Vizepräsident der multilateralen Entwicklungs-
 bank AIIB zu Besuch im Parlament

 

erstellt am
13. 03. 19
13:00 MEZ

Joachim von Amsberg: Ökologische und soziale Standards bei Infrastrukturprojekten in Asien
Peking/Wien (pk) - Einen interessanten Einblick in die Tätigkeit der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) bot der heutige Meinungsaustausch zwischen dem Vizepräsidenten dieser Institution, Joachim von Amsberg, und Mitgliedern des Unterausschusses für Entwicklungszusammenarbeit im Parlament. Die im Jahr 2015 gegründete AIIB, zu deren Mitgliedsländern auch Österreich zählt, sei das jüngste Kind im Reigen der internationalen Finanzinstitutionen, erklärte SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr, die sich über das Treffen sehr erfreut zeigte. An der Unterredung nahmen weiters die ÖVP-Mandatare Martin Engelberg und Andreas Hanger sowie Roman Haider (FPÖ) teil, die zahlreiche Detailfragen stellten.

Ziel der AIIB, die mittlerweile 93 Mitglieder und ihren Sitz in Peking hat, sei die Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung über die Finanzierung von Infrastruktur und anderer produktiver Sektoren in Asien, informierte Joachim von Amsberg. Außerdem soll die regionale Kooperation zur Überwindung von Entwicklungsbarrieren gestärkt werden. Die Bank habe in den letzten Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen, es konnten über 35 Projekte im Ausmaß von 7,5 Mrd. Dollar in 13 Staaten finanziert werden, berichtete der Vizepräsident. Dabei achte man besonders auf die Einhaltung der internationalen Umwelt- und Sozialstandards sowie auf den Klimaschutz. Was die Finanzierung angeht, so kommen verschiedene Modelle zur Anwendung, die von der Kreditvergabe an Private bis hin zu einzelnen Staaten reichen. Generell gebe es noch immer einen hohen Finanzierungsbedarf für Infrastruktur im asiatischen Raum. Berechnungen gehen von etwa 1,7 Billionen Dollar pro Jahr aus; etwa die Hälfte davon werde realisiert.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
https://www.parlament.gv.at

 

 

 

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