Grenzüberschreitendes Gesundheitszentrum in Gmünd

 

erstellt am
20. 05. 19
13:00 MEZ

Spatenstich mit tschechischem Gesundheitsminister Eichtinger/Vojtech: "Gmünder Leuchtturmprojekt ist internationales Vorzeigemodell der WHO - Land NÖ investiert rund 2,5 Millionen Euro und sichert 25 Jobs"
Prag/Gmünd (nögus) - Am 18. Mai fiel der Start für das internationale Gesundheitszentrum in Gmünd. Der Spatenstich wurde unter anderem durchgeführt unter NÖGUS-Vorsitzenden Landesrat Martin Eichtinger und dem tschechischen Gesundheitsminister Adam Vojtech. "Das internationale Gesundheitszentrum ist mir ein persönliches Herzensanliegen. Es symbolisiert die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg, dadurch können wir mehr Leben retten und wichtige Jobs im Waldviertel schaffen. Das Gmünder Leuchtturmprojekt wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgezeichnet. Umso mehr freut es mich, dieses international einzigartige Gesundheitszentrum in ökologischer Holzbauweise gemeinsam mit dem tschechischen Gesundheitsminister Adam Vojtech starten zu dürfen", so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger und führt weiter aus: "Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Damit sichern wir 25 Jobs und bauen einen einzigartigen Holzriegelbau mit einer wunderschönen Holzfassade nach ökologisch höchsten Baustandards."

Vojtech: "Es ist großartig, dass im Gesundheitswesen die Grenzen weiter abgebaut werden und eine grenzüberschreitende Versorgung zur nächsten Gesundheitseinrichtung möglich sein wird"

Die ersten Patienten aus Niederösterreich und Südböhmen können im Frühjahr 2021 behandelt werden. Davon sind zehn Ärzte vor Ort, die für folgende Fachgebiete zuständig sind: Allgemeinmedizin, Chirurgie, Interne, Orthopädie, Kinder, Gynäkologie, HNO, Haut, Geriatrie und Komplementärmedizin.

"Patienten profitieren auf beiden Seiten der Grenze von einer wohnortnahen, schnellen Versorgung. Insbesondere im Notfall zählt jede Sekunde. Es ist sichergestellt, dass die Kosten für die stationäre Behandlung und die Kosten für die Behandlung im Gesundheitszentrum direkt von den jeweiligen Länderversicherungen übernommen werden, wie es auch bei den ambulanten Behandlungen der Fall ist", unterstreicht Eichtinger.

"Niederösterreich wird weiterhin auf die grenzüberschreitende Partnerschaft und Vernetzung zwischen Politik, Gesundheitsexperten und Gesundheitseinrichtungen setzen. Damit stärken wir regionale Strukturen, verbessern die Gesundheitsversorgung und damit die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger. Schlussendlich geht es darum, dass Menschen auf beiden Seiten der Grenze schnell und bestmöglich versorgt werden können."

In Gmünd werden Gesundheits-Experten aus beiden Regionen gemeinsam, unter einem Dach zusammenarbeiten und sowohl niederösterreichische als auch tschechische Patienten versorgen. Das Gesundheitszentrum wird ein breites Leistungsangebot abdecken von Gesundheitsvorsorge, über die Behandlung durch praktische Ärzte, Fachärzte, Pflegeexperten, Therapeuten bis hin zu Räumlichkeiten für Schulungen und Veranstaltungen.

Die Planungen dauerten von August 2018 bis Mai 2019 und wurden auch von der Europäischen Union mitfinanziert. Bis September 2020 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Danach folgt ein Probebetrieb und mit Jänner 2021 soll der Regelbetrieb starten.

"Healthacross" ist internationales Best-Practice-Modell
Vorzeigeinitiative "Healthacross" holt für dieses Projekt eine Auszeichnung: " Der WHO-Report ist eine große Ehre und erhöht die Reputation Niederösterreichs in der Welt," unterstreicht NÖGUS-Vorsitzender Eichtinger.

Niederösterreich ist das erste Bundesland, das von der World Health Organization WHO als internationale Vorzeigeregion ausgewählt wurde. Seit mittlerweile 12 Jahren setzt Niederösterreich mit der Vorzeigeinitiative "Healthacross" grenzüberschreitende Gesundheitsprojekte um und baut die Zusammenarbeit mit anderen Ländern im Gesundheitsbereich stetig weiter aus. Erst kürzlich startete der Betrieb des Projekts "Bridges for Birth" am Klinikum Hainburg, um Komplikationen bei Geburten mit dem naheliegenden Klinikum Bratislava noch besser behandeln zu können.

Die WHO hat der internationalen "Healthacross" eine eigene Publikation gewidmet, um die NÖ Leuchtturmprojekte auch in anderen Regionen auf der ganzen Welt bekannt zu machen und diese zur Nachahmung zu motivieren.

 

 

 

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