Kärnten: Maßnahmen, um Frauen zu stärken

 

erstellt am
17. 07. 19
13:00 MEZ

Landesrätin Schaar und Frauenbeauftragte Gabriel bei „Frauenpower 4.0 – Frau in der Region“ in Finkenstein - Bestimmende Themen waren unter anderem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Mobilität
Klagenfurt (lpd) - Im Rahmen der Maßnahmenreihe „Frauenpower 4.0 – Frau in der Region“ sind Landesrätin Sara Schaar sowie Frauen- und Gleichbehandlungsbeauftragte Martina Gabriel mit dem Referat für Frauen und Gleichbehandlung bis Anfang 2020 in Kärntens Bezirken unterwegs, um Problemstellungen von Frauen zu erheben und zu bearbeiten. Vor welchen Herausforderungen Frauen im Bezirk Villach- Land stehen, wurde kürzlich im Kulturhaus Latschach diskutiert. Bei der dritten Veranstaltung dieser Reihe waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell einig, dass es viel Sensibilisierungsarbeit braucht, um veraltete Rollenbilder aufzubrechen und eine tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern – auch im täglichen Leben – zu erreichen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Themen Bildung, Beruf und (Alters-)Armut seien auch im Bezirk Villach Land präsent. „Rollenstereotype wirken sich auf die Berufswahl sowie die finanzielle Situation von Frauen, vor allem nach der Familiengründung, aus. Frauen erfahren – aufgrund von Teilzeitarbeit und prekären Beschäftigungsverhältnissen – große Nachteile. Viele wünschen sich mehr Flexibilität bei den Öffnungszeitungen von Kinderbetreuungseinrichtungen“, so Schaar. Um Frauen beim Wiedereinstieg nach der Karenz bestmöglich zu unterstützen und ihre beruflichen Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern, biete das Land bereits eine Förderung über den Frauenbildungsfonds an. „Ziel ist es, Frauen mit geförderten Qualifizierungsmaßnahmen berufsfit zu machen, damit sie sich eine existenzsichernde Zukunft schaffen können“, betonte Schaar.

Potenzial sieht die Frauenreferentin in generationenübergreifenden Projekten, die auf der einen Seite berufstätige Eltern mit Kindern entlasten und auf der anderen Seite auch älteren Menschen viele Vorteile bringen. „Der verstärkte Austausch über Alters- und Familiengrenzen hinweg ist wichtig“, so Schaar.

Um Frauen hinsichtlich Selbstbewusstsein, Selbstbestimmtheit und Finanzmanagement noch mehr zu stärken, wird es ab Herbst Kurse und Coachings in den Frauenberatungsstellen geben, kündigte Schaar an.

Ein vorherrschendes Thema im Bezirk Villach Land sei die teilweise fehlende Mobilität. „Vor allem Familien leiden darunter, wenn der öffentliche Verkehr unzureichend ist und sie auf ein Zweitauto, welches das Familienbudget belastet, angewiesen sind“, meinte Schaar.

 

 

 

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