Krypto-Marken wirbeln Auktionsmarkt auf

 

erstellt am
12. 09. 19
13:00 MEZ

"Krypto-Sammler" erobern Briefmarkenwelt - was alte und neue Exemplare rar macht
Wil/Salzburg/Wien (rapp-auktionen) - Neue Ära für Briefmarkensammler: Zu raren gedruckten Briefmarken kommen nun auch die "Crypto stamps" der Österreichischen Post hinzu. Was diese Internet-Briefmarken auf sich haben und warum sie bereits kurz nach der ersten Ausgabe so viel wert sind, erklärt Briefmarkenexpertin Marianne Rapp Ohmann. Aus aktuellem Anlass führt sie in Wien und Salzburg Expertentage durch und bündelt das Know-how mit dem Wiener Philatelie-Experten Matthias Fukac.

Weltweit anerkannte Philatelisten schaffen Klarheit von unabhängiger Seite rund um rare gedruckte und neu auch Krypto-Briefmarken, die erst kürzlich von der Österreichischen Post lanciert wurden: Das Wiener Auktionshaus Classicphil und das global tätige Schweizer Auktionshaus Rapp greifen den neuen "Krypto-Trend" auf und tasten sich im Austausch mit weiteren Experten gemeinsam an das neue digitale Feld heran, um die Preisentwicklung der Krypto-Briefmarken besser abschätzen zu können: An einem Expertentag in Wien und Salzburg sollen interessierte Liebhaber und Investoren davon profitieren können.

Leidenschaft lebt neu auf
Die Gefahr, dass unerfahrene Sammlerinnen und Sammler eine Fehlinvestition machen statt ein vermeintliches Schnäppchen zu erwerben, sei gross, erklärt Marianne Rapp Ohmann, Geschäftsführerin des Auktionshauses Rapp. "Immer mehr Menschen werden sich in der Zeit des rasanten Wandels bewusst, dass es doch noch alte, beständige Werte gibt. Gerade in der Welt der Philatelie lösen nun die Crypto stamps neue Fragen auf." Der Informationsbedarf und die Bandbreite an Anfragen seien vielfältig. Deshalb habe sie zusammen mit einem der führenden Österreicher Philatelie-Experten, dem Wiener Matthias Fukac vom Auktionshaus Classicphil, die neue Ausgangslage unter die Lupe genommen: "Damit können wir hoffentlich möglichst vielen Anliegen gerecht werden und Licht ins Dunkel bringen. Es ist auch für uns ein völlig neues Gebiet, das sich auftut. Es zeigt aber, dass die Leidenschaft für Briefmarken im Trend liegt."

Enorme Wertsteigerungen
Bereits habe sie auch Anfragen von Besitzern der neuen Krypto-Briefmarken, sagt Rapp Ohmann. Da die österreichische Post streng limitierte Auflagenzahlen für verschiedene Farben kommuniziert habe, "ist es nicht verwunderlich, dass vor allem die rote Krypto-Marke eine enorme Wertsteigerung erlebt hat". Davon wurden am 11. Juni 2019 gerade mal 1500 Stück verausgabt. Die blaue und die grüne Briefmarke seien überdies mit einem fünfstelligen Code versehen, welcher die Karten ebenfalls rar mache. Bei diesen digitalen Briefmarken verfolge die Post zwei Absichten: Sie können einerseits zur Beförderung einer Postsendung verwendet werden, andererseits gelten sie als virtuelle Sammlerstücke, die über die Blockchain-Technologie im Internet gehandelt werden können. "Das Interesse steigt nur schon drei Monate nach dem Ersttag spürbar an. Wir werden diese Briefmarken mit Sicherheit an einer Auktion im nächsten Jahr anbieten." Eine internationale Auktion sei ein idealer Ort, um den wirklichen Marktpreis zu eruieren. Ein Set mit allen Marken und in allen Farben dürfte 2000 Euro erzielen, schätzt Rapp. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass der ursprüngliche Nennwert eines Blocks bei 6.90 Euro liegt. Die virtuellen Sammelstücke können über das Ethereum-Netzwerk getauscht oder gesammelt werden. Als Zahlungsmittel kann die Krypto-Briefmarke jedoch nicht verwendet werden.

Nicht überstürzt kaufen
Indes: Rapp warnt davor, dass man nicht leichtsinnig im Internet kaufen soll, um bösen Überraschungen vorzubeugen. Die Schwankungen in der Welt der virtuellen Sammlungen und Austauschsysteme seien wie bei Internetwährungen nicht zu unterschätzen. Es verhalte sich bei raren digitalen Briefmarken genau gleich wie bei seltenen alten Einzelstücken oder Abarten: "Viel wert sind nur sehr rare oder kuriose Exemplare." Bei den herkömmlichen Briefmarken hätten in der Regel nur jene das Potenzial zum Sammelstück, die vor 1960 erschienen seien.

Expertentage in Wien und Salzburg
Wer seine Briefmarkensammlung kostenlos und unverbindlich schätzen lassen und sich über den Wert von Crypto stamps informieren möchte, bekommt in Salzburg am 18. September und in Wien am 19. September eine Gelegenheit: Das global tätige Auktionshaus Rapp aus Wil (Schweiz) organisiert Expertentage, an denen nebst Briefmarken auch Münzen, Schmuck sowie Luxushandtaschen und -uhren geschätzt und bei Eignung für Auktionen entgegengenommen werden. Eine Terminvereinbarung ist empfehlenswert.

  • Salzburg: Mittwoch, 18. September, 9 bis 13 Uhr, Parkhotel Brunauer, 5020 Salzburg
  • Wien: Donnerstag, 19. September, 10 bis 16 Uhr, Radisson Blu Park Royal Palace Hotel, 1140 Wien

Über das Auktionshaus Rapp
Das Auktionshaus Rapp in Wil (SG), Schweiz, zählt zu den bedeutendsten Briefmarken- und Münzenauktionshäusern der Welt und führt seit einigen Jahren auch die Bereiche Schmuck, Luxusuhren und Luxushandtaschen. In der bald 50-jährigen Geschäftstätigkeit wurden Raritäten und Pretiosen für rund eine halbe Milliarde Euro versteigert.

 

 

 

Weitere Informationen:
http://www.rapp-auktionen.com/expertentag

 

 

 

 

 

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