Frauen- und Jugendarbeitslosigkeit
 sinken im September stärker

 

erstellt am
01. 10. 19
13:00 MEZ

Wien (bmasgk) -Ende September 2019 sind 272.098 Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. Wie auch in den Vormonaten ist damit weiterhin ein, wenn auch abgedämpfter, Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die Zahl der Arbeitslosen geht Ende September um -2,8% bzw. -7.801 Personen im Vergleich zum Vorjahr zurück. In AMS Schulung befinden sich aktuell 62.366 Personen (-2.656 bzw. -4,1% gegenüber Ende September 2018).

Inklusive der Personen in einer AMS-Schulung betrug die Zahl der Vorgemerkten Ende September 334.464, das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -10.457 bzw. -3,0%.

Mit +26.000 Personen bzw. +0,7% mehr als im Vorjahr wächst die Zahl der Beschäftigten weiterhin. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt aktuell bei 6,7%, das ist ein Rückgang von -0,2%-Punkten gegenüber dem September 2018. Die Arbeitslosenquote nach internationaler Erhebungsmethode gemäß EUROSTAT liegt für August 2019 bei 4,5% (- 0,4). Österreich liegt damit am zwölften Platz unter den EU 28. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen nach internationaler Definition liegt für August bei 9,9% (+1,6).

Frauenarbeitslosigkeit sinkt stark, Jugendarbeitslosigkeit am stärksten
Überdurchschnittliche Rückgänge der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen Ende September Jugendliche (-6,1%) ebenso Österreicherinnen und Österreicher (-3,8%) sowie Frauen mit -3,0%. Die Arbeitslosigkeit der Männer sank Ende September mit -2,6% nur unterdurchschnittlich. Langzeitarbeitslose mit -2,0% sowie Ausländerinnen und Ausländer mit -0,5% verzeichnen Ende September ebenfalls sinkende Arbeitslosigkeit. Ältere (+2,2%), Menschen mit Behinderungen (+4,0%) sowie Arbeitslose mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+4,6%) weisen im Vergleich zum Vorjahr jedoch steigende Arbeitslosigkeit auf.

Mehr offene Jobs
Ende September 2019 standen beim AMS 82.440 sofort verfügbare offene Stellen zur Verfügung, um +2.865 bzw. +3,6% mehr als im Vorjahr.

In der ersten neun Monaten konnten auch bereits 476.902 Personen aus AMS-Vormerkung heraus wieder Arbeit aufnehmen. Unter den Beschäftigungsaufnahmen aus AMS-Vormerkung heraus waren 63.704 unter 25-Jährige und 92.597 Personen über 50 Jahre.

Tourismus und Baubranche weiterhin als Jobbringer
In der Betrachtung nach Branchen zeigen sich Ende September weiterhin im Tourismus (-4,0%) wie auch in der Baubranche (-3,2%) die größten Rückgänge an arbeitslos Vorgemerkten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Positiv entwickelten sich im Vorjahresvergleich aber auch das Gesundheits- und Sozialwesen (-3,0%), der Handel (-2,8%) und die Arbeitskräfteüberlassung (-2,7%). Die Warenproduktion bleibt mit -0,2% im Vergleich zum September 2018 nahezu unverändert.

Größten Rückgänge auch im September in Salzburg und Tirol
Wie bereits Ende August verzeichnen die Steiermark (+0,1%) und Vorarlberg (+0,9%) leicht steigende Arbeitslosigkeit. Die übrigen Bundesländer, allen voran Salzburg (-7,8%), Tirol (-5,8%) aber auch Wien (-4,4%) verzeichnen weiterhin überdurchschnittlich sinkende Zahlen im Vergleich zum Vorjahr. In Oberösterreich
(-1,4%), im Burgenland (-1,3%), in Niederösterreich (-1,2%) sowie in Kärnten (-0,9%) ging die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum September 2018 ebenfalls zurück.

Ungleichgewicht am Lehrstellenmarkt setzt sich fort
Am Lehrstellenmarkt zeigt sich Ende September österreichweit ein Lehrstellenüberhang von 824 Lehrstellen (-587). Den 8.014 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden (ohne Teilnehmerinnen und Teilnehmer der überbetrieblichen Lehrausbildung) standen 8.838 gemeldete, sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber. In allen Bundesländern mit Ausnahme Wiens (-11,6%) stehen Ende September 2019 mehr sofort verfügbare offene Lehrstellen zur Verfügung als noch Ende September 2018. In Wien übersteigt die Nachfrage mit 7 Lehrstellensuchenden, die einer sofort verfügbaren offenen Lehrstelle gegenüberstehen, das Angebot deutlich, während in Oberösterreich viermal, in Salzburg und Tirol dreimal und in Vorarlberg doppelt so viele Lehrstellen offen sind als Lehrstellensuchende gemeldet.

 

 

 

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