Salzburger Osterfestspiele: Neuausrichtung ab 2023

 

erstellt am
18. 09. 19
13:00 MEZ

Nikolas Bachler als künstlerischer Gesamtleiter bestätigt – Wagners Lohengrin kommt 2022
Salzburg (lk) - In der Gesellschaftersitzung der Osterfestspiele Salzburg GmbH wurde am 17. September die Berufung Nikolaus Bachlers als künstlerischer Gesamtleiter ab dem Jahr 2022 bestätigt. 2022 wird Richard Wagners „Lohengrin“ aufgeführt und danach der Vertrag mit Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle nicht verlängert.

„Mit dem Jahr 2022 geht mit Christian Thielemann, einem der bedeutendsten Dirigenten, und ‚seiner‘ Sächsischen Staatskappelle Dresden nach zehn Jahren eine erfolgreiche Ära zu Ende. In seiner bisherigen Zeit als künstlerischer Leiter verstand es Thielemann, viele künstlerische Höhepunkte zu setzen und die Tradition eines der bedeutendsten Festivals fortzusetzen. Als künstlerischer ‚Abschiedsgruß‘ wird im Jahr 2022 Richard Wagners Lohengrin unter dem Dirigat von Thielemann aufgeführt“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Haslauer: „Schlagen neues Kapitel auf“
„Wir schätzen Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle in Salzburg sehr und sind für die vielen künstlerischen und musikalischen Glanzleistungen sehr dankbar. Nichtsdestotrotz ist es nach diesem sehr erfolgreichen Jahrzehnt ab dem Jahr 2022 an der Zeit, die Osterfestspiele weiterzuentwickeln und nun mit dem Intendanten Nikolaus Bachler ein neues Kapitel aufzuschlagen“, unterstreichen Landeshauptmann Haslauer und Bürgermeister Harald Preuner zur Entscheidung der Gesellschafter.

Neuausrichtung der Salzburger Osterfestspiele
Nikolaus Bachler plant ein Festival mit wechselnden Spitzenorchestern. Jedes Jahr soll eines der weltbesten Orchester mit einem namhaften Dirigenten und dem jeweiligen Kernrepertoire an der Salzach gastieren. „Ich wurde engagiert, um das Festival über 50 Jahre nach seiner Gründung neu zu gestalten und in die Zukunft zu führen – sowohl inhaltlich als auch strukturell. Es ist immer schon meine Überzeugung, dass Musik und Szene gleichwertig zueinander finden müssen, um eine gegenwärtige Sicht auf alte und neue Werke zu vermitteln“, sagt Bachler zur geplanten Neuausrichtung des Festivals. „So können Oper, Konzert, Kammermusik, Tanz und Chorwerke in der Konzentration von zehn Tagen einen neuen ‚Festbegriff‘ kreieren und eine eigenständige Identität entwickeln. Ostern als Aufbruch – ganz der Jahreszeit angemessen“, betont Bachler weiter.

Aufsichtsrat blickt zuversichtlich in die Zukunft
Die Aufsichtsratsvorsitzende, Sarah Wedl-Wilson, zeigt sich nach der heutigen Gesellschaftersitzung sehr zufrieden und blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Die von Nikolaus Bachler vorgestellte inhaltliche und strukturelle Neuausrichtung hat uns überzeugt und ebnet den Weg für ein neues Kapitel dieses renommierten Festivals. Daher haben wir uns einstimmig dafür entschieden, ihn ab dem Jahr 2022 als künstlerischen Gesamtleiter zu bestätigen und ihn mit der Neuausrichtung zu beauftragen“, so Sarah Wedl-Wilson.

 

 

 

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