Bierlein: Jedes Kindesleid ist eines zu viel

 

erstellt am
16. 10. 19
13:00 MEZ

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein bei Verleihung des 9. Österreichischen Kinderschutzpreis im Rahmen der myki-Gala 2019
Wien (bka) - "Auch im 3. Jahrtausend ist die Förderung sowie der Schutz von Kindern keineswegs selbstverständlich. Im Gegenteil: Nach wie vor sind Kinder, die Schwächsten unserer Gesellschaft, weltweit Opfer von physischer und psychischer Gewalt, von Hunger, Krieg und Not. Ich freue mich daher sehr, dass heute im Rahmen der Verleihung des myki-Kinderschutzpreises Menschen vor den Vorhang geholt werden, die sich, oft von der Öffentlichkeit unbemerkt, unermüdlich für den Schutz und die Förderung von Kindern einsetzen", sagte Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein am 15. Oktober im Rahmen der myki-Gala im Wiener Palais Liechtenstein. Myki ist der Name der Preisfigur aus Porzellan und steht symbolisch für "My Kids".

Den Rechten von Kindern und Jugendlichen komme juristisch und moralisch hoher Stellenwert zu. Ihr Anspruch auf besonderen Schutz vor jeglicher Form von Gewalt, auf Förderung ihrer Gesundheit und Entwicklung sei nicht ohne Grund im österreichischen Recht mehrfach verankert. Wichtigster Grundsatz dabei sei das Prinzip des Vorranges des Kindeswohls, der staatliches und privates Handeln leite und einen neuen Blickwinkel – nämlich die Perspektive der Kinder – eröffne: "Kinder haben, unabhängig von ihrer Herkunft, grundlegende und gleiche Rechte", hielt Bierlein fest.

Sie erinnerte an den 20. November 2019, an dem die UN-Kinderrechtskonvention weltweit ihren 30. Geburtstag feiere. Aus diesem Anlass werde das Bundeskanzleramt durch die Sektion Familie und Jugend einmal mehr auf die Rechte von Kindern und Jugendlichen hinweisen. Zudem werde auch der internationale Kompositionswettbewerb "Sound of Children's Rights" präsentiert, bei dem Kinder zwischen 10 und 18 Jahren im Wiener Konzerthaus Musikkompositionen zum Thema uraufführen werden.

"Dies ist Anlass zur Freude, aber auch Mahnung zur weiteren Stärkung des Schutzes unserer Kinder. Die Ressorts des Bundes und der Länder, die öffentlichen Kinderschutzeinrichtungen, aber auch die Politik sind dazu aufgerufen, Kinderrechte konsequent wahrzunehmen und zu verteidigen. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen und der Zivilgesellschaft unverzichtbar", betonte die Bundeskanzlerin.

Bierlein dankte den zahlreichen Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen, die sich ehrenamtlich für myki einsetzen, insbesondere auch Martina Fasslabend, der Präsidentin des Vereins: "Die Hilfe für Kinder und die Entwicklung von Projekten, die dem Kinderschutz dienen, sind Spiegelbild für die Qualität unserer Gesellschaft und ein wesentlicher Beitrag für die Zukunft unseres Landes. Besonderen Respekt und Glückwünsche verdienen vor allem die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern. Ich freue mich sehr, dass Sie in diesem würdigen Rahmen geehrt werden", so die Kanzlerin abschließend.

 

 

 

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