Musik als Schwerpunkt schulischer Kulturvermittlung

 

erstellt am
02. 08. 19
13:00 MEZ

Bildungsministerium und Kanzleramt berichten über Impulse in der musischen Ausbildung
Wien (pk) Vom Nationalrat wurde die Regierung im Vorjahr beauftragt, den Stand der Musikbildung in Österreich eingehend zu analysieren. Dementsprechend übermittelten nun das Bildungsministerium und die Kultursektion im Bundeskanzleramt (BKA) einen Bericht (III-304 d.B.) darüber an das Parlament. Gezeichnet wird darin ein durchaus positives Bild: Die Republik schreibe der Förderung von Kunst und Kultur beziehungsweise der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für private Initiativen auf diesem Gebiet viel Bedeutung zu, liest man. "Österreich ist eine Kulturnation." Konkretisiert wird dies anhand von Nennungen zahlreicher Projekte zur Unterstützung von Bildungseinrichtungen bei der Musikvermittlung. Neben einem partizipativen Zugang spielt laut VerfasserInnen bei diesen Maßnahmen vor allem die Kooperation mit KünstlerInnen eine maßgebliche Rolle. Schulen würden daher regelmäßig mit Kunst- und Kultureinrichtungen zusammenarbeiten, sowohl mit kleinen Kulturinitiativen im ländlichen Raum als auch mit großen Einrichtungen wie Bundesmuseen.

Aus den jährlichen Förderbudgets für Projekte zur Musikvermittlung geht allerdings hervor, dass die Zuwendungen des Bildungsministeriums zur Musikerziehung seit 2016 gesunken sind. 2018 gab es Fördergelder im Ausmaß von 145.000 , zwei Jahre davor waren es dagegen 172.000 , 2017 immerhin noch 162.000 .

Breites Spektrum an Musikförderung
Laut Bericht wird in Österreich bei den Aktivitäten, Projekten und Initiativen zur Vermittlung musikalischer Bildung ein breiter Bogen gespannt, der bereits bei den Jüngsten im Kindergarten ansetzt. Programme wie "culture connected" unterstützen sodann Kooperationen zwischen Schulen und Kulturpartnern, derzeit 160 an der Zahl. Daneben gibt es unter anderem Unterrichtsprojekte gemeinsam mit Kulturschaffenden, das speziell auf die Lehrlingsausbildung zugeschnittene Musikprojekt "Programm K3" und mehrere Formen der Zusammenarbeit mit lokalen Musikschulen.

Den Kindern und Jugendlichen werde dabei ein vielschichtiges Angebot an künstlerisch-musischer Ausbildung zuteil, heißt es im Bericht. Dank dieser leicht zugänglichen Musikförderung werde nicht nur Österreichs weltweit beachtetes musikalisches Erbe bewahrt, die Ausübung musikalischer Tätigkeiten beeinflusse auch die Persönlichkeitsentwicklung und die Lernfähigkeit von Heranwachsenden positiv. Schließlich wird Musik als ein in wirtschaftlicher Hinsicht wichtiger Faktor ins Treffen geführt, der jährlich Millionen an BesucherInnen ins Land ziehe.

Betont wird im Bericht überdies, dass ein großer Teil der Musikvermittlung im Zuständigkeitsbereich der Bundesländer liegt. Folglich sei von den LandeskulturreferentInnen geplant, bei ihrer nächsten Tagung das Dokument als Grundlage für die Weiterentwicklung der musischen Bildung heranzuziehen. Ebenso habe das BKA Expertengespräche ins Auge gefasst, "die weitere Impulse zum Thema musikalische Bildung setzen sollen".

 

 

 

Allgemeine Informationen:
https://www.parlament.gv.at

 

 

 

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