Wien will Weltkulturerbe erhalten
 und setzt weiter auf Dialog mit UNESCO

 

erstellt am
19. 03. 19
13:00 MEZ

Paris/Wien (rk) - Der Status der Wiener Innenstadt als UNESCO Weltkulturerbe liegt der Wiener Stadtregierung am Herzen. Das betonte Landtagspräsident Ernst Woller am 18. März erneut. Er ist von der rot-grünen Stadtregierung beauftragter Koordinator für Fragen des Weltkulturerbes. Die Bundesregierung hatte angekündigt, die Stadt in der Causa Heumarkt-Projekt in die Pflicht nehmen zu wollen. Minister Gernot Blümel will die Stadtregierung per Brief auffordern, die Forderungen der UNESCO und der ICOMOS zum Welterbe umzusetzen.

„Die Stadt Wien bekennt sich zum Welterbe für die Innenstadt. Wir nehmen den Bericht der UNESCO sehr ernst und setzen den Dialog mit dem Welterbezentrum der UNESCO und ICOMOS intensiv fort. Weiters stehen wir in einem konstruktiven Dialog mit dem Projektwerber“, sagt Woller.

Wien hat nicht nur in den vergangenen Monaten viele Anstrengungen unternommen und Maßnahmen zum Schutz des baukulturellen Erbes der Stadt ergriffen. Neben der konkreten Adaptierung der Projektplanungen unter fundierter Begleitung eines unabhängigen Fachbeirats wurde beispielweise im Jahr 2017 vom Wiener Gemeinderat beschlossen, weitere Hochhäuser - über bestehende Standorte hinausgehend - in der Innenstadt kategorisch auszuschließen.

Im Juni 2018 wurden die Rahmenbedingungen für den Umgang mit historischer Bausubstanz verschärft: Mit einer Novelle der Wiener Bauordnung wurde erreicht, dass der Abriss von Gebäuden aus der Zeit vor 1945, die das Stadtbild und den Charakter der Stadt prägen, erschwert wird. Künftig ist bei Abriss-Plänen für diese Gebäude zwingend eine Einzelprüfung notwendig.

So schützt Wien die historische Bausubstanz der Stadt auch in den Außenbezirken. Dem Instrument der Schutzzonen für erhaltenswerte Ensembles der Stadt der Wiener Bauordnung, wurde damit ein weiteres wichtiges Instrument zur Seite gestellt.

Ernst Woller, Präsident des Wiener Landtags, wurde im Frühjahr 2018 von Bürgermeister Michael Ludwig und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou damit beauftragt, den Dialog mit der UNESCO in Sachen Heumarkt zu übernehmen und zu koordinieren. Er ist die Ansprechperson der Stadt Wien im Zusammenhang mit Fragen des Weltkulturerbes und agiert im Auftrag der rot-grünen Stadtregierung.

 

 

 

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