EU-Sozialministerrat: Antidiskriminierung
 und lebenslanges Lernen im Fokus

 

erstellt am
24. 10. 19
13:00 MEZ

Luxemburg/Wien (bmasgk) - Am 24. Oktober findet in Luxemburg eine Tagung des Rates der Beschäftigungs- und Sozialministerinnen und –minister der EU statt. Österreich ist durch Bundesministerin Brigitte Zarfl vertreten. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Aussprachen zu den Themen Anti-Diskriminierung und lebenslanges Lernen. Die Ministerinnen und Minister befassen sich weiters mit dem Modell der "Ökonomie des Wohlbefindens", dem der Schwerpunkt der finnischen Ratspräsidentschaft gewidmet ist.

Anti-Diskriminierung in der EU
Seit dem Jahr 2008 wird im Rat ein Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie zur Gleichbehandlung ungeachtet der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung verhandelt. Bisher konnte noch keine Einigung erzielt werden, da für diese Richtlinie Einstimmigkeit notwendig ist. Der finnische Vorsitz eruiert in der Aussprache mit den Ministerinnen und Ministern die jeweiligen Aktivitäten der Mitgliedstaaten, um Diskriminierungen zu bekämpfen. Daraus soll abgeleitet werden, was die Europäische Union angesichts des Stillstands in den Verhandlungen unternehmen soll, um die Wirksamkeit der Antidiskriminierungsmaßnahmen zu steigern

Lebenslanges Lernen im Kontext einer sich wandelnden Arbeitswelt
Der Wandel der Arbeitswelt durch die Digitalisierung und den notwendigen Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft stellt neue Anforderungen an die Kompetenzen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Bei der Ratstagung werden sich die Ministerinnen und Minister dazu austauschen, wie Lebenslanges Lernen an die aktuellen Herausforderungen angepasst und wie die Teilnahme gering qualifizierter Personen verbessert werden kann. Gute Bildung und lebenslanges Lernen sind wesentliche Faktoren für gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Eine Wirtschaft, die das Wohlergehen der Menschen fördert
Ein Schwerpunkt des finnischen Ratsvorsitzes ist die Förderung eines Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells, in dem das Wohlergehen der Menschen im Mittelpunkt steht. Bei der Ratstagung werden aufbauend auf den bisherigen Diskussionen Ratsschlussfolgerungen zur "Ökonomie des Wohlbefindens" angenommen. Darin wird die neue Kommission dazu aufgerufen wird, eine neue Langfristigstrategie vorzulegen. Diese soll sicherstellen, dass die Union zur wettbewerbsfähigsten und gleichzeitig sozial integrativsten Wirtschaft der Welt mit geringem CO2-Ausstoß wird und das Wohlergehen der Menschen im Mittelpunkt steht.

 

 

 

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