Edtstadler: Zivildiener sind eine
 wichtige Stütze der Gesellschaft

 

erstellt am
07. 02. 19
13:00 MEZ

Wien (bmi) - Mit 14.591 zugewiesenen Zivildienern konnte 2018 die dritthöchste Zuweisungszahl seit Einführung des Zivildienstes erreicht werden, sagte Karoline Edtstadler, Staatssekretärin im Innenministerium, anlässlich der Präsentation der Jahresstatistik Zivildienst 2018. "Auch im Jahr 2018 hat sich mit 14.591 eine sehr hohe Anzahl an Wehrpflichtigen für den Zivildienst entschieden, und damit für einen wichtigen Dienst an unserer Gesellschaft", freut sich die Staatssekretärin anlässlich der Präsentation der Jahresstatistik Zivildienst 2018. "Trotz der anhaltend geburtenschwachen Jahrgänge ist diese Zahl der drittbeste Wert seit Einführung des Zivildienstes im Jahr 1975".

2018 lag Wien mit 3.293 zum Zivildienst zugewiesenen jungen Männern an der Spitze der Zuweisungsstatistik, gefolgt von Oberösterreich mit 2.751, Niederösterreich mit 2.434, der Steiermark mit 1.838, Tirol mit 1.307, Salzburg mit 953, Vorarlberg mit 932, Kärnten mit 639 und dem Burgenland mit 444 Zuweisungen. Der größte Teil der Zivildiener ist im Rettungswesen eingesetzt (40 Prozent), gefolgt von der Sozial- und Behindertenhilfe (30 Prozent) und der Altenbetreuung (10 Prozent). Darüber hinaus arbeiten Zivildiener in der Flüchtlingsbetreuung, in Krankenhäusern, im Katastrophenschutz sowie in der Jugendarbeit und in Kindergärten.

Über 1.700 Trägerorganisationen
"Mittlerweile werden Zivildiener in über 1.700 Trägerorganisationen eingesetzt in so vielen wie noch nie", sagt Edtstadler. Mit der steigenden Anzahl der Organisationen wuchs 2018 auch der gemeldete Bedarf an Zivildienern auf 16.301 Personen. "Trotz dieses neuerlichen Rekordniveaus konnte der Bedarf zu 89,5% Prozent gedeckt werden", betont Edtstadler. Die größten Organisationen seien das Rote Kreuz und der Samariterbund, ebenfalls stark seien die Johanniter, die Lebenshilfe, Caritas und Diakonie oder auch die Feuerwehrverbände.

Die Zahl der 2018 festgestellten Zivildienstpflichtigen ist im Vergleich zum Vorjahr mit 13.397 etwas rückläufig. "Grund dafür sind auch hier die geburtenschwachen Jahrgänge", sagte Edtstadler. Gab es im Jahr 2010 noch rund 39.600 taugliche Wehrpflichtige, waren es im Jahr 2018 nur mehr rund 30.780, also um rund 25 Prozent Wehrpflichtige weniger als im Jahr 2010.

Zivildienst-Novelle sichert hochwertiges Dienstleistungsangebot
Um den geburtenschwachen Jahrgängen entgegenzuwirken, brachte die Staatssekretärin im November des vergangenen Jahres eine Novelle des Zivildienstgesetzes auf Schiene. Die wesentlichen Änderungen sind eine höhere Qualifikation der Zivildiener durch eine zeitgemäße Ausbildung, eine Sicherung der Ausbildungsqualität (mithilfe eines E-Learning-Tools) sowie eine strenge Bedarfskontrolle.

"Ohne Zivildiener müssten viele Organisationen ihr umfangreiches und qualitativ hochwertiges Dienstleistungsangebot reduzieren oder könnten dieses ihren Klienten nicht in der gegenwärtigen Form zur Verfügung stellen", sagte Edtstadler. "Mit der Novelle des Zivildienstgesetzes werden wir auch in Zukunft sicherstellen, dass jene Organisationen Zivildiener erhalten, die diese am dringendsten benötigen."

 

 

 

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