungsflächen führt zu großen Schäden in den Schutz- und Bannwäldern. Neben dem wirtschaftlichen Schaden des Waldbesitzers wird die wichtige Schutzfunktion des Waldes für die Menschen und Einrichtungen in den Bergregionen sowie für die Erholungssuchenden beeinträchtigt", so Gantner.

Nach den jüngsten Schneefällen ist Lawinenwarnstufe 4 ausgerufen. "Das wird in den nächsten Tagen voraussichtlich zurückgehen, aber auch bei geringerer Einstufung darf die Gefahr keineswegs unterschätzt werden", erklärte Lawinenwarndienst-Experte Andreas Pecl. 75 Prozent aller Lawinenunfälle passieren bei Stufe 3.

Lawinenwarndienst informiert tagesaktuell
Der Lawinenwarndienst der Landeswarnzentrale erstellt auf Basis vielfältiger Informationen einen täglichen Lawinenlagebericht, der im Regelfall um 7.30 Uhr veröffentlicht wird und im Internet (www.vorarlberg.at/lawine), über SMS-Dienst oder via Handy-App abgefragt werden kann. Unter der Nummer +43(0)5574 201 1588 ist auch ein Telefontonband rund um die Uhr abrufbar.

Darüber hinaus sind in 43 Vorarlberger Gemeinden örtliche Lawinenkommissionen mit zusammen 250 Kommissionsmitgliedern eingerichtet. Sie beurteilen lokale Gefährdungsbereiche in den Gemeinden, ihre Empfehlungen bilden sodann meist die Grundlage für Entscheidungen diverser Verantwortungsträger, wie Bürgermeister, Straßenerhalter oder Betreiber von Schigebieten.

Bergrettung: Heuer schon über 2.000 Einsätze
Für rasche Hilfe bei Bergunfällen und zur Unterstützung bei Katastrophensituationen stehen rund um die Uhr die ortskundigen Frauen und Männer der Bergrettung bereit. Die 31 Ortsstellen in Vorarlberg zählen zusammen über 1.300 freiwillig engagierte Mitglieder. Im Jahr 2018 wurden schon über 2.000 Einsätze verzeichnet. Auch die Bergrettung unterstützt Ausbildung und Sensibilisierung der Wintersportlerinnen und Wintersportler, betonte Landesleiter Martin Burger.

 

 

 

zurück

 

 

 

 

Kennen Sie schon unser kostenloses Monatsmagazin "Österreich Journal" in vier pdf-Formaten? Die Auswahl finden Sie unter http://www.oesterreichjournal.at