Produzierender Bereich mit 6,2% Umsatzplus
 in den ersten drei Quartalen 2018

 

erstellt am
02. 01. 19
13:00 MEZ

Wien (statistik austria) - Ende September 2018 waren in den 66.192 Unternehmen (+0,8% im Vorjahresvergleich) des gesamten Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) 993.061 unselbständig Beschäftigte (+2,6%) tätig, die in den ersten drei Quartalen 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 215,2 Mrd. Euro realisieren konnten (+6,2%). Arbeitstägig bereinigt ergab sich im Vergleich zur Vorjahresperiode für den gesamten Produzierenden Bereich ebenfalls ein Umsatzplus von 6,2%. Im Bau wurden von 36.155 Unternehmen (+1,5%) rund 34,4 Mrd. Euro umgesetzt (+4,2% bzw. +4,2% bei arbeitstägiger Bereinigung), wie aktuelle Daten von Statistik Austria zeigen.

Unternehmen: Plus bei Beschäftigung und Umsatz
66.192 Unternehmen (+0,8% gegenüber September 2017) mit insgesamt 993.061 unselbständig Beschäftigten (+2,6%) konnten Ende September 2018 im gesamten Produzierenden Bereich (Abschnitte B bis F der ÖNACE 2008) gezählt werden. Von diesen Unternehmen wurde in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt eine Brutto-Verdienstsumme (inkl. Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) von 29,8 Mrd. Euro aufgewendet, das ist um 5,6% mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Gleichzeitig erreichten die Umsatzerlöse 215,2 Mrd. Euro und lagen damit um 6,2% über dem Niveau des Vorjahres. Arbeitstägig bereinigt ergab sich im Vergleich zur Vorjahresperiode für den gesamten Produzierenden Bereich ebenfalls ein Plus von 6,2%. Somit setzte ein Unternehmen des Produzierenden Bereichs in der aktuellen Berichtsperiode mit durchschnittlich 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fast 3,3 Mio. Euro um.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Produzierenden Bereich lag im Bereich "Herstellung von Waren (inklusive Bergbau)", in dem Ende September 2018 mit 25.404 knapp zwei Fünftel (38,4%) aller Unternehmen und rund zwei Drittel (651.621 bzw. 65,6%) aller unselbständig Beschäftigten des Produzierenden Bereichs tätig waren. Diese erzielten in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 mit 145,7 Mrd. Euro ebenfalls rund zwei Drittel (67,7%) der gesamten Umsatzerlöse. Die 36.155 Unternehmen im Bau (Abschnitt F der ÖNACE 2008) entsprachen einem Anteil von 54,6% und erwirtschafteten mit 294.791 bzw. 29,7% der unselbständig Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von 34,4 Mrd. Euro (anteilig 16,0%).
Betriebe: Plus bei Beschäftigung, Arbeitsvolumen und Produktion

Produzierender Bereich insgesamt: Beschäftigung +2,6%, Arbeitsvolumen +2,4%, Produktion +6,3%
Die 66.767 Betriebe (+0,7% gegenüber September 2017) des Produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) hatten Ende September 2018 insgesamt 991.925 unselbständig Beschäftigte (+2,6%). Den in der Berichtsperiode Jänner bis September 2018 ausgewiesenen Brutto-Verdiensten (inklusive Brutto-Sonderzahlungen und Brutto-Abfertigungen) in Höhe von etwa 29,8 Mrd. Euro (+5,6%) stand ein geleistetes Arbeitsvolumen der unselbständig Beschäftigten von rund 1.140,5 Mio. Arbeitsstunden (+2,4%) gegenüber. Die im gesamten Produzierenden Bereich auf dem Markt abgesetzten Güter und Leistungen repräsentierten einen Wert von 212,8 Mrd. Euro und waren damit um 6,3% höher als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Arbeitstage stieg der Produktionswert ebenfalls um 6,3%.

Oberösterreich erwirtschaftete dabei mit einem Anteil von 17,8% der Betriebe 23,8% der gesamten abgesetzten Produktion Österreichs, gefolgt von Wien (13,3% der Betriebe bzw. 17,8% der abgesetzten Produktion), Niederösterreich (18,6% bzw. 16,9%) und der Steiermark (14,7% bzw. 14,9%). Dabei waren in Oberösterreich knapp ein Viertel, in Niederösterreich und der Steiermark je rund ein Sechstel und in Wien rund ein Achtel aller unselbständig Beschäftigten tätig.

Produktionsplus im Sachgüterbereich
Gegenüber der Vorjahresperiode stieg die Produktion im gesamten Sachgüterbereich (Abschnitte B bis E der ÖNACE 2008) nominell um 6,8% auf 178,5 Mrd. Euro. Dieses Plus basierte auf Zuwächsen bei einer Vielzahl von Branchen, wobei sich die Abteilungen "Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" (+15,2%, absolut 13,1 Mrd. Euro), "Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen" (+10,0% bzw. 5,9 Mrd. Euro), "Energieversorgung" (+9,7% bzw. 30,6 Mrd. Euro), "Herstellung von elektrischen Ausrüstungen" (+8,2% bzw. 10,2 Mrd. Euro) sowie "Metallerzeugung und -bearbeitung" (+8,1% bzw. 13,6 Mrd. Euro) besonders günstig entwickelten.

Bau mit Produktionsplus
In den ersten drei Quartalen 2018 erwirtschafteten die 36.253 Betriebe (+1,5%) der österreichischen Bauunternehmen im Vergleich zur Vorjahresperiode einen abgesetzten Produktionswert von 34,4 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominellen Plus von 4,0% im Vergleich zur Vorjahresperiode. Der arbeitstägig bereinigte Produktionswert erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 4,1%.

In den ersten drei Quartalen 2018 waren in allen Hochbausparten positive Produktionsimpulse zu beobachten ("Adaptierungsarbeiten im Hochbau" +8,2%; "Erschließung von Grundstücken, Bauträger" +7,0%; "Wohnungs- und Siedlungsbau" +5,4% sowie "Sonstiger Hochbau" +5,0%). Im Tiefbau wies die Teilsparte "Wasserbau" mit 42,4% das höchste Plus auf, wobei berücksichtigt werden muss, dass die Entwicklung dieser Branche eine sehr untergeordnete Rolle innerhalb des gesamten Tiefbaus einnimmt. Zuwächse erzielten darüber hinaus die Bausparten "Brücken- und Hochstraßenbau" (+24,3%) sowie "Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau" (+5,0%). Einen Rückgang wiesen der "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (-51,3%), der "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (-16,7%), der "Tunnelbau" (-7,5%) sowie die wertmäßig größte Tiefbausparte "Bau von Straßen (-4,7%) auf.

Die abgesetzte Produktion der Bautätigkeit für den öffentlichen Sektor lag in den ersten drei Quartalen 2018 mit 5,7 Mrd. Euro um 6,5% unter der Vorjahresperiode. Die (in absoluten Zahlen) höchsten öffentlichen Investitionen gab es dabei in den Teilsparten "Bau von Straßen" (1,4 Mrd. Euro), "Sonstiger Hochbau" (897,1 Mio. Euro) sowie "Wohnungs- und Siedlungsbau" (835,0 Mio. Euro).

Von den wirtschaftlich bedeutsamsten Bausparten verzeichneten die Teilsparte "Adaptierungsarbeiten im Hochbau" (+10,1%) im Vergleich zur Vorjahresperiode die höchsten Zuwächse im öffentlichen Bereich. Rückgänge beim öffentlichen Produktionsvolumen gab es hingegen in den Teilsparten "Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt" (-64,5%), "Bau von Bahnverkehrsstrecken" (-22,0%), "Kabelnetzleitungstiefbau" (-17,4%) und "Bau von Straßen" (-13,1%).

Regional betrachtet wiesen Vorarlberg (+8,9%), Salzburg (+8,1%) und Oberösterreich (+7,5%) die höchsten Produktionssteigerungen im Vergleich zur Vorjahresperiode auf. Einen Rückgang gab es hingegen im Burgenland (-5,9%) und Tirol (-0,3%).

Ende September 2018 hatten die österreichischen Baubetriebe (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von insgesamt 15,4 Mrd. Euro (+12,6%). Auf Bundesländerebene gab es dabei in Tirol bei einem Volumen von 1,8 Mrd. Euro mit +36,4% die höchsten Zuwächse, gefolgt vom Burgenland (+27,2% bzw. 145,4 Mio. Euro) und Oberösterreich (+23,1% bzw. 3,3 Mrd. Euro). In Kärnten (-2,6% bzw. 634,1 Mio. Euro) und in Salzburg (-0,7% bzw. 1,1 Mrd. Euro) hingegen war das Auftragsbestandsvolumen rückläufig.

 

 

 

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