Bierlein: Filme erweitern unsere Perspektive

 

erstellt am
25. 10. 19
13:00 MEZ

Eröffnung der 57. Viennale im Wiener Gartenbaukino
Wien (bka) - "Die Viennale ist seit Jahren das größte internationale Filmfestival in Österreich. Es bietet wesentlich mehr als die Möglichkeit, großartige Filme aus aller Welt zu bestaunen. Es erlaubt Zeit zur Reflexion und schafft Bewusstsein für die Qualität hoher Filmkunst. Das Medium Film ist wie kaum ein anderes dazu geeignet, unsere Perspektive zu erweitern und zu verändern, uns aufzurütteln und Einblicke in Unbekanntes oder Fremdes zu geben", sagte Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein am 24. Oktober bei der Eröffnung der 57. Viennale im Wiener Gartenbaukino.

"Durch Filme gewinnen wir einen anderen Blick auf uns selbst, aber wir bekommen auch ein besseres Verständnis für gesamtgesellschaftliche Entwicklungen. Durch die zahlreichen Herausforderungen, die uns derzeit beschäftigten, und Polarisierungen in der Gesellschaft, ist es wichtig, nicht in Vorurteile zu verfallen." Denn Demokratie bedeute, dass man verschiedene Positionen und Meinungen akzeptiere und eine Auseinandersetzung zulasse, so die Bundeskanzlerin. "Auch die Politik muss sich immer wieder erneuern, um Antworten auf aktuelle Fragen zu finden und dem Zeitgeist gerecht zu werden."

Film sei ein relevantes Medium und der Kinosaal ein besonderer Raum, "der Menschen zusammenbringt". Das Gemeinsame müsse in Zeiten neuer alternativer und individualisierter Rezeptionsformen wieder stärker in den Vordergrund treten, "im Sinne eines friedlichen Gemeinwesens", betonte Brigitte Bierlein.
Rolle der Frau in der Gesellschaft von höchster Relevanz

Der Eröffnungsfilm "Porträt einer jungen Frau in Flammen" schildert die restriktiven Lebensbedingungen für Frauen im 18. Jahrhundert und erzählt zugleich "eine spannende Geschichte über Identität und Geschlechterrollen", so Bundeskanzlerin Bierlein. "Die Rolle der Frau in der Gesellschaft ist nach wie vor von höchster Relevanz. Zwischen der rechtlichen Gleichstellung durch die Anordnung des aktiven und passiven Wahlrechtes für Frauen im Jahre 1918 und der Angelobung einer Bundeskanzlerin sowie der erstmaligen Ernennung einer Bundesregierung, die zur Hälfte aus Frauen besteht, liegen mehr als 100 Jahre", rief Bierlein in Erinnerung. Gesellschaftspolitisch sei also auch in Zukunft durchaus noch einiges zu tun.

Abschließend wünschte die Bundeskanzlerin dem Publikum "starke Festival-Momente, die neue Perspektiven aufzeigen, inspirieren und den Blick schärfen, uns aber auch zusammenrücken lassen, im Diskurs und in der herzlichen Begegnung."

Die Viennale findet heuer von 24. Oktober bis 6. November statt.

 

 

 

Weitere Informationen:
http://www.viennale.at

 

 

 

 

 

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