GIN bringt österreichische Health-Tech-
 Start-ups erfolgreich nach China

 

erstellt am
17. 09. 19
13:00 MEZ

Bei einer Delegationsreise baut das Global Incubator Network Austria (GIN) Kooperationen in China aus. Davon profitieren Start-ups: wie Medicus.AI oder Macro Array Diagnostics.
Peking/Wien (gin) - Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat bei einer Delegationsreise nach Peking die Partnerschaft mit chinesischen Partnern weiter vertieft. Im Rahmen der 27. Gemischten Wirtschaftskommission mit hochrangigen Beamten aus dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und des chinesischen Handelsministeriums (MOFCOM) nutzten auch GIN und ausgewählte Unternehmen die Gelegenheit, um die wirtschaftlichen Kooperationen weiter auszubauen.

Wie die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben, ist China für österreichische Start-ups und daher auch für GIN - das gemeinsame Programm von aws und FFG - ein wichtiger Markt. Seit Anfang des Jahres ist China daher neben Hongkong, Israel, Japan, Singapur und Südkorea auch Zielregion der Initiative.

Dass der Schritt nach China für die österreichischen Start-ups großes Potenzial hat, zeigt sich bereits. Durch die Teilnahme am zweiwöchigen Akzelerator-Programm „goHongKong & Shenzhen 2019“ im April haben die österreichischen Health-Tech Start-ups Medicus.AI und Macro Array Diagnostics (MADx) den Markteintritt in China geschafft. „Gerade für die österreichische Wirtschaft ist es wichtig, auf internationalen Märkten aktiv zu sein. In Zeiten der Digitalisierung stehen die Start-ups bereits von Beginn an im globalen Wettbewerb. Daher ist es besonders wichtig, sich mit den Besten und auf den innovativsten Märkten weltweit zu messen. GIN bietet dabei einen Zugang zu den Wachstumsregionen in Asien, davon profitieren die Unternehmen aber gleichzeitig auch der Innovationsstandort Österreich langfristig“, sagt Elisabeth Udolf-Strobl, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Medicus.AI personalisiert Gesundheitstipps
Das Health-Tech-Start-up Medicus.AI hat seit der Ansiedelung in Wien 2017 bereits vieles erreicht: So wurden Anfang des Jahres 2,75 Millionen Euro in der ersten Tranche einer Series-A-Finanzierungsrunde eingesammelt. Außerdem war das Unternehmen, das mithilfe von künstlicher Intelligenz medizinische Befunde und Bluttests analysiert, vor der Teilnahme an „goHongKong & Shenzhen“ bereits in mehr als 60 Ländern aktiv. Mit GIN Austria gelang nun auch der Schritt nach China.

Medicus.AI wurde kurz nach Abschluss des „goHongKong& Shenzhen“-Programms in den Akzelerator der PingAn Insurance Company aufgenommen. Mit mehr als 1,6 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern handelt es sich dabei um das größte Versicherungsunternehmen Chinas. PingAn betreibt zudem selbst Krankenhäuser und Labore. Dabei musste sich das österreichische Start-up nicht einmal speziell bewerben, das innovative Produkt und das skalierbare Geschäftsmodell allein hat überzeugt. Das Resultat der Kooperation kann sich sehen lassen: Medicus.AI hat gemeinsam mit PingAn bereits drei Pilotprojekte gestartet und es laufen bereits Gespräche, um die Lösung des Start-ups gemeinsam am chinesischen Markt zu vertreiben. Die Mittel für eine chinesische Tochtergesellschaft wurden bereits aufgestellt, zudem wird mit weiteren asiatischen Investmentfonds verhandelt.

Macro Array Diagnostics überzeugt mit neuem Allergietest
Vom Programm „goHongKong & Shenzhen“ konnte auch Macro Array Diagnostics (MADx) profitieren. Das Start-up wurde im Februar 2016 gegründet und hat einen Bluttest entwickelt, der mit einem Tropfen Blutplasma oder Serum 99 Prozent aller Allergene nachweisen kann. Seit 2017 ist der innovative Allergietest ALEX (Allergy Explorer) bereits am Markt. Seither hat das Unternehmen mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei über 280 Kundinnen und Kunden mehr als 85.000 Allergietests in 50 Ländern weltweit verkauft und arbeitet bereits an der Entwicklung der zweiten Generation des Allergietests. Der Unternehmenserfolg zeigt sich nicht zuletzt auch an den Geschäftszahlen: Der Umsatz wird sich dieses Jahr verdoppeln. In Hongkong war MADx vor der Teilnahme am GIN-Programm bereits aktiv, dank der Teilnahme am Akzelerator-Programm steht das Start-up aber nun kurz vor der Expansion nach Festland-China. Aktuell laufen vielversprechende Kooperationsvereinbarungen und in Österreich wurde das Unternehmen gerade für den Gründerpreis PHÖNIX nominiert.

Über das Global Incubator Network Austria – Österreichs Brücke nach Asien
Das Global Incubator Network Austria ist ein 2015 von der österreichischen Bundesregierung initiiertes und von der Österreichischen Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung finanziertes Programm, das unter der Leitung der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort unterstützt wird.

Über 85 österreichische Start-ups wurden bereits bei deren Internationalisierung nach Asien unterstützt. Ebenso betreut GIN internationale Start-ups aus den GIN-Zielregionen bei der Etablierung eines Standorts in Österreich. Darüber hinaus fördert GIN den Austausch und Wissenstransfer zwischen Inkubatoren und Akzeleration in Österreich und Asien und vernetzt das heimische Start-up Ökosystem mit relevanten asiatischen Key-Playern. Bei den Aktivitäten im Ausland unterstützen die AußenwirtschaftsCenter der Wirtschaftskammer Österreich vor Ort und stehen mit den richtigen Kontakten und starken Teams in den Zielregionen zur Seite.

 

 

 

Weitere Informationen:
http://www.gin-austria.com/index.html

 

 

 

 

 

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