ÖBB Streckenausbau Wien - Bratislava:
Bauarbeiten erreichen Untersiebenbrunn

 

erstellt am
04. 10. 19
13:00 MEZ

Moderne und barrierefreie Haltestelle; Mehr Park&Ride-Komfort für Pendlerinnen und Pendler; Fünf Bahnübergange werden aufgelassen
Wien (öbb) - Seit August 2018 laufen beim Streckenausbau Wien - Bratislava die Arbeiten im niederösterreichischen Abschnitt auf Hochtouren. Die Strecke zwischen den beiden EU-Hauptstädten wird elektrifiziert und abschnittsweise zweigleisig ausgebaut. Sämtliche Bahnhöfe und Haltestellen entlang der Strecke erhalten ein zeitgemäßes und barrierefreies Erscheinungsbild. Jetzt ist Untersiebenbrunn an der Reihe. Zum Baustart trafen einander ÖBB-Geschäftsbereichsleiter Hubert Hager, der Landtagsabgeordnete René Lobner und der Untersiebenbrunner Bürgermeister Helmut Wagner zur Baustellenbegehung.

Moderne, barrierefreie Haltestelle mit neuer Park&Ride-Anlage
Die in die Jahre gekommene Haltestelle Untersiebenbrunn liegt ungefähr in der Mitte des zweigleisigen Abschnitts zwischen Siebenbrunn-Leopoldsdorf und Schönfeld-Lassee. Im Rahmen der Ausbauarbeiten werden zwei neue Randbahnsteige mit jeweils 160 Metern Länge errichtet. Der Zugang wird barrierefrei und die technische Ausstattung modern. Monitore und neue Lautsprecher verhelfen den Fahrgästen künftig zu einem rascheren Überblick und mehr Information über ihre Verbindungen. Die neue Haltestelle wird im Herbst 2020 fertig sein. Um den Umstieg auf die Bahn zu erleichtern, ist die Errichtung einer neuen P&R-Anlage mit 50 PKW-Abstellplätzen und genauso vielen Stellplätzen für Fahrräder eingeplant.

Mehr Sicherheit durch Überführungen statt Eisenbahnkreuzungen
Einen großen Schritt wird es auch in punkto Sicherheit geben: Alle fünf Eisenbahnkreuzungen im Gemeindegebiet von Untersiebenbrunn werden aufgelassen, stattdessen werden zwei Gemeindestraßen künftig als Überführung die Bahn queren. Der Bahnübergang der L3021 wird durch eine Unterführung ersetzt, die Wartezeiten beim geschlossenen Schranken werden dann der Vergangenheit angehören. Bis dahin bitten die ÖBB ihre Anrainerinnen und Anrainer jedoch noch um Verständnis für auftretende Behinderungen während der Bauzeit. Über besonders lärmintensive Arbeiten werden die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld gezielt informiert.

Streckenausbau Wien - Bratislava auf einen Blick
Der Ausbau der eingleisigen Dieselstrecke zwischen Wien Stadlau und der Staatsgrenze bei Marchegg zu einer elektrifizierten und teilweise zweigleisigen Hochleistungsstrecke erfolgt unter laufendem Bahnbetrieb. Nach der Fertigstellung des von der EU geförderten Projekts profitieren die Fahrgäste von einer raschen und sicheren Zugverbindung zwischen den beiden Hauptstädten Wien und Bratislava. Die Fahrzeit von Wien Hbf. nach Bratislava hl.st. wird von derzeit 66 Minuten auf 40 Minuten schrumpfen. Insgesamt stärkt der Ausbau das transeuropäische Netz, da die Strecke auf zwei europäischen Kernnetzkorridoren liegt: dem Baltisch-Adriatischen Korridor und dem Rhein-Donau-Korridor. Die Pendlerinnen und Pendler entlang der Strecke profitieren durch die Modernisierung sämtlicher Bahnhöfe und Haltestellen. Außerdem wird das P&R-Angebot enorm ausgebaut.

 

 

 

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