Regionaler Außenhandel 2018:
 stärkste Zuwächse für die Steiermark

 

erstellt am
15. 07. 19
13:00 MEZ

Wien (statistik austria) - Wie der gesamtösterreichische Außenhandel entwickelte sich auch der Außenhandel in den einzelnen Bundesländern 2018 dynamisch: Laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria erzielten alle neun Bundesländer in der Ausfuhr höhere Ergebnisse als im Vorjahr. Die stärksten absoluten Ausfuhrzuwächse gab es in der Steiermark (+3,02 Mrd. Euro) und in Oberösterreich (+1,67 Mrd. Euro), die größten relativen Zuwachsraten in dieser Verkehrsrichtung erzielten ebenfalls die Steiermark (+13,9%), Salzburg (+9,0%) und Kärnten (+7,5%). Bei der Einfuhr wiesen die Steiermark (+13,2%), Kärnten (+8,3%) sowie Niederösterreich (+8,1%) die dynamischsten Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr auf. Tirol war das einzige Bundesland mit einer leicht negativen Importentwicklung (-1,2%).

Wie 2017 verbuchten auch 2018 fünf Bundesländer einen Handelsbilanzüberschuss; das heißt, es wurden mehr Waren von diesen Bundesländern aus- als eingeführt. Das höchste Aktivum entfiel dabei auf Oberösterreich mit 9,31 Mrd. Euro, gefolgt von der Steiermark mit 5,45 Mrd. Euro und Vorarlberg mit 2,53 Mrd. Euro. Das deutlichste Passivum verzeichnete Wien mit 18,63 Mrd. Euro.

Mehr als ein Viertel der österreichischen Ausfuhren entfiel auf Oberösterreich
Die Ausfuhren von Waren aus Österreich beliefen sich 2018 nach vorläufigen Ergebnissen auf insgesamt 150,00 Mrd. Euro. Mehr als ein Viertel davon (38,19 Mrd. Euro bzw. 25,5%) entfiel auf Oberösterreich. Die Steiermark war mit 24,75 Mrd. Euro bzw. 16,5% das Bundesland mit den zweithöchsten Ausfuhrwerten und überholte Niederösterreich (23,15 Mrd. Euro bzw. 15,4%). Die gesamtösterreichischen Warenimporte lagen im Jahr 2018 bei 155,71 Mrd. Euro. Mit einem Wert von 38,13 Mrd. Euro hatte Wien den einfuhrseitig höchsten Anteil (24,5%), gefolgt von Oberösterreich (28,88 Mrd. Euro bzw. 18,5%) und Niederösterreich (26,69 Mrd. Euro bzw. 17,1%. Gemessen an der Handelsintensität (Summe aus Einfuhren und Ausfuhren) waren Oberösterreich, Wien und Niederösterreich die Bundesländer mit den höchsten Außenhandelswerten.

Bedeutendste Waren: Maschinen und Erzeugnisse der chemischen Industrie
In den meisten Bundesländern dominierte sowohl ein- als auch ausfuhrseitig der Außenhandel mit Maschinen (Warenkapitel 84, 85 und 87 der Kombinierten Nomenklatur. In Tirol überwogen die Einfuhren von organischen chemischen Erzeugnissen (Kapitel 29) mit einem Anteil von 15,1% und die Ausfuhren von pharmazeutischen Erzeugnissen (Kapitel 30) mit einem Anteil von 15,5% an den gesamten Importen und Exporten des Bundeslandes. In Niederösterreich belegten traditionell die mineralischen Brennstoffe (Kapitel 27) den ersten Rang bei den Einfuhren (Anteil: 20,4%); in Wien waren pharmazeutische Erzeugnisse (Kapitel 30) mit einem Anteil von 20,4% ausfuhrseitig am wichtigsten. Den höchsten Anteil eines einzelnen Warenkapitels am gesamten Handel eines Bundeslandes hatte einfuhrseitig das Kapitel 87 (Zugmaschinen, Kraftwagen und dergleichen) in Salzburg (38,4%) und ausfuhrseitig das Kapitel 84 (Kessel, Maschinen, mechanische Geräte) in Oberösterreich (29,0%).

Wichtigster Handelspartner bleibt Deutschland
Wie im Jahr 2017 war auch 2018 Deutschland für alle österreichischen Bundesländer sowohl bei den Ein- als auch bei den Ausfuhren der wertmäßig bedeutendste Handelspartner. Bis auf Salzburg und Niederösterreich (-2,3% bzw. -1,7% im Import) konnten alle Bundesländer den Außenhandel mit Deutschland in beiden Verkehrsrichtungen steigern. Einfuhrseitig verzeichneten Vorarlberg und die Steiermark mit +6,1% bzw. +5,5% die größten relativen Zuwächse mit diesem Nachbarland. Anteilsmäßig kamen im Jahr 2018 mehr als 45% aller Einfuhren in Salzburg und 41,6% aller oberösterreichischen Einfuhren aus Deutschland. Ausfuhrseitig erzielten Wien (+11,0%) und Kärnten (+9,7%) die größten relativen Zuwächse mit diesem Partnerland. Mit einem Anteil von 37,5% war Deutschland für Oberösterreich der mit Abstand wichtigste Exportpartner.

Sowohl import- als auch exportseitig ist bei sieben von neun Bundesländern zumindest ein Land außerhalb der Europäischen Union unter den drei wichtigsten Partnerländern zu finden. Niederösterreich ist das einzige Bundesland, dessen Top 3-Handelspartner in beiden Verkehrsrichtungen ausschließlich aus Mitgliedsländern der Europäischen Union bestehen. Der stärkste absolute Zuwachs auf der Exportseite mit einem Land außerhalb der Europäischen Union wurde in der Steiermark mit den Vereinigten Staaten erzielt (+20,7% auf 2,26 Mrd. Euro).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier >

 

 

 

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